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Halle (Saale)
Rechtsextremismus

Attentäter von Halle: Schockierende Aussagen aus Geständnis enthüllt

In den nächsten Tagen wird die Bundesanwaltschaft Erwartungen zufolge Anklage gegen den Attentäter von Halle erheben. Ein Medienbericht hat jetzt schockierende neue Aussagen aus dessen Geständnis enthüllt.
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Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Mann hockt vor einem Meer aus Kerzen und Blumen vor einem Imbiss.  Zwei Menschen kamen im Oktober 2019 in Halle bei einem rechtsextremistisch motivierten Anschlag ums Leben. Archivbild: Jan Woitas /  dpa
Sachsen-Anhalt, Halle: Ein Mann hockt vor einem Meer aus Kerzen und Blumen vor einem Imbiss. Zwei Menschen kamen im Oktober 2019 in Halle bei einem rechtsextremistisch motivierten Anschlag ums Leben. Archivbild: Jan Woitas / dpa

Der Attentäter von Halle hat einem Medienbericht zufolge in seinem ausführlichen Geständnis bedauert, zu wenige Menschen getötet zu haben und außerdem die falschen. Als er die deutschen Namen seiner Opfer gehört habe, sei er zusammengezuckt, berichten NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Zwei Menschen waren bei dem Anschlag im Oktober 2019 ums Leben gekommen.

Er habe es in erster Linie auf Juden abgesehen gehabt. Dann sei er auf "Nahöstler" in einem Dönerladen ausgewichen, wird der Attentäter weiter zitiert. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe äußerte sich dazu am Montag (30. März 2020) auf Anfrage nicht.

Attentat von Halle: Täter wollte in Synagoge eindringen

Stephan B. hatte am 9. Oktober versucht, in der Synagoge von Halle ein Blutbad anzurichten. Dort hatten sich die Menschen versammelt, um den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zu feiern. Als B. an der Synagogentür scheiterte, erschoss er erst eine 40 Jahre alte Passantin und dann in einem nahen Dönerladen einen 20 Jahre alten Kunden. Weitere Menschen wurden verletzt, oder konnten nur knapp entkommen. B. filmte sich bei seiner Tat und übertrug alles live im Internet.

Es wird erwartet, dass die ermittelnde Bundesanwaltschaft in den nächsten Tagen Anklage gegen den 28-Jährigen erhebt. Sie wirft ihm zweifachen Mord und versuchten Mord in mehreren Fällen vor.

Stephan B. habe den Ermittlern stolz davon erzählt, wie er sich seine Waffen selbst zusammengebaut habe, heißt es in dem Bericht weiter. Um sich die nötigen Chemikalien besorgen zu können, habe er seine Zinnfiguren für 4000 Euro über die Internet-Plattform Ebay verkauft. B. habe auf seinem Computer außerdem zahlreiche Videos gehabt, in denen zu sehen sei, wie Menschen auf brutalste Art umgebracht werden.

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