Edathys Name war am 15. Oktober 2013 der Polizei im niedersächsischen Nienburg in dem Beweismaterial aus Kanada aufgefallen - dabei ging es um ein Portal, bei dem auch kinderpornografische Filme und Bilder bestellt werden konnten. Edathy legte am 7. Februar nach über 15 Jahren sein Bundestagsmandat nieder. Wie die «Bild»-Zeitung unter Berufung auf die Bundestagsverwaltung mitteilte, will Edathy in Kürze auch seinen zunächst behaltenen Diplomatenpass zurückgeben.

Er soll sich im Ausland aufhalten. Der Fall hat zu einer Krise in der großen Koalition geführt: Weil Minister Hans-Peter Friedrich (CSU) SPD-Chef Sigmar Gabriel im Oktober von dem Verdacht gegen Edathy informierte hatte und dies SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann jüngst öffentlich machte, musste Friedrich zurücktreten.