Viele Ältere seien fit. «Selbst wenn sie nur halbe Tage arbeiten, ihre Erfahrung kann uns helfen.» Einzelne Betriebe müssten heute schon Aufträge ablehnen, weil ihnen die Fachkräfte fehlen.

Die Handwerksbetriebe müssten sich noch stärker als moderne und technologiegetriebene Arbeitgeber präsentieren, um für Schulabgänger attraktiv zu sein, sagte Kentzler. Für den Nachwuchs sieht er beste Chancen: «Wer nicht auf den Kopf gefallen ist, bekommt auf alle Fälle eine Anstellung. Die nächste Generation kann im Prinzip von Vollbeschäftigung ausgehen.» Um den Fachkräftemangel zu entschärfen, müsse man sich verstärkt auch um diejenigen kümmern, die keinen Schulabschluss haben. «Da schlummert durchaus Potenzial.»

Zuwanderung sei nur ein «kleiner Teil der Lösung» des Demografieproblems, sagte der Handwerkspräsident. Es kämen zu wenige Ausländer. Sie müssten zudem zunächst sprachlich und fachlich auf eine Ausbildung vorbereitet werden.