Er erwarte einen Gesetzentwurf im Kabinett «noch vor Ostern», sagte der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag auf die Reform verständigt.

Nach der bislang geltenden Optionspflicht müssen sich in Deutschland geborene Kinder aus Zuwandererfamilien, die mit der Geburt zunächst den deutschen und einen anderen Pass bekommen, bis zum 23. Geburtstag für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. Legen sie sich nicht fest, geht der deutsche Pass automatisch verloren.

Laut Bosbach geht es nun darum, «rechtssicher zu definieren», was unter «Aufwachsen» zu verstehen sei. Am leichtesten sei es, dies am Schulbesuch und -abschluss in Deutschland festzumachen, meinte Bosbach.