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Daniel Küblböck: Sein Kabinen-Nachbar erhebt schwere Vorwürfe gegen die Kreuzfahrt-Crew

Daniel Küblböck ist seit dem 9. September 2018 verschwunden. Auf der AIDAluna ging der Ex-DSDS-Star von Bord. Jetzt gibt sein Kabinen-Nachbar auf der Kreuzfahrt neue Einblicke und erhebt schwere Vorwürfe.
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Der Kabinen-Nachbar von Daniel Küblböck  berichtet von einem besorgniserregenden Verhalten des Ex-DSDS-Stars. Er habe die Crew gewarnt - leider vergebens. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Der Kabinen-Nachbar von Daniel Küblböck berichtet von einem besorgniserregenden Verhalten des Ex-DSDS-Stars. Er habe die Crew gewarnt - leider vergebens. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Update 20.09.2018, 06.33 Uhr: Zimmer-Nachbar von Daniel Küblböck warnte Crew

Noch immer ist rätselhaft, was mit Daniel Küblböck auf der AIDAluna passiert ist. Sebastian Kühner (45) und seine Mutter Evelyn (73) übernachteten in der Kabine neben dem Ex-DSDS-Star. Der 45-Jährige berichtet der "Bild"-Zeitung, wie besorgniserregend sich Küblböck verhalten hat.

Er habe immer wieder gegen die Zimmertüre getreten, Schreie ausgestoßen und Selbstgespräche geführt - manchmal mit männlicher und dann wieder mit weiblicher Stimme. Kühner habe die Crew gewarnt: "Dieser Mann hat ernste psychische Probleme und extreme Stimmungsschwankungen, das sieht nicht gut aus. Der ist depressiv!"

Die Crew habe aber angeblich nicht geholfen. Küblböck sei ein Promi und gut zahlender Gast, habe ihm das Personal gesagt.

 

 

Update 19.09.2018, 13:10 Uhr: Freund verabschiedet sich mit emotionalem Foto auf Instagram

Seit dem Verschwinden von Daniel Küblböck trauern zahlreiche Promis und Freunde von ihm in sozialen Medien. Weggefährte Manuel Pilz hat auf Instagram nun erneut ein emotionales Kuschel-Foto mit Daniel Küblböck hochgeladen. Es zeigt die beiden kuschelnd im Bett, Küblböck gibt ihm einen Kuss auf die Stirn. Die Frage einer Kommentatorin, ob die beiden ein Paar waren, beantwortet er allerdings nicht. Manuel Pilz ist laut seiner Instagram-Biographie Model und Stylist aus Österreich.

 

 

Update 18.09.2018, 15.25 Uhr: Passagiere äußern sich zu Küblböcks Verhalten an Bord

Das Kreuzfahrtschiff AIDAluna hat seine Reise von Hamburg nach New York beendet. Daniel Küblböck ist nicht gemeinsam mit den anderen Passagieren am Zielort angekommen. Noch immer wird spekuliert, wie es zu dem Verschwinden des Sängers kommen konnte. Litt der DSDS-Star an Depressionen, wurde er gemobbt oder war der Sprung in die Labradorsee eine Kurzschlussreaktion?

Mehrere Passagiere haben sich jetzt zum Verhalten des 33-Jährigen an Bord geäußert. Was die anderen Gäste über Daniel Küblböck erzählen, ist im Video zu hören:

 

Update 18.09.2018, 10 Uhr: Nur schemenhaftes Überwachungsvideo

Das Überwachungsvideo, das den Sprung von Daniel Küblböck zeigen soll, wird von den kanadischen Behörden nach wie vor unter Verschluss gehalten. Wegen laufender Ermittlungen wird das Video nicht freigegeben.

Das Magazin Bunte berichtet derweil von einem Video der Überwachungskamera, auf dem lediglich schemenhaft die Geschehnisse zu erkennen sind. Das Magazin schreibt dazu: "Es ist stockdunkel. Wer der Passagier ist, kann nur erahnt werden." Bisher ist noch nicht bekannt, ob die unscharfen Aufnahmen zur Aufklärung des Falls beitragen können.

