Wie die EU-Kommission jetzt mitteilte, werden die EU-Impfzertifikate im kommenden Jahr nach neun Monaten ihre Gültigkeit verlieren. Die Entscheidung soll ab 1. Februar 2022 in Kraft treten. Ohne Booster-Impfung gilt man dann nicht mehr als vollständig geimpft.

In der Theorie könnten die EU-Länder noch gegen die Entscheidung stimmen, das ist laut eines Kommissionssprechers allerdings unwahrscheinlich. Die Regelung sei mit den EU-Staaten abgestimmt worden und werde auch im jüngsten Gipfelbeschluss erwähnt. Durch diese Regelung soll ein "Flickenteppich" vermieden werden.

Booster-Impfung: Empfehlung nach spätestens sechs Monaten 

Die Booster-Impfung wird spätestens sechs Monate nach der Zweitimpfung empfohlen. Der Impfnachweis soll aber drei Monate darüber hinaus seine Gültigkeit behalten. Damit soll jedem genug Zeit bleiben, um die Corona-Impfung auffrischen zu lassen.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte bereits nach dem EU-Gipfel vergangene Woche angekündigt, dass ihre Behörde zeitnah eine Regelung mit Blick auf den EU-Impfnachweis vorlegen werde. Bereits vor dem Sommer hatten sich die EU-Länder und das EU-Parlament auf die letzten Details der europaweiten Zertifikate geeinigt. Sie werden mittlerweile in zahlreichen Ländern auch außerhalb der EU anerkannt.

Das Zertifikat besteht aus einem QR-Code, der direkt nach der Impfung in Impfzentren und Praxen verteilt wird oder beispielsweise in Apotheken erhältlich ist. Der Code kann beispielsweise mithilfe der CovPass-App auf dem Smartphone dargestellt und ausgelesen werden. Auf Reisen, wird dir somit der Nachweis deiner Impfung erleichtert.