• Eindeutige Belege: Impfwirkung lässt nach gewisser Zeit nach
  • Ist eine Dritt-Impfung nötig?
  • Wer sollte einen Antikörpertest machen?
  • Expertin gibt Einschätzung ab

Nach dem sehr schleppendem Impfstart haben viele die Effizienz der neuen Impfstoffe angezweifelt - doch sie wirken. Die Frage ist nur, wie lange? Wie zdf.de mitteilt, gibt es nun eindeutige Belege dafür, dass die Impfwirkung nach einer gewissen Zeit abnimmt. Somit verlieren Geimpfte nach und nach ihren Schutz. Fragen kommen auf, wie sinnvoll ein Antikörpertest wäre, um die eigene Immunisierung nachzuprüfen. 

Wann ist Antikörpertest sinnvoll? Expertin gibt Empfehlung ab

Christine Falk, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, betont, dass ein Antikörpertest nicht unbedingt bei allen Menschen nötig sei. Für Menschen, die nicht besonders alt oder generell gesund sind, sieht sie dafür keine Notwendigkeit. Hier würde man auch nach neun Monaten noch genug Antikörper finden. 

Gefährdeten Menschen und Menschen, die als Risikopatienten gelten, würde sie einen Antikörpertest aber durchaus empfehlen. Diese könnten im Zweifel nicht von einem langen Impferfolg ausgehen. Eine dritte Impfung wäre hier ebenfalls durchaus sinnvoll. 

Durch eine höhere Anzahl von Antikörpern wird ein schwerer Verlauf deutlich unwahrscheinlicher. Auch wird der Schutz vor einer Infektion gesteigert. Trotzdem stehen wenige Antikörper nicht gleichzeitig auch mit weniger Schutz in Verbindung. Denn auch hier finden sich meist die sogenannten T-Zellen, welche auf das Virus reagieren können und den Kampf gegen den Erreger aufnehmen. Diese gelten generell aber so gesehen nur das „Backup“, sprich wie die zweite Abwehrlinie, wenn die Antikörper nicht ausreichen. 

Ist eine Drittimpfung nötig?

Die Zusammenarbeit der T-Zellen mit den Antikörpern könnte laut Falk auch der Grund sein, weswegen Geimpfte und Ungeimpfte nach Symptombeginn ähnliche Antikörper aufweisen. Somit fallen die Reaktionen zu Beginn zwar gleich aus, doch durch das Hinzukommen und das Unterstützen der Antikörper durch die T-Zellen, kann ein Geimpfter seine Viruslast schnell verringern. Während es bei einem Ungeimpften meist nicht der Fall ist. 

Falk beteuert aber, dass nach zweifacher mRNA-Impfung die Impfantwort des Körpers ausreicht. Selbst wenn die Antikörper im Blut irgendwann fallen sollten, bliebe das immunologische Gedächtnis erhalten.