Update 17.09.2018, 16.50 Uhr: Fake-Profil auf Instagram verärgert Fans

Daniel Küblböck hatte bis kurz vor vor seinem Verschwinden auf Instagram unter dem Profil "rosa_luxem" gepostet, unter anderm Bilder von sich in Frauenkleidern. Sein Profil trug die Beschreibung "Künstlerin | Schauspielerin | Transexuell".

 

 

Nach seinem Verschwinden am 9. September versuchte ein Fake-Profil die Fans Daniel Küblböcks zu verwirren oder an der Nase herumzuführen. Der Nutzer, der sich "r0sa_luxem" nannte, gab an, in einem Internetcafé zu sitzen und habe angeblich örtliche Behörden kontaktiert. Bei dem Account handelte es sich aber wohl um einen schlechten Scherz. Inzwischen ist der Account gelöscht. So lange der Instagram-Account existierte, sorgte er für erboste Reaktionen von Fans des Ex-DSDS-Stars.

Update vom 17.09.2018: So verliefen Daniel Küblböcks letzte Stunden auf der AIDAluna

Medienberichten zufolge, die auf Aussagen von Passagieren der AIDAluna beruhen, besuchte der Ex-DSDS-Star die Anytime-Bar auf Deck 12 und ging um etwa 2 Uhr in der Nacht auf Sonntag in seine Kabine in der 5. Etage zurück. Eine Kabinennachbarin erwähnte gegenüber der Zeitschrift "Bunte", dass sie später seine Stimme gehört habe, wie er geschrien habe, gar mit Selbstmord gedroht. Ein verständigte Steward habe Daniel Küblböck aber nicht mehr in dessen Kabine angetroffen.

Die Schilderungen der Passagiere zum Verhalten Küblböcks während der Fahrt zeichnen das Bild eines Menschen, der immer wieder zwischen überschwänglicher Fröhlichkeit und aggressiver Schroffheit schwankte.

Medien und Freunde des Entertainers spekulieren seit seinem Verschwinden, ob er wirklich in selbstmörderischer Absicht von Bord ging oder ob es sich um einen Unfall handelt. Vor allem die Tatsache, dass Daniel Küblböck offenbar eine geschlechtsangleichende Operation plante, interpretieren viele als Argument gegen Selbstmordabsicht. Daniel Küblböck hatte erst wenige Tage zuvor einen Instagram-Account mit dem Namen "rosa_luxem"angelegt, auf dem er offensichtlich seine Transition dokumentierte und womöglich als Kanal für ein Outing plante.

Update vom 17.09.2018: Aida kann geschäftsfähigen Menschen die Reise nicht verwehren

Nach dem Verschwinden von Ex-TV-Star Daniel Kaiser-Küblböck (33) weist das Rostocker Kreuzfahrtunternehmen Aida Cruises eine Verantwortung für den Vorfall zurück. "Grundsätzlich haben wir als Unternehmen keine juristische Grundlage, Kunden, die in vollem Umfang geschäftsfähig sind, den Antritt einer gebuchten Reise zu verwehren", teilte das Unternehmen am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Aida betonte, dass es ein großes Verständnis für die tiefe Betroffenheit der Angehörigen gebe. "Ihnen gilt unser Mitgefühl in dieser schwierigen Zeit."

 

Aida reagierte damit auf einen Eintrag von Kaiser-Küblböcks Vater Günter auf der Webseite seines Sohnesvon Donnerstag. Darin heißt es: "Wir haben uns durch seine plötzliche Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt hat, große Sorgen gemacht und so habe ich alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern." Schon da sei er auf die Gesetzeslage aufmerksam gemacht worden, nach der es keine Möglichkeit gebe, die Reise auf dem Schiff zu verwehren. Er habe daher schon im Vorfeld die Verantwortlichen des Schiffes darum gebeten, ein besonderes Auge auf Daniel zu haben.

