München
Ernteverluste

Existenzkrise: Bauern bekommen Dürre-Nothilfen von bis zu 340 Millionen Euro

Aufgrund der Dürrephase und dem daraus folgenden Ernteverlusten, erklärte Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner in Berlin künftig Bauern mit einer staatlichen Millionenhilfe zu unterstützen.
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Der Ernteertrag ist in diesem Jahre um 22 Prozent gesunken. Zur Existenzerhaltung benötigen Landwirte staatliche Hilfe. Symbolbild: Julian Straten
Der Ernteertrag ist in diesem Jahre um 22 Prozent gesunken. Zur Existenzerhaltung benötigen Landwirte staatliche Hilfe. Symbolbild: Julian Straten

Bereits auf den kürzlich geschossenen Bildern der Raumstation ISS ist zu erkennen, dass die Dürrephase in Deutschland erhebliche Schäden zur Folge hat. Deutschlands Wälder, Wiesen und eben auch die Äcker vertrocknen. Landwirte fordern aus diesem Grunde nun staatliche Hilfen. Es werden beispielsweise in diesem Jahr auf bayrischen Feldern fast elf Prozent weniger Getreide geerntet, so die Experten des Bayerischen Landesamtes für Statistik.

Auch der Vizepräsident des Bayerischen Bauernverbandes, Günther Felßner, äußert sich kritisch am Mittwoch beim Bayerischen Rundfunk (BR) zur momentanen Lage. Er forderte angesichts der nationalen Dürreschäden eine schnelle und unbürokratische Hilfe für die Landwirte, sowie es in Bayern funktionierte.

150 bis 170 Millionen vom Bund finanziert

Noch am selben Tag erklärte Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) in Berlin, dass Landwirte staatliche Nothilfen von bis zu 340 Millionen Euro bekommen. Davon werden 150 bis 170 Millionen vom Bund kommen, der Rest von den Ländern. Zuletzt hatte sich der Bund 2003 wegen einer Dürre an Finanzhilfen beteiligt. Damals zahlte er mit acht betroffenen Ländern insgesamt 80 Millionen Euro aus.

Die diesjährige Trockenheit habe vor allem im Norden und Osten teils schwere Ernteausfälle verursacht. Bundesweit ergebe sich bei Getreide eine Menge von 35,6 Millionen Tonnen und damit ein Minus von 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, teilte der Bauernverband in seiner Bilanz mit. In einigen Regionen lägen Ernteverluste zwischen 50 und 70 Prozent bis hin zu Totalausfällen.