In Berlin ist ein Lkw in den Weihnachtsmarktam Breitscheidplatz gerast. Zwölf Menschen starben, 48 wurden zum Teil schwer verletzt.



15 Uhr: IS-Sprachrohr veröffentlicht angebliches Video von Anis Amri

Das IS-Sprachrohr Amak hat ein Video veröffentlicht, auf dem der mutmaßliche Berlin-Attentäter Anis Amri zu sehen sein soll. Auf der knapp dreiminütigen Aufnahme schwört dieser dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue. Die Echtheit der Aufnahme konnte zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

Der auf dem Video zu sehende junge Mann richtet sich dabei an die "Kreuzzügler": "Wir kommen zu Euch, um Euch zu schlachten, Ihr Schweine." Es werde Rache für das Blut von Muslimen geben, das vergossen wurde. Dabei steht Amak offensichtlich auf einer Brücke. Hinter ihm ist ein Gewässer zu sehen. Die Aufnahme könnte in Deutschland aufgenommen sein.

14.30 Uhr: De Maizière "erleichtert" über Ausschaltung Amris

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat mit großer Erleichterung auf die Ausschaltung des mutmaßlichen Terroristen Amri reagiert. "Ich bin sehr erleichtert, dass von diesem Attentäter keine Gefahr mehr ausgeht", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin. Er beglückwünschte die italienischen Behörden und bedankte sich bei den beiden Polizisten, die Amri gestellt hatten.

14.26 Uhr: Neun der zwölf Anschlagsopfer sind identifiziert

Nach Angaben des Landeskriminalamtes seien inzwischen neun der zwölf Anschlagsopfer von Berlin identifiziert. Darunter sei auch ein tschechischer Staatsbürger, sagte LKA-Chef Christian Steiof am Freitag am Rande einer Sitzung des Berliner Innenausschusses der Deutschen Presse-Agentur. Bereits bekannt war, dass unter den Toten auch eine Israelin und eine Italienerin sind. Außerdem kam bei dem Anschlag mit einem Lastwagen dessen polnischer Fahrer ums Leben. Bei allen bisher identifizierten Opfern handele es sich um Erwachsene, fügte Steiof hinzu. Weitere Details wurden nicht bekannt.

Einige der Schwerverletzten kämpfen in Krankenhäusern weiter um ihr Leben. Die Identifizierung der Toten dauere an.

14.17 Uhr: Maas kündigt nach Amris Tod rasche Konsequenzen an

Nach dem Tod des mutmaßlichen Berlin-Attentäters hat Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) rasche Beratungen über rechts- und sicherheitspolitische Konsequenzen angekündigt. Bei den Gesprächen "sehr zügig im Januar" mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) "wird es insbesondere um die Fragen gehen, wie Ausreisepflichtige so schnell wie möglich abgeschoben werden und wie Gefährder noch besser überwacht werden können", sagte der SPD-Politiker am Freitag in Berlin.

Maas betonte: "Auch wenn der Tatverdächtigte tot ist, die rechtsstaatliche Aufarbeitung endet nicht. Die Ermittlungen laufen weiter. Denn: Wir müssen alles tun, um auch die Hintergründe des brutalen Anschlags aufzuklären."

13.51 Uhr: Generalbundesanwalt bestätigt Tod des Terrorverdächtigen Amri

Der mutmaßliche Attentäter von Berlin, Anis Amri, ist nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank tot. Frank bestätigte am Freitag in Karlsruhe eine entsprechende Erklärung des italienischen Innenministers Marco Minniti.

13.30 Uhr: Anschlag: Polizei rechtfertigt Untersuchung des Lkw-Fahrerhauses

Die Berliner Polizei hat das späte Auffinden einer Geldbörse des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri mit einem planmäßigen Vorgehen bei der Spurensicherung begründet. "Es gibt kriminaltechnische Standards, wie lange kriminaltechnische Untersuchungen dauern, die halten wir auch konsequent ein", sagte Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt am Freitag in einer Sitzung des Innenausschusses im Abgeordnetenhaus.

Es gehe nicht nur darum, einen Täter festzunehmen, sondern auch darum, die Taten vor Gericht zu beweisen. "Dazu gehört eben auch, dass man nicht Spuren vernichtet, sondern die Standards einhält."

Im Fahrerhaus des Lasters, der am Montag über den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gefahren war, hatten die Ermittler erst einen Tag später eine Geldbörse entdeckt, die sie auf die Spur Amris brachte. In ihr fand sich auch eine Duldungsbescheinigung des tunesischen Asylbewerbers.

13.22 Uhr: Person auf Fotos vor Moschee nicht Amri

Bei der Person auf den am Donnerstag bekanntgewordenen Fotos einer Überwachungskamera vor einer Moschee in Berlin handelt es sich nicht um den mutmaßlichen Attentäter Anis Amri. Das teilte der Chef des Landeskriminalamts, Christian Steiof, am Freitag in einer Sitzung des Berliner Innenausschusses mit. Nach