Im Zuge der Bundestagswahl wird zunächst ein vorläufiges und danach ein endgültiges Wahlergebnis ermittelt. Verschiedene Instanzen sind in diesem Prozess involviert.

Auf der Webseite des Bundeswahlleiters wird vorgestellt, wie die Ermittlung des Ergebnisses Schritt für Schritt abläuft. 

So läuft die Ermittlung des vorläufigen Wahlergebnisses ab:

  • Nach Abschluss der Wahl werden in den Wahllokalen die Stimmzettel ausgezählt und damit die Wahlergebnisse der einzelnen Wahlbezirke ermittelt.
    Die Wahlvorstände sind dafür zuständig, diese Zahlen festzustellen.
  • Wenn die Zahlen ermittelt sind und das Wahlergebnis in einem Wahlbezirk feststeht, gibt der Wahlvorstand das Ergebnis an die Gemeindebehörde weiter.

  • Die Gemeindehörde fasst die Wahlergebnisse der einzelnen Wahlbezirke zusammen und teilt das Ergebnis wiederum der Kreiswahlleitung mit.
  • Die Kreiswahlleitung ist dann dafür zuständig, die einzelnen Ergebnisse zusammenzufassen und damit ein vorläufiges Ergebnis für den Wahlkreis zu ermitteln. Sie bezieht dabei auch die Ergebnisse der Briefwahl mit ein. Die Daten werden so schnell wie möglich der Landeswahlleitung übergeben. Es wird in diesem Stadium auch bereits angegeben, welcher Bewerber*innen als gewählt gelten kann.

  • Die Landeswahlleitung ist dafür zuständig, dem Bundeswahlleiter die Wahlkreisergebnisse weiterzugeben. Zusätzlich dazu ermittelt die Landeswahlleitung das vorläufige zahlenmäßige Wahlergebnis im Land. Das leitet sie auch an den Bundeswahlleiter weiter.
  • Im letzten Schritt ermittelt der Bundeswahlleiter das vorläufige Ergebnis im gesamten Wahlgebiet der Bundesrepublik Deutschland und gibt es bekannt. Damit ist der letzte Schritt zur Ermittlung des vorläufigen Wahlergebnisses getan.

So geht es anschließend mit der Ermittlung des endgültigen Wahlergebnisses weiter:

  • Im Wahlvorstand gibt es Schriftführende. Sie haben die Aufgabe, eine Wahlniederschrift anzufertigen. Darin werden alle Schritte der Auszählung bis hin zur Feststellung des Wahlergebnisses festgehalten. Die Niederschrift wird von allen Mitgliedern des Wahlvorstandes genehmigt und unterschrieben.  Danach wird sie der Gemeindebehörde übergeben.

  • Die Gemeindebehörde sammelt die Wahlniederschriften der einzelnen Wahlbezirke und leitet sie an die Kreiswahlleitung weiter.
  • Die Kreiswahlleitung prüft die Niederschriften und legt die Ergebnisse dem Kreiswahlausschuss vor. 
  • Der Kreiswahlausschuss stellt dann die Zahlen fest. Fall es nötig ist, hat der Ausschuss die Möglichkeit, Feststellungen vom Wahlvorstand, zu berichtigen.
    Am Ende stellt der Kreiswahlausschuss das Ergebnis des Wahlkreises fest. Genau wie bei der Gemeindehörde werden auch Niederschriften über die Sitzungen der Kreiswahlausschüsse festgehalten, die alle Beteiligten unterzeichnen müssen. 
    Die Niederschriften und die Ergebnisse werden dann an die Landeswahlleitung und an den Bundeswahlleiter weitergegeben.

  • Die Landeswahlleitung prüft die Wahlniederschriften. Die endgültigen Wahlergebnisse aus den einzelnen Wahlkreisen werden dann zusammengestellt und an den Landeswahlausschuss geschickt.
  • Der Landeswahllausschuss stellt das Wahlergebnis im Land fest. Falls nötig, kann der Ausschuss die Ergebnisse der Wahlvorstände und der Kreiswahlausschüsse rechnerisch korrigieren. Auch hier wird wieder eine Niederschrift angefertigt. Die gesamten Unterlagen werden nun an den Bundeswahlleiter geschickt.
  • Der Bundeswahlleiter hat die Aufgabe, die Wahlniederschriften zu prüfen und die Zahlen zu ermitteln. Dies gibt er dann an den Bundeswahlausschuss weiter.
  • Der Bundeswahlausschuss ermittelt schließlich das endgültige Wahlergebnis im Bund und die Sitzverteilung. 

Nach diesem Durchlauf wird das Wahlergebnis öffentlich bekannt gegeben. Dafür gibt es auch wieder verschiedene Zuständigkeiten. Die Kreiswahlleitung veröffentlicht das Ergebnis für den Wahlkreis, die Landeswahlleitungen das Ergebnis im jeweiligen Land und der Bundeswahlleiter verkündet das Ergebnis für das gesamte Wahlgebiet. 

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