• Booster-Impfung für gefährdete Personen geplant
  • Spahn verkündet jetzt neues Vorgehen
  • Wer soll die dritte Impfung erhalten?
  • Drosten kritisiert Vorgehen bei Auffrischungsimpfung
  • Lauterbach warnt vor vermehrten Impfdurchbrüchen

Die Länder starteten jetzt schrittweise mit den sogenannten Booster-Impfungen in den Pflegeeinrichtungen und für besonders gefährdete Menschen. Zudem könnten sich die noch einmal impfen lassen, die bislang nur Vektorimpfstoffe - dazu zählt etwa Astrazeneca - bekommen hätten. Nun verkündet Spahn überraschend, dass er erwägt allen Bürger*innen ein Angebot für eine Auffrischungsimpfung zu machen.

Auffrischungsimpfung: Spahn will sie allen Bürger*innen anbieten

"Eine Booster-Impfung ist von den Zulassungen gedeckt, sie verstärkt und verlängert den Impfschutz", erklärte er. Auch sei Impfstoff ausreichend vorhanden. Für die Auffrischimpfungen setzt Spahn nach eigenen Worten vor allem auf die Arztpraxen.

Ende September gingen viele Impfzentren in den Standby-Modus, sagte er. "Aber die Arztpraxen sind ja noch da. Allein die schafften bis zu fünf Millionen Impfungen in der Woche."

Zur Forderung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), vor einer dritten Impfung zunächst die ärmeren Staaten mit Impfstoff zu versorgen, sagte Spahn: "Mein Ziel ist beides: Auffrischimpfungen gewährleisten und den ärmeren Staaten Impfstoff spenden." Letzteres tue Deutschland bereits, indem alle noch ausstehenden Astrazeneca-Lieferungen direkt an die internationale Impfstoffinitiative Covax gingen.

Drosten hält Booster-Impfung nur bei manchen für sinnvoll 

Der Virologe Christian Drosten hatte erklärt, dass seiner Meinung nach für den Großteil der Geimpften im Herbst keine Auffrischungsimpfung gegen Sars-CoV-2 nötig sein wird.

"Die Schutzwirkung der Corona-Vakzinen ist viel besser als beispielsweise bei den Influenza-Impfstoffen", hatte er der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

Bei alten Menschen sowie bestimmten Risikopatienten hält Drosten eine Auffrischungsimpfung in diesem Herbst für sinnvoll. Für die übrige Bevölkerung werde irgendwann vielleicht ein Altersniveau definiert werden, ab dem eine Auffrischungsimpfung sinnvoll werde.

Lauterbach: Risiko eines Impfdurchbruchs steigt nach sechs Monaten an

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag): "Durchbruchinfektionen ereignen sich bei Personen, deren Corona-Impfung länger als sechs Monate zurückliegt."

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Impfdurchbrüche gebe es unabhängig vom verwendeten Impfstoff. "Bei allen Corona-Vakzinen steigt das Risiko eines Impfdurchbruchs nach sechs Monaten an. Wir werden also vermutlich bald mehr Fälle sehen, sobald die Impfung bei etlichen Geimpften in Deutschland mehr als ein halbes Jahr zurückliegt."

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