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Daniel Küblböck: Gestörte Persönlichkeit nach Schädelbruch?

Schon über ein halbes Jahr ist es her, dass Daniel Küblböck von einem Kreuzfahrtschiff verschwunden ist. Er soll von Bord der AIDA gesprungen sein. Zu diesem Zeitpunkt soll Daniel seine Persönlichkeit stark verändert haben. Nun soll sein Geheimnis von seinem Vater Günther gelüftet worden sein: Daniel hatte einen Schädelbruch.
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Noch immer ist nicht klar, was genau mit Sänger Daniel Küblböck passiert ist. Doch nun gibt es Hinweise darauf, dass Küblböck unter einer schizophrenen Psychose litt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Daniel Küblböck, ehemaliger DSDS-Star, sprang vor rund sechs Monaten von einem Kreuzfahrtschiff in den Atlantik. In einem Interview offenbarte Vater Günther Küblböck nun Daniels Schädelbruch. Dieser habe seinen Sohn verändert. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Was sind die aktuellen Entwicklungen im Fall Daniel Küblböck? Wir haben den aktuellen Stand rund um das Verschwinden des Ex-DSDS-Stars: 

  • Sechs Monate nach dem Verschwinden des DSDS-Stars berichtet Daniels Vater Günther von einem Schädelbruch, den Daniel sich auf Mallorca zugezogen hat.
  • Der Schädelbruch habe Daniel verändert.
  • Daniel Küblböcks Vater will ihn für tot erklären lassen.
  • Daniel Küblböck ist wohl wirklich von der AIDA gesprungen.
  • In dem Video ist eine Person zu sehen, die "zielstrebig" von Bord springt.
  • Vor dem Sprung soll Küblböck eine ernste Diagnose bekommen haben.
  • Küblböck suchte am Unglückstag offenbar ärztliche Hilfe. Sein Vater kritisiert den Umgang der Behörden mit dem Thema.

Update vom 12.03.2019, 16 Uhr: Daniel Küblböck hatte einen Schädelbruch

Vor sechs Monaten sprang DSDS-Star Daniel Küblböck von einem AIDA Kreuzfahrtschiff in den Atlantik. Seitdem gilt er als vermisst, sein Vater will ihn für tot erklären lassen. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung verrät Günther Küblböck nun ein großes Geheimnis, das bislang weder er selbst noch sein Sohn an die Öffentlichkeit getragen hatten: Demnach hat sich Daniel vor einigen Jahren auf Mallorca einen Schädelbruch zugezogen. Und: Der Schädelbruch habe Daniel massiv verändert.

Offenbar war Daniel während seines Mallorca-Urlaubs in einen Streit geraten, der eskalierte: "Daniel war vor ein paar Jahren auf Mallorca in eine Streiterei verwickelt worden", so Günther Küblböck im Interview. "Da hat er scheinbar was über den Kopf geschlagen bekommen. Es hat sich herausgestellt, dass er einen Schädelbruch hatte. Das wurde dann auch operiert, aber es ist gut verlaufen.“

Daniel rief nachts an, sprach verwirrt

Doch der Schädelbruch habe Daniel verändert. Er sei danach ein anderer gewesen, so Günther Küblböck: „Es war nur so, dass er danach sporadisch nachts anrief und verwirrt sprach. Ich dachte, er hätte vielleicht was getrunken. Danach war er auch wieder normal.“ In den letzten Monaten jedoch hätten sich diese Momente gehäuft. „Er hat viele verwirrende Sachen geredet. Auch mit der Frauenrolle, die plötzlich aufkam. Vielleicht hat es einen Einfluss gehabt mit der Schädelverletzung, aber es ist nichts zu beweisen. Das ist eine Vermutung, die man anstellt.“

Welchen Einfluss der Schädelbruch, möglicherweise auch die vorangegangene Streiterei, tatsächlich auf Daniel Küblböcks Persönlichkeit hatte, wird nie abschließend geklärt werden. Klar wird aus dem Interview lediglich, dass Daniels Vater auch sechs Monate später noch verzweifelt nach einer Erklärung für den tragischen Selbstmord seines Sohnes sucht - nach etwas, das das Unbegreifliche begreifbar macht.

Wird Daniel Küblböck jetzt für tot erklärt?

Am 9. März sind genau sechs Monate seit dem Vorfall auf dem Kreuzfahrtschiff AIDAluna vergangen: Laut Gesetz kann Daniel Küblböck seit Samstag für tot erklärt werden.

Küblböck als Kapitän: Woher kommen die kuriosen Bilder?

In einem Tweet des TV-Kritikers und "fernsehschaffenden Internetnutzers" Philipp Walulis ist Daniel Küblböck als Kapitän zu sehen - in einem roten Schlauchboot. Zu finden sind die Bilder in der Fotodatenbank imago, die überwiegend zu redaktionellen Zwecken genutzt wird.

Walulis schreibt: "Da sucht man in bekannten Fotodatenbanken nach Bildern von Daniel Küblböck und die ersten Ergebnisse sind das:" und postet eine Collage aus mehreren Bildern. Darauf sieht man den echten Daniel Küblböck mit Bart und Kapitänsmütze, zum Teil in einem Schlauchboot sitzend, zum Teil mit einem Rettungsring posierend.

Die Bilder sind echt, meldet TV Movie: Sie seien, so die Fernsehzeitschrift, im Rahmen einer ARD-Dokumentation im Jahr 2016 entstanden. Darin spielte Küblböck sich selbst. Titel: "Verrückt nach Fluss". Man könne die Bilder noch heute bei imago kaufen, schreibt das Portal weiter.

Nach Drama um Daniel Küblböck: Wieder verschwindet ein Sänger von einem Kreuzfahrtschiff

Ein britischer Sänger ist in der Karibik von einem Kreuzfahrtschiff der Gesellschaft "Royal Caribbean" verschwunden. Zuletzt wurde der 20-jährige Sänger und Tänzer, er i Musical "Harmony of the Seas" auftrat, an Weihnachten auf Deck 5 des Schiffes gesehen. 

Die Suche blieb bisher erfolglos. Der Fall erinnert an den des verschwundenen DSDS-Stars Daniel Küblböck, der am 9. September im Atlantik von Bord des Kreuzfahrtschiffs AIDAluna verschwand. Es wird angenommen, dass er dabei starb.

Update 03.12.2018: Vater Günther Küblböck erhebt schwere Vorwürfe

Der Vater von Daniel Küblböck, Günther Küblböck, hat im Fernsehen schwere Vorwürfe gegen den Staat erhoben: "Das Schicksal von Daniel hätte verhindert werden können", sagte er am Sonntagabend bei Günther Jauchs Sendung "2018! Menschen, Bilder, Emotionen" auf RTL.

Demnach habe er sich im Vorfeld der Kreuzfahrt mehrmals an die Behörden gewendet. Auch die Mitarbeiter des Kreuzfahrtschiffes habe er kontaktiert und über den Zustand seines Sohnes informiert. Doch passiert sei nichts. "Man fühlt sich nicht nur machtlos. Man ist machtlos", sagte er im Fernsehen.

Update 01.12.2018: Litt Daniel Küblböck an einer schizophrenen Psychose?

Daniel Küblböck soll wenige Wochen vor seinem mutmaßlich tödlichen Sprung von dem Kreuzfahrtschiff Aidaluna eine schlimme Diagnose eines Arztes erhalten haben. Er leide "wahrscheinlich an einer akuten Episode einer schizophrenen Psychose", diagnostizierte ein Neurologe in Palma de Mallorca am 16. August 2018 - also etwa drei Wochen vor dem Vorfall auf dem Kreuzfahrtschiff. Das berichtet der "Spiegel". Außerdem soll Küblböck seit einiger Zeit an Panikattacken und Angstzuständen gelitten haben.

Womöglich hatte Küblböck am Tag des Unfalls (9. September 2018) eben eine solche Attacke. Laut Spiegel-Bericht soll der Sänger am frühen Morgen versucht haben, ins Schiffshospital zu kommen. Er benötigte offenbar ärztliche Hilfe, weil er sich an einer zerbrochenen Flasche geschnitten hatten. Als man ihm erklärte, dass das Schiffshospital geschlossen sei, soll der Ex-DSDS-Star wütend gworden sein. Er habe dreimal Alarm ausgelöst, sei am Außendeck 5 auf eine Reling gestiegen und gegen fünf Uhr morgens schließlich gesprungen.

 

 

Update 16.11.2018: Ermittlungen im Fall Küblböck gehen weiter

Der 33-jährige Daniel Küblböck war nach Angaben des Reiseanbieters Aida Cruises Anfang September während einer Kreuzfahrt vor Neufundland über Bord gegangen. Die Ermittler gingen anschließend von einem Suizid aus.

Wann der Fall abgeschlossen werden könne, sei noch unklar, sagte Oberstaatsanwalt Walter Feiler am Freitag. Offiziell gilt der Musiker als vermisst. Die Passauer Staatsanwaltschaft ist zuständig, weil Küblböck dort zuletzt seinen Hauptwohnsitz hatte.

Die Polizei habe über die internationale Polizeiorganisation Interpol die Unterlagen der kanadischen Ermittler angefordert. Sobald diese vorlägen, könnten sie zusammen mit den Untersuchungsergebnissen der Passauer Staatsanwaltschaft abgeschlossen werden.

 

Update 15.11.2018: Oberstaatsanwalt äußert sich zu Überwachungsvideo

Gegenüber der Zeitung TZ hat sich die Staatsanwaltschaft Passau geäußert: Auf dem Überwachungsvideo, das aus der Nacht des Verschwindens von Daniel Küblböck stammt, ist zu sehen, wie eine Person ins Wasser springt. Bei der Staatsanwaltschaft ist man sich unter Vorbehalt recht sicher, dass es sich bei der Person um den Sänger handelt.

Auch die Uhrzeit des Videos passt zum Verschwinden von Daniel Küblböck von der AIDA. Genau ist es aber nicht zu erkennen - die Qualität des Videos sei nicht sehr gut: "Es ist schwarz-weiß und relativ undeutlich", so Walter Feiler, Oberstaatsanwalt und Sprecher der Staatsanwaltschaft Passau.

Die Staatsanwaltschaft prüfe, ob Fremdeinwirkung vorliege. "Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Wir warten noch auf den offiziellen Bericht der kanadischen Behörden", so der Oberstaatsanwalt.

 

Update am 06.11.2018: Neues Video soll Sprung von Daniel Küblböck zeigen

Neue Aufregung im Fall von Daniel Küblböck: Noch immer ist nicht klar, ob und wenn aus welchen Gründen der Ex-DSDS-Star von einem Kreuzfahrtschiff gesprungen ist. Nun gibt es einen neuen Anhaltspunkt, der einen Sprung von Bord der AidaLuna wahrscheinlicher macht.

Vater Günther Küblböck berichtet der Zeitschrift "Bunte", dass es ein Video einer Überwachungskamera geben soll, welches in besagter Nacht aufgenommen wurde. Auf dem Video soll zusehen sein, wie eine Person von der Reling des Schiffs ins Wasser springt. "Der Einzige, der auf dem Schiff fehlt, ist Daniel", erklärt Günther Küblböck. "Deshalb gehen wir davon aus, dass er es ist."

Das Video soll der Polizei in Passau vorliegen, aber derart unscharf sein, dass nicht genau festgestellt werden kann, welche Person von der Reling springt.

Update 30.10.2018: Günther Küblböck spricht über Trauer und Hilflosigkeit

Gegenüber der Zeitschrift "Bunte" hat sich Günther Küblböck, Vater des verschwundenen Ex-DSDS-Stars Daniel Küblböck geäußert. In dem Interview äußert er schwere Vorwürfe, unter anderem gegen die Schauspielschule in Berlin, die Daniel besuchte. Das Stück, das für seinen Abschluss ausgesucht worden sei - "Unschuld: Das Leben auf der Praça Roosevelt" - sei ein aus Günther Küblböcks Sicht "krankes Stück" und habe Daniel verändert. In dem Stück geht es um eine kleine Gesellschaft von "Verzweifelten und Verstrickten" am Rand der Gesellschaft. Daniel Küblböck spielte in dem Stück einen Transvestiten.

Das Gefühl, dass etwas mit seinem Sohn nicht stimme, habe Günther Küblböck auch den Behörden mitgeteilt, aber weder Betreuungsgericht, noch Polizei oder Gesundheits- und Ordnungsamt hätten helfen können oder wollen. Man habe ihm gesagt, Menschen ohne Zustimmung zu therapieren sei nicht möglich. In der Ansicht des Vaters von Daniel Küblböck sei dieses Verhalten "unterlassene Hilfeleistung".

Einen Grabstein werde es nicht geben - ein Grab ohne die Person, um die es geht, wolle die Familie nicht. Eine Abschiedsfeier gebe es wenn, dann nur im engsten Kreis, so Günther Küblböck.

 

Update am 16.10.2018: Kanadische Polizei überrascht mit besonderem Detail bei der Aufklärung des Verschwindens von Daniel Küblböck

Seit dem Abbruch der Suchaktion kurz nach dem Verschwinden von Daniel Küblböck ist nicht mehr die Küstenwache, sondern die kanadische Polizei RCMP (Royal Canadian Mounted Police) für den Fall zuständig. Diese hatte sich zuletzt am 13. September zu dem Fall geäußert.

Auf Nachfrage der "tz" erklärt die Polizei jetzt wörtlich übersetzt: "Es werden keine Ermittlungen hinsichtlich eines möglichen Fremdverschuldens oder Kriminalfalls weiterverfolgt." Außerdem ergänzte Glenda A. Power von der Polizeibehörde: "Ich kann außerdem mitteilen, dass ein RCMP-Ermittler auf das Schiff gegangen ist, um Untersuchungen anzustellen, Beweismittel zu sammeln und so weiter." Dies sei bereits in der Nacht zum 10. September geschehen.

Überraschend ist allerdings was Power daraufhin äußerte: "Bitte beachten Sie, dass wir Vermisstenfälle 99 Jahre lang geöffnet halten müssen oder bis das Alter der vermissten Person 107 Jahre erreicht." Es sind auch keine weiteren Verlautbarungen der Polizei zu erwarten: "Ohne dass weitere Beweise dazukommen und in Abwesenheit des Körpers von Herrn Küblböck, erwarten wir keine kommenden Updates."

Der Vermisstenfall von Daniel Küblböck bleibt also bis zum 27. August 2092 geöffnet, sollte sich in der Zwischenzeit nichts Neues ergeben. Dann nämlich würde Küblböck das Alter von 107 Jahren erreichen.

 



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