Die Zulassungsprobleme waren spätestens eineinhalb Jahre vor dem Ziehen der Reißleine bekannt. Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) rechtfertigt den späten Stopp unter anderem damit, dass so zumindest die Aufklärungstechnik weiter genutzt werden könnte. So argumentierte am Dienstag auch der Projektleiter im Bundesrüstungsamt, genauer: im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Rüdiger Knöpfel sagte: «Hätten wir vor einem Jahr abgebrochen, dann hätte ich gar nichts gehabt.» Isis wird nun bis Ende September im «Euro Hawk» weiter getestet und soll dann in einem anderen Flugzeug weiter genutzt werden. In Frage kommen die israelische Drohne «Heron TP» und der Airbus A319.

Wie teuer der Wechsel zu einem anderen System wäre, konnte Knöpfel nicht sagen. Er hält den «Euro Hawk» weiterhin für ein brauchbares System. «So wie es zurzeit da ist, wenn es denn zugelassen werden könnte, wäre es ein gutes System.»