Berlin
Verkehr

Autofahren im Alter: Unfallforscher fordern verpflichtende Tests für Senioren

Über 75-Jährige sind an drei Viertel der schweren Unfälle schuld, an denen sie beteiligt sind. Experten von ADAC und ACE fordern jetzt verpflichtende Tests.
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Rentnerin Christa Fischer steht vor einem silbernen Mazda und hält ihren Führerschein in der Hand. Das zweitletzte Auto, das sie gefahren hat, sah genauso aus. Ihr letztes Auto, das sie zu Schrott gefahren hat, war das gleiche Modell - aber in rot. Experten fordern verpflichtende "Feedbackfahrten" für Senioren. Foto: Anne-Sophie Galli/dpa
Rentnerin Christa Fischer steht vor einem silbernen Mazda und hält ihren Führerschein in der Hand. Das zweitletzte Auto, das sie gefahren hat, sah genauso aus. Ihr letztes Auto, das sie zu Schrott gefahren hat, war das gleiche Modell - aber in rot. Experten fordern verpflichtende "Feedbackfahrten" für Senioren. Foto: Anne-Sophie Galli/dpa
Etwa 3300 ältere Autofahrer haben sich im vergangenen Jahr freiwillig von Experten der Autoclubs ADAC und ACE testen lassen, wie fit sie noch am Steuer sind. Dazu haben sie eine sogenannte Feedbackfahrt gemacht. Um ihren Führerschein müssen die Teilnehmer nicht fürchten, rechtliche Konsequenzen haben die Tests nicht. Neben ADAC und ACE kann man solche Feedbackfahrten auch bei anderen Anbietern buchen. Im Vergleich zu allen Rentnern mit Führerschein ist die Zahl derjenigen, die bei einem solchen Check mitmachen, klein.


Unfallforscher fordern verpflichtende "Feedbackfahrt"

Daher fordern die Unfallforscher der Versicherer eine verpflichtende Feedbackfahrt für alle älteren Autofahrer ab 75 Jahren. "Über 75-Jährige sind an drei Viertel der schweren Unfälle, an denen sie beteiligt sind, schuld", sagte der Leiter der Unfallforscher der Versicherer, Siegfried Brockmann. Viele sehen und hören schlechter, sie reagieren langsamer oder können nicht mehr über die Schulter schauen. Zusätzlich fordern die Unfallforscher regelmäßige Sehtests im Abstand von fünf Jahren - auch für junge Autofahrer.


Lernen, im Alter ohne Auto auszukommen

Einen "Sicher Mobil"-Kurs des Deutschen Verkehrssicherheitsrats besuchten etwa 83.000 Senioren. Dort lernen sie etwa, wie man ohne Auto auskommt und auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigt. Für solche Angebote interessieren sich laut dem Verband immer mehr Rentner, wie Sprecher Jonas Hurlin sagte.