• App-Zwang ab 1. April für DHL-Packstationen
  • QR-Abholcode ändert sich in kurzen Zeitabständen
  • Einmal für die App-Abholung entschieden, gibt es kein Zurück mehr

Schon seit mehreren Jahren können DHL-Kunden Packstationen nutzen, um Bestellungen zu empfangen. An mehr als 9000 Standorten stehen die gelben Kästen deutschlandweit, oftmals in der Nähe von Tankstellen oder Supermärkten. Der große Vorteil der Packstationen: Sie sind rund um die Uhr geöffnet und ermöglichen Kundinnen und Kunden, die oft nicht zu Hause sind, die Pakete flexibel abzuholen.

Neuerung bei DHL: Packstationen bald nur noch per Smartphone-App nutzbar

Bisher war die Entnahme der Sendungen aus der Packstation mit einer Kundenkarte und einem vierstelligen Abholcode möglich, dies wird sich ab 1. April 2022 ändern, wie giga.de berichtet. Ab diesem Zeitpunkt ist die Abholung der Bestellungen an einer Packstation nur noch mit einem neuen, scanbaren Abholcode aus der "Post & DHL"-App möglich.

Bei der App handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Post und DHL. Die Unternehmen wollen die App schrittweise zum Dreh- und Angelpunkt für Kundinnen und Kunden machen. Weiterhin bleibt für Nutzer*innen der Packstationen eine Registrierung bei DHL Pflicht, um diese als Lieferadresse verwenden zu können.

Doch bisher brauchten registrierte DHL-Kunden zur Abholung der Sendungen nur eine Kundennummer bzw. Kundenkarte und einen Abholcode, der oft per Mail oder SMS übermittelt wurde. DHL informiert derzeit die Kundinnen und Kunden, dass die Kundenkarte zukünftig ihre Funktion verliert. Stattdessen funktioniert die Abholung nur noch über die "Post & DHL"-App. Dabei erfüllt die App gleich mehrere Funktionen: Sie informiert die Nutzer*innen, wenn ein Paket für sie angekommen ist. Außerdem generiert die App einen Abholcode, den die Betroffenen nur noch an der Packstation scannen lassen müssen.

Eine Empfangsart ist von App-Zwang ausgeschlossen

Bei dem Abholcode handelt es sich um einen QR-Code. Dieser Code ändert sich in kurzen Zeitabständen. So ist es also nicht mehr möglich, die Mitbewohnerin oder den Freund loszuschicken, um ein Paket für sich abholen zu lassen, wenn ihr nicht euer Smartphone aus der Hand geben wollt. Einzig das Schicken eines Screenshots vom Code, sobald der Abholer direkt vor der Packstation steht, könnte eine Lösung der verzwickten Situation darstellen.

Diese Neuerung könnte für einige Personen eine einfachere und bequemere Nutzung der Packstationen bedeuten. Für andere scheint sie jedoch ein Dorn im Auge zu sein. Menschen ohne Smartphone oder Personen, die sich nicht eine App-Installation aufzwingen lassen wollen, werden von der DHL nicht berücksichtigt. Eine Empfangsart ist von dem App-Zwang ausgeschlossen: Pakete, die nicht direkt an eine Packstation adressiert waren, dorthin aber umgeleitet wurden, können weiterhin mit einer Benachrichtigungskarte abgeholt werden.

Wer sich jedoch einmal für die App entschieden hat, für den gibt es kein Zurück mehr. Ist der Abholcode per Smartphone einmal aktiviert, gibt es keinen mehr per Mail. Das gilt auch schon vor dem 1. April. Wie DHL auf der Website berichtet, werden die Kundinnen und Kunden in den nächsten Wochen auch per E-Mail ganz individuell über die anstehenden Änderungen informiert.

Alternativen zur Packstation bestehen weiterhin

Wer sich nicht die App herunterladen möchte, kann zwar nicht mehr Packstationen zum Empfang von Bestellungen nutzen, jedoch stehen weiterhin andere Möglichkeiten zur Verfügung. So kann alternativ weiterhin auch ohne App ein Wunschort für die Zustellung festgelegt werden oder Pakete direkt in eine Filiale geliefert und abgeholt werden.

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