Laden...
München/Erfurt
Bundesliga

Dürfen Fußball-Fans bald wieder ins Stadion? Innenminister Herrmann macht Hoffnung

Der Ball rollt wieder - doch die Fans müssen draußen bleiben. Doch inmitten der schrittweise gelockerten Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie stellt sich die Frage: Wie lange noch finden Fußball-Spiele ohne Fans statt? Bayerns Innenminister Joachim Herrmann gibt einen erste Einschätzung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Geisterspiele
Noch sind die Ränge im Stadion leer - doch wann dürfen Fußball-Fans zurück ins Stadion? Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images Europe/Pool/dpa

Bayerns Innen- und Sportminister Joachim Herrmann hofft auf eine Rückkehr von Fußballfans in die Stadien ab Herbst. "Es wäre für die Stimmung sicher wünschenswert, wenn zumindest wieder einige Tausend Fans in die Stadien dürften", sagte der CSU-Politiker am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Bei der anstehenden Konferenz der Innenminister in Erfurt und der nächsten Sportministerkonferenz gehe es um die Frage, wie es insgesamt mit dem Fußball weitergehe. Von Mittwoch bis Freitag konferieren die Innenminister von Bund und Ländern in Thüringen.

"Es wird darüber zu sprechen sein, inwieweit wir ab Herbst wieder schrittweise mit großen Abständen wenigstens wieder einige Zuschauer wieder in die Stadien lassen können, natürlich mit 1,5 Meter-Sicherheitsabstand in alle Richtungen", betonte Herrmann. Ob das schon zum Start der neuen Saison möglich sei, könne derzeit noch nicht gesagt werden. Klar sei aber, dass dazu dann auch striktere und strengere Kontrollen gehörten.

Konferenz der Innenminister entscheidet: Dürfen Fans bald wieder ins Stadion?

Im Zuge dessen wird auch die Einführung von personalisierten Tickets diskutiert. Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl regt zuletzt personalisierte Tickets für Zuschauer im Profi-Fußball an, um Täter nach Schmähgesängen besser ermitteln zu können. Die Fan-Organisation "Unsere Kurve" sprach sich gegen diesen Vorschlag aus.

Sprecher Rainer Vollmer befürchtet, dass die Corona-Krise für die Einführung personalisierter Tickets missbraucht werden könne. Auch aus der Ultra-Szene wird die Sorge laut, dass die Situation dazu benutzt wird, um quasi durch die Hintertür diese  Art von Ticket einzuführen und Daten zu sammeln.