«Derzeit stehen die Zeichen gut», sagte Harald Stein am Dienstag vor dem Drohnen-Untersuchungsausschuss des Bundestags. Er machte deutlich, dass er den Schaden des «Euro Hawk»-Desasters unter dem Strich als verhältnismäßig gering einschätzt. «Ob ein Schaden entstanden ist, das muss jeder selbst bewerten. Ich sehe auch einen Erkenntnisgewinn als einen zusätzlichen Erfolg.» Neben einer funktionierenden Aufklärungstechnik habe man Erkenntnisse über deren Nutzung in großer Höhe und über den Einsatz von Drohnen generell gewonnen.

Das Verteidigungsministerium hatte die Beschaffung der Aufklärungsdrohne im Mai wegen massiver Zulassungsprobleme und einer drohenden Kostenexplosion gestoppt. Zu diesem Zeitpunkt war schon mehr als eine halbe Milliarde Euro in die Entwicklung geflossen, etwa die Hälfte für die Aufklärungstechnik Isis des europäischen Rüstungskonzerns EADS. Die Opposition geht von einer Verschwendung von Steuergeldern im hohen dreistelligen Millionenbereich aus.