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Franken
Corona-Krise

So viele Krankschreibungen gab es seit 20 Jahren nicht

In der Corona-Krise gibt es den höchsten Krankenstand seit 20 Jahren. Die Gesetzlichen Krankenkassen müssen mit deutlich weniger Einnahmen als sonst auskommen.
 
Finanzielles Rettungsnetz- Bei langen Krankheiten zahlt die Kasse
Durch die Corona-Krise ist die Zahl der Krankgeschriebenen auf einem Rekordwert. Symbolfoto: Franziska Koark/dpa

Im März 2020 hat die "Techniker Krankenkasse" den höchsten Krankenstand seit 20 Jahren verzeichnet. Das geht aus einem Bericht der Funke Mediengruppe, der die Auswertung vorliegt, hervor. 6,84 Prozent betrug der Anteil krankgeschriebener Beschäftigter demnach im März in Deutschland. 

Im kompletten Jahr 2019 lag der Höchststand an Krankschreibungen bei 5,30 Prozent. Die "TK" sieht insbesondere Erkältungskrankheiten als Grund dafür. Hinzu kämen zahlreiche präventive Krankmeldungen, vermutet "TK"-Chef Jens Baas. Der "Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen" bestätigte die Angaben der Krankenkasse Anfang Mai: Der Krankenstand sei während der Corona-Krise stark angestiegen. 

Corona-Krise: Weniger Geld für Krankenkassen

Aufgrund der anhaltenden Corona-Krise erwarten die Gesetzlichen Krankenkassen fehlende Einnahmen in Milliardenhöhe. Mit 4,8 Milliarden Euro, die den Kassen fehlen, sei zu rechnen, sagte zuletzt Ulrike Elsner, Vorstandsvorsitzende des Ersatzkassenverbandes "VDEK", gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Gründe, weshalb die Einnahmen derart sinken, seien unter anderem die gestiegene Arbeitslosigkeit und die Kurzarbeit. Zudem käme die Aufstockung der Intensivbetten und die Kostenübernahme für symptomunabhängige "Sars-CoV-2"-Tests hinzu. 

tu