Es gebe von allen Seiten in der zuständigen Arbeitsgruppe eine «ganze Menge Fragen», über die Ausgestaltung des von der CSU angestrebten Modells, sagte SPD-Verhandlungsführer Florian Pronold am Freitag in Berlin. Führende CDU-Politiker hoben ebenfalls offene Punkte hervor. Klärungsbedarf besteht unter anderem beim zentralen Aspekt, dass es keine Mehrbelastungen für deutsche Autofahrer geben soll. Am Dienstag soll die Arbeitsgruppe weiter über das Reizthema beraten.

Pronold sagte, Grundfragen müssten «sehr detailliert geklärt» werden, etwa «die Belastungswirkung auch auf den einzelnen deutschen Autofahrer». Die CSU schlägt eine Vignette für alle Autos vor, wobei Inländer einen Ausgleich über eine geringere Kfz-Steuer bekommen. Offen ist, ob dies in voller Höhe des Vignettenpreises möglich wäre, da EU-Recht eine Benachteiligung wegen der Nationalität verbietet.