Update vom 16.9.2018: Neues Video soll Daniel Küblböcks letzte Momente zeigen

Nach Daniel Küblböcks mutmaßlichem Sprung vom Kreuzfahrtschiff Aidaluna ist angeblich ein neues Video aufgetaucht, das die letzten Momente des früheren DSDS-Stars an Bord des Schiffes zeigen soll - auch seinen Sprung über die Reling. Die Aufnahmen sollen den kanadischen Polizei vorliegen. Dies berichtet die "Bild am Sonntag". Das Video soll von den Überwachungskameras an Bord der Aidaluna aufgezeichnet worden sein. Zuvor schon waren Videos aufgetaucht, die denOrt des Sprungs zeigten und den Moment zeigten, als der Kapitän das Verschwinden von Daniel Küblböck bekanntgegeben hatte.

Laut dem Bericht will der Vater von Daniel Küblböck die Aufnahmen sehen, jedoch verweigert die kanadische Polizei die Herausgabe. Grund hierfür seien ermittlungstaktische Gründe.

Auf der Website seines Sohnes schrieb Günter Küblböck: "Wir haben uns durch seine plötzliche Wesensveränderung, die sich in den letzten Wochen in vielen Facetten gezeigt hat, große Sorgen gemacht und so habe ich alles daran gesetzt, diese Reise zu verhindern."

Update vom 15.9.2018: Verbale Gewalt gegen Daniel Küblböck

Sechs Tage nach dem Verschwinden von Daniel Küblböck hat sich Olivia Jones geäußert. Die Dragqueen berichtete dem Radiosender FFH von verbalen Attacken gegen den ehemaligen DSDS-Star. Fußgänger hätten Daniel Küblböck teils heftig verbal attackiert: "Da haben unbeteiligte Passanten richtig heftige Sachen zu ihm gesagt", so Jones.

Olivia Jones bestätigt auch Mobbingvorfälle: Küblböck habe Jones gegenüber von Mobbing an seiner Schauspielschule berichtet.

Update vom 15.9.2018, 15 Uhr: Das sagen die anderen Aida-Passagiere über Daniel Küblböck

Gegenüber mehreren Medien wie der Zeitung TZ und dem Fernsehsender RTL sagten Passagiere der AIDAluna aus, wie sie den vermissten Daniel Küblböck erlebt haben. Eine Frau erzählte RTL, dass sie den ehemaligen DSDS-Star als ruhig und nicht überdreht wahrgenommen habe. Er sei ihr in Frauenkleidern begegnet - so sei er aber die ganze Fahrt über gekleidet gewesen.

Wie RTL und TZ (siehe Video) übereinstimmend berichten, hat Daniel Küblböck während der Aida-Kreuzfahrt abgestritten, Daniel Küblböck zu sein. Ob er nicht erkannt werden wollte oder ob dies mit seiner neuen Identität zu tun hatte, ist nicht bekant.

 

 

 

Update vom 14.09.2018, 18.40 Uhr: Kreuzfahrt-Passagier der AIDA macht Video - hier verliert sich die Spur nach Daniel Küblböck

Was ist mit Daniel Küblböck passiert? Jetzt ist ein Video eines AIDA-Passagiers aufgetaucht, das den Ort der Tragödie zeigt.

Update vom 14. September 2018, 07:20 Uhr: Vater von Daniel Küblböck äußert sich zu den Spekulationen - Selbstmord zu "hundert Prozent ausschließen"

Fünf Tage nach dem Verschwinden von Ex-DSDS-Star, Daniel Küblböck, vom Bord eines Kreuzfahrtschiffes hat sich seine Familie zu Wort gemeldet. Auf der Homepage des Sängers will die Familie mit "ein paar Spekulationen aufräumen". Entgegen aller Gerüchte sei Küblböck alleine und ohne Begleitung an Bord der AIDAluna gegangen. Er habe diese Reise alleine machen wollen.

 

Vater Günther Küblböck sagt wörtlich:"Daniel war nicht depressiv, aber er hatte seit kurzem psychische Probleme, die man wohl am Besten mit einer Art Psychose beschreiben kann. Ich kann für mich zu hundert Prozent ausschließen, dass Daniel einen Selbstmord geplant oder vor hatte sein Leben zu beenden. Dies kann er nur in einem Ausnahmezustand getan haben, ohne sich wirklich im Klaren darüber zu sein, was er tut und welche Folgen das haben wird."

 

Update vom 13. September 2018, 15:21 Uhr: Küblböck auf Kreuzfahrtschiff brutal ausgebuht

Zu Daniel Küblböcks tragischem Verschwinden vom Kreuzfahrtschiff Aidaluna vor der Küste Neufundlands kommen immer mehr traurige Details ans Licht. So soll der ehemalige DSDS-Star, der an Bord Frauenkleider getragen haben und durch aggressives Verhalten aufgefallen sein soll, kurz vor seinem mutmaßlichen Suizid bei einem Karaoke-Abend an Bord aufgetreten sein - mit niederschmetterndem Ergebnis. Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf einen RTL-Beitrag.

 

Bei seinem Auftritt habe Daniel Küblböck einen seiner alten Songs gesungen. Daraufhin hätten einige Passagiere den Sänger "übel ausgebuht". Wie Küblböck auf die Anfeindungen reagierte, ist nicht bekannt. Es heißt jedoch, der Sänger könnte schon zuvor an Depressionen gelitten haben. Der Vorsitzende von Küblböcks Schauspielschule ETI in Berlin, Robert Mau, sagte gegenüber der "Bild"-Zeitung, Küblböck sei öfter betrunken zur Schule gekommen, aggressiv und unzuverlässig gewesen. Er habe ihm mehrfach zu einer Therapie geraten.

Die Crew der Aidaluna hatte ihm die "Notfallkabine" zugewiesen. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Kabine an Bord des Kreuzfahrtschiffs, die direkt neben den Räumlichkeiten der Crew angesiedelt ist.

 

 

Update vom 13. September 2018, 11:35 Uhr: Alexander Klaws begründet Verzicht auf Abschiedsbotschaft und kritisiert Hater auf Facebook

Nachdem sich nahezu alle Teilnehmer der ersten DSDS-Staffel am bewegenden Abschiedsbrief an Daniel Küblböck beteiligten, meldet sich nun ein damaliger Protagonist zu Wort, der nicht unter den Briefunterzeichnern war: Alexander Klaws, der die Premiere von "Deutschland sucht den Superstar" im Jahr 2003 gewonnen hatte. Auf Facebook begründete Klaws, der inzwischen als Musicaldarsteller und Schauspieler erfolgreich ist, warum er bei der Abschiedsbotschaft nicht mitmachte.

Alexander Klaws: "Es hätte sich einfach heuchlerisch angefühlt"

"Dass ich das tolle, sehr bewegende Schreiben meiner DSDS-Kollegen nicht unterzeichnet habe, hat folgenden bestimmten Grund. Das heißt nicht, dass ich anderer Meinung bin oder mir die Situation, die Daniel für sich gewählt hat, egal wäre. (Schon traurig, dass man dass überhaupt erwähnen muss!) Es hat sich einfach heuchlerisch angefühlt, Teil einer Sammel-Nachricht zu sein über jemanden, mit dem man seit 14/15 Jahren keinerlei Kontakt hatte", ist in einem Post von Klaws zu lesen.

Der 35-Jährige kritisiert zudem die "hirnlose Möchtegern-Polizei". Es gebe "heutzutage auch ohne Facebook noch die Möglichkeit, an dem Schicksal eines Menschen teilzuhaben, ohne alle Welt gleich darüber zu informieren. Als Arschloch betitelt zu werden, nur weil für euch Clowns die Welt ohne Facebook nicht existiert, ist schlichtweg abartig!"

Update vom 11. September 2018, 19:25 Uhr: Exklusive Aufnahmen vom Kreuzfahrtschiff aufgetaucht

Hoffnung auf eine Rettung von Daniel Küblböck gibt es kaum noch. Schon am Montag hatte die kanadische Küstenwache die Suche nach dem in der Labrador See vermissten Sänger eingestellt. Nun sind exklusive Video-Aufnahmen von dem Kreuzfahrtschiff Aidaluna aufgetaucht. Zu hören ist dort eine Durchsage des Kapitäns, der die Passagiere über das Verschwinden eines Passagiers - mutmaßlich Daniel Küblböck - informiert.

Verschollen: Wird Daniel Küblböck für tot erklärt?

Wann Küblböck für tot erklärt wird, ist offen. Geht jemand über Bord eines Schiffes und wird vermisst, kann ein Gericht auf Antrag den Tod erklären oder die Todeszeit feststellen. Dies regelt das Verschollenheitsgesetz. Das Gesetz sieht für eine Todeserklärung unterschiedliche Fristen vor, die verstrichen sein müssen. Als verschollen gilt jemand, von dem es seit längerer Zeit kein Lebenszeichen gibt und ernstliche Zweifel an seinem Fortleben bestehen. Allgemein kann jemand für tot erklärt werden, wenn er seit zehn Jahren als verschollen gilt. Wenn Menschen bei einer Fahrt auf See verschwinden - bei einem Schiffsuntergang oder durch einen Sturz vom Schiff - dann gilt eine kürzere Frist von sechs Monaten.

Update vom 11. September 2018, 12:47 Uhr: So emotional nehmen sieben DSDS-Wegbegleiter Abschied von Daniel Küblböck

Mit einer emotionalen Botschaft nehmen sieben "DSDS"-Wegbegleiter Abschied von Ex-TV-Star Daniel Kaiser-Küblböck (33). "Mit großer Bestürzung hat jeder einzelne von uns die traurigen Nachrichten der vergangenen Tage über Dich verfolgt! Es tut uns unendlich leid, auf diese Weise zu erfahren, welche grausame Traurigkeit Dich die letzten Monate umgeben haben muss", schreiben Küblböcks Mitstreiter aus der ersten Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" in einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

"Was wir sehen und kennenlernen durften, war ein Mensch mit unglaublich vielen Facetten, einem riesigen unvoreingenommenem Herzen aber auch einer sehr zerbrechlichen Seele!" In der ersten Ausgabe von "DSDS" hatte Küblböck im Jahr 2003 den dritten Platz belegt.

Am Montag hatte die kanadische Küstenwache die Suche nach dem in der Labrador See vermissten Sänger eingestellt. Insgesamt vier Schiffe und zwei Flugzeuge suchten zusammen 80 Stunden lang - wegen der kurzen Überlebenszeit in dem kalten Wasser habe man die Suche schließlich gestoppt. Der Sänger ging nach Angaben des Anbieters Aida Cruises bei einer Kreuzfahrt von Hamburg nach New York am Sonntag vor Neufundland über Bord, Suizidabsicht gilt als wahrscheinlich.

Abschied von Küblböck: "Auch Clowns weinen!"

Unterschrieben ist das gemeinsame Statement von den sieben "DSDS"-Teilnehmern Juliette Schoppmann, Stephanie Bauckmayer, Andrea Josten, Daniel Lopes, Vanessa Struhler, Nektarios Bamiatzis und Gracia Baur. "Manche Menschen, die Dich nicht kannten und vor allem nicht "erkannten", empfanden Dich möglicherweise als Clown. Jedoch auch Clowns weinen! Und die sehr guten Clowns besitzen die Fähigkeit, ihre Tränen vor den Menschen zu verbergen, denen sie sie nicht zeigen wollen!", heißt es in der Botschaft.

Trotzdem habe Küblböck es geschafft, alle mit seiner positiven Energie anzustecken. "Wo immer Dich Deine Reise auch hinführt: Du wirst in unseren Herzen weiter leben! Danke, dass wir einen Teil Deines Weges mit Dir gehen durften!"

Auch TV-Satiriker Oliver Kalkofe meldete sich zu Wort: Küblböcks Suizid stimme ihn "unendlich traurig", und wenn er "die unglaublich vielen dummen, abartigen und emotionslosen Witze lese", werde er wütend. Auch er habe oft über ihn gespottet. "Jedoch nicht über ihn als Person, sondern nur über seine Aktionen und Auftritte - wo er natürlich auch bewusst zu solchen Reaktionen provozierte. Und glücklicherweise gehörte er zu den Menschen, die auch selbst über sich lachen konnten." Küblböck habe zu den Menschen gehört, "die bunt und anders sind, die ihr Publikum begeistern und auch nerven können. (...) Lebewohl, Daniel, Du warst ein lustiger Verrückter, der diese Welt zumindest bunter und vielfältiger gemacht hat."

Update vom 11. September 2018, 10:47 Uhr: Carsten Spengemann glaubt nicht, dass Daniel Küblböck vom Kreuzfahrtschiff gesprungen ist

Nach dem Sprung Daniel Küblböcks vom 5. Deck des Kreuzfahrtschiffs Aidaluna in den Atlantik wurde die Suche nach dem Vermissten am Dienstag eingestellt. Nach Dieter Bohlen äußerte sich auch Ex-DSDS-Moderator Carsten Spengemann zu der mutmaßlichen Verzweiflungstat. In einem Interview mit "t-online" sagte Spengemann, er glaube nicht, dass Daniel Küblböck freiwillig gesprungen sei. Als Begründung führte er an, dass Daniel doch zuletzt "die Kurve bekommen" und bei allem, was er mache, vollen Einsatz und Herzblut gezeigt habe.

"Vielleicht ist er ausgerutscht und über Bord gegangen", so Spengemann weiter. Auf Kreuzfahrtschiffen sei so etwas schließlich schon öfter vorgekommen. Er lobte Küblböck als jemanden, der sein Herz auf der Zunge trug "und immer ein offenes Ohr für andere Menschen hatte".

Wird Daniel Küblböck nicht gefunden, so kann er frühestens nach sechs Monaten für tot erklärt werden. Geregelt ist das im "Verschollenheitsgesetz". Als verschollen gilt jemand, von dem es über einen längeren Zeitraum hinweg kein Lebenszeichen gab und dessen Tod als wahrscheinlich anzunehmen ist. Jemand kann für tot erklärt werden, wenn er zehn Jahre lang verschollen ist. Auf See, beispielsweise bei einem Schiffsuntergang oder dem Verschwinden von einem Kreuzfahrtschiff, gilt jedoch die deutlich kürzere Frist von sechs Monaten.

Hinweis der Redaktion:Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichen Sie unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") finden Sie zudem weitere Informationen und Hilfsangebote.

Update vom 11. September 2018, 09:13 Uhr: Küblböcks Familie hofft auf "ein großes Wunder"

Die Familie des im Atlantik vermissten Daniel Kaiser-Küblböck gibt die Hoffnung nicht auf: "Wir denken mit all unserer Kraft und Liebe an Daniel und hoffen auf ein großes Wunder", heißt es in einer Stellungnahme, die Angehörige und enge Freunde auf der Internet-Seite des 33-Jährigen veröffentlichten. Seit Sonntag suchte die kanadische Küstenwache nach Küblböck, der nach Angaben des Reiseveranstalters Aida Cruises von einem Kreuzfahrtschiff über Bord gegangen war.

Ab Dienstag wurde die Suche vorerst eingestellt, die Schiffe würden aber weiterhin Ausschau halten, heißt es in der Mitteilung auf der Website weiter. Im Übrigen bitte man darum, auf Spekulationen rund um das Verschwinden Küblböcks zu verzichten und der Familie Ruhe zu gewähren. "Wir, die Familie, Angehörige und enge Freunde, sind tief bestürzt und haben derzeit keine Kraft die Vorfälle zu kommentieren."

Küblböcks Berliner Schauspielschule weist Mobbing-Vorwürfe zurück

Die Berliner Schauspielschule, die Küblböck bis zuletzt besucht hatte, wies am Montag Mobbing-Vorwürfe zurück. "Die Behauptung über Mobbing an unserer Schule weisen wir strikt zurück", hieß es in einer Erklärung der ETI Schauspielschule Berlin des Vereins Europäisches Theaterinstitut. "Wir sind zutiefst bestürzt und geschockt über das Verschwinden unseres Schülers Daniel Kaiser-Küblböck." In Gedanken sei man bei der Familie, den Freunden und Fans. Ein angeblich von Küblböck verfasster Netz-Eintrag, in dem von monatelangem Mobbing an der Schauspielschule die Rede ist, kursierte im Internet. Einer Dozentin wird darin vorgeworfen , nichts dagegen getan zu haben.