Die Union will offenbar aufgrund der häufigen Kritik an öffentlichen Rundfunkanstalten eine Reform durchsetzen. Diese käme einer Revolution gleich.

Seit 2019 gab es sechs Treffen zwischen dem Chef der Mittelstandsvereinigung der Union (MIT) Carsten Linnemann, Stefan Müller als parlamentarischem Geschäftsführer der CSU und dem Wettbewerbsökonom Justus Haucap. Auch ehemalige Führungskräfte der Sender selbst, sowie weitere Medienpolitiker von CDU und CSU aus Bund und Ländern sollen beteiligt gewesen sein. Gesprochen wurde sich über eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Rundfunk-Reform: Politiker sprechen Missstände des deutschen Rundfunks an

Die MIT strebt die Zusammenlegung der Sender ARD und ZDF zu einer einzigen Sendeanstalt an, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) schreibt. "Es soll künftig nur noch eine öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt geben. Die bisherigen Sender sollen unter diesem Dach fusionieren. Mehrfachstrukturen sollen entfallen", heißt es in einem Papier, über das die Welt berichtet. Dieser Schritt gleicht eher einer Revolution, als einer Reform.

Die Beteiligten sehen die Notwendigkeit der Reform darin, dass der Rundfunk grundsätzlich zu zersplittert sei und demzufolge auch redundant. Außerdem gelte die Rundfunkgebühr als überteuert. Mit den Beitragsgeldern der Bürger würden Inhalte produziert, die eher von privaten Anbietern hergestellt werden sollen. Das gesamte Programm verfolge auch nicht mehr seinen eigentlichen Auftrag, heißt es.