Erndtebrück
Mordversuch

Gullydeckel mit Seilen an Brücke befestigt - Anschlag auf Zug in Deutschland

In Nordrhein-Westfalen haben Unbekannte Gullydeckel an eine Brücke gehängt. Der durchfahrende Zugführer der hessischen Landesbahn konnte sich noch rechtzeitig schützen und wurde daher nur leicht verletzt. Die Polizei spricht von einem "Mordversuch".
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An dieser Eisenbahnbrücke in Nordrhein-Westfalen befestigten Unbekannte Seile, an deren anderem Ende Gullydeckel hingen. Foto: Markus Klümper/dpa
An dieser Eisenbahnbrücke in Nordrhein-Westfalen befestigten Unbekannte Seile, an deren anderem Ende Gullydeckel hingen. Foto: Markus Klümper/dpa

Nach einer als Mordversuch eingestuften Attacke auf einen Zug der Hessischen Landesbahn suchen die Behörden mit Hochdruck nach Hinweisen auf Täter. Das erklärte ein Polizeisprecher am Sonntag(14.04.2019).

Update am 15.04.2019: Keine Hinweise auf Terroranschlag

Im Fall der Gullydeckel-Attacke haben die Ermittler keine Hinweise auf einen Terroranschlag. "Für einen Terroranschlag gibt es nach aktuellem Stand der Ermittlungen keine Hinweise", sagte ein Sprecher der Polizei am Montag.

Die Gullydeckel hatten am Samstag die Frontscheibe des Zuges durchschlagen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in einer gemeinsamen Mitteilung erklärten. Der 49-jährige Zugführer habe "instinktiv richtig" gehandelt, hieß es. Deshalb sei er nur leicht verletzt worden. Polizei und Staatsanwaltschaft sprachen von einem "Mordversuch". Wegen einer geplanten Leerfahrt waren keine Fahrgäste an Bord.

Die Gullydeckel waren laut Polizei auf Höhe der Fahrerkabine an Seilen an einer Brücke auf der Strecke zwischen Bad Berleburg und Erndtebrück (Nordrhein-Westfalen) festgebunden. Die Zugstrecke führt von Bad Berleburg über Siegen nach Altenkirchen in Rheinland-Pfalz.

In der Nacht zum Freitag waren den Angaben zufolge in der Stadt Hilchenbach westlich vom Tatort vier Gullydeckel gestohlen worden. Die Ermittler suchten nach Zeugen des Diebstahls.

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