Die Menschen in Deutschland müssen sich in den kommenden Tagen auf Sonnenschein und sehr hohe Temperaturen einstellen. Denn Deutschland erreicht nun die Hitzekuppel, die schon seit Tagen für extreme Hitze in Spanien und Portugal sorgt. "Während Spanien und Portugal seit fast 7 Tagen mit Temperaturen um 40 bis 45 Grad zu tun haben, bekommen wir das nur ein bis zwei Tage ab", so der Meteorologe Dominik Jung. Vereinzelt kann es aber auch Regen und Gewitter geben.

Das bestätigt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD): Bereits für den Freitag (17. Juni 2022) werden für die Südhälfte des Landes bis zu 32 Grad prognostiziert. Im Norden bleibt es etwas kühler mit maximal 26 Grad und am Nachmittag und Abend kann es vereinzelt regnen. Auch am Alpenrand können zum Abend Schauer auftreten.

Hitzekuppel erreicht Deutschland: Rekord-Temperaturen am Wochenende möglich

Am Wochenende wird es dann richtig heiß. "Laut Kalender haben wir noch Frühling und eigentlich betragen die Höchstwerte in Deutschland Mitte Juni um 24 bis 28 Grad. Wir erwarten allerdings 34 bis 38, oder gar bis zu 40 Grad", erklärt Jung. 40 Grad hätte es in Deutschland im Juni bislang noch nie gegeben. Diese Rekord-Temperatur wird aber voraussichtlich nur lokal auftreten.

In der Nacht zum Samstag bleibt es laut DWD zunächst wolkig. Die Tiefstwerte liegen zwischen 19 Grad im Ruhrgebiet und zehn Grad im Bayerischen Wald. Tagsüber können im Norden weiter Wolken durchziehen, die Wetterexperten erwarten jedoch kaum Regen. In der Mitte und im Süden Deutschlands startet der Samstag sonnig. Im Verlauf des Tages sind dann im Nordwesten und Westen vereinzelt kräftige Schauer oder Gewitter mit Starkregen möglich. Die Temperaturen liegen bei 19 bis 23 Grad an der See.

Im restlichen Land wird es heiß mit bis zu 35 Grad, im Westen können es laut DWD-Prognose örtlich auch mal 38 Grad werden. Jung dagegen hält lokal auch 39 oder knapp 40 Grad für möglich. Hitzegewitter gebe es kaum. "Es fehlt offenbar die große Gewitteraktivität, die man vielleicht bei so einer Wetterlage erwartet hätte. Meist werden es nur lokale Schauer und Gewitter sein", so der Meteorologe. Ohne große Niederschläge wächst jedoch die Gefahr einer Dürre im Sommer. "Das gilt besonders für den Osten Deutschlands. Dort ist es jetzt schon fast so trocken wie im Dürrejahr 2018", warnt Jung. Auch das Waldbrandrisiko steigt.

Bis zu 40 Grad und einzelne Gewitter erwartet

In der Prognose des DWD ist zumindest für den Sonntag öfters von Regen die Rede. In der Nacht zum Sonntag müssen sich die Menschen vor allem im Westen und Nordwesten nach Angaben des DWD noch auf Gewitter mit Starkregen einstellen. Die Tiefstwerte liegen zwischen 21 Grad am Oberrhein und 13 Grad an der Nordsee. Am Sonntagmorgen zeigt sich dann vielerorts die Sonne, später rechnen die Wetterexperten im Westen, in der Mitte und im Südwesten sowie an den Alpen vermehrt mit Wolken und Gewittern.

Die Höchstwerte liegen demnach im Norden und Nordwesten bei 19 bis 24 Grad, ansonsten zwischen 26 und 34 Grad. Jung rechnet mit deutlich höheren Temperaturen: 23 bis 39 Grad, örtlich seien wieder 40 Grad möglich. Zwar spricht der Meteorologe ebenfalls von Hitzegewittern, aber nur einzelne, die "bei weitem nicht jeden erreichen".

Der Wetterexperte empfiehlt bei der Hitze ausreichend zu trinken und sich gut vor der Hitze zu schützen. "Unbedingt sollte man sich auf gut eincremen, wenn man draußen unterwegs ist, die Sonnenbrandgefahr ist sehr hoch", rät Jung. Gegen drohenden Hitzschlag sei zudem eine Kopfbedeckung sinnvoll.

In der kommenden Woche bleibt es voraussichtlich heiß, wenn auch nicht ganz so extrem. Die Temperaturspitzen sollen zwischen 32 und 34 Grad liegen. Dazu viel Sonnenschein und nur einzelne Schauer und Gewitter.

mit dpa