Wiesbaden

Deutsche trinken weniger Bier: Absatz sinkt auf Rekordtief

Brauereien in Deutschland verkaufen deutlich weniger Bier. Einer aktuellen Statistik zufolge sank der Bierabsatz im vergangenen Jahr auf ein Rekordtief.
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Langfristig leiden die Brauer unter der demografischen Entwicklung und dem Trend zu einem gesunderen Lebensstil. Foto: Sina Schuldt, dpa
Langfristig leiden die Brauer unter der demografischen Entwicklung und dem Trend zu einem gesunderen Lebensstil. Foto: Sina Schuldt, dpa

Die Bierbrauer in Deutschland haben 2019 deutlich weniger Bier verkauft. Der Absatz der Brauereien und Bierlager fiel gemessen am Vorjahr um 1,9 Prozent auf 9,2 Milliarden Liter. Mit mehr als 80 Prozent ging der Löwenanteil in den heimischen Markt, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag (30. Januar 2020) mitteilte.

Auch Biermischungen verkauften sich im vergangenen Jahr schlechter. Der Absatz von Bier mit Limonade, Cola, Fruchtsäften und anderen alkoholfreien Zusätzen sank um 1 Prozent auf 439,5 Millionen Liter. Mischgetränke kamen damit auf knapp 5 Prozent des gesamten Bierabsatzes. Malztrunk, von außerhalb der EU importiertes Bier sowie die zunehmend beliebten alkoholfreien Biere berücksichtigen die Wiesbadener Statistiker nicht.

Trend zu einer gesünderen Lebensweise

2018 hatte die Branche noch von der Fußball-Weltmeisterschaft und einem sehr heißen Sommer profitiert und den Absatz leicht gesteigert. Seit 1993 ist der Bierabsatz um fast ein Fünftel (17,8 Prozent) gefallen. Gründe sind die alternde Bevölkerung und der Trend zu einer gesünderen Lebensweise mit weniger Alkoholkonsum.

"Der deutsche Biermarkt kann sich von der Entwicklung in Europa nicht abkoppeln und folgt einem langfristig leicht rückläufigen Absatztrend", erklärte der Deutsche Brauer-Bund.