Bundespräsident Joachim Gauck würdigte den militärischen Widerstand um Claus Schenk Graf von Stauffenberg. «Der 20. Juli erinnert uns an jene Soldaten, die nicht nur Befehl und Gehorsam kannten, sondern letztlich ihrem Gewissen den Vorrang gaben», sagte er bei Vereidigung der Rekruten. Die Widerstandskämpfer hätten aus dieser Erkenntnis Konsequenzen gezogen und Verantwortung übernommen. «Ihr Versuch, Hitlers Regime zu beenden, blieb erfolglos, aber sinnlos war er nicht.»

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) versicherte in Berlin, der 20. Juli wirke in der Bundeswehr fort. «Der mutige Widerstand gegen Diktaturen gehört zum Erbe und zur Tradition der Bundeswehr.» Die Frauen und Männer des Widerstands seien wenige, zu wenige gewesen. «Aber sie kämpften für demokratische Werte: Würde, Recht und Freiheit», sagte de Maizière. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) würdigte die Widerstandskämpfer als Helden. «Das Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 war eine Tat von beispiellosem Mut», sagte er bei einer Feierstunde in der Gedenkstätte Plötzensee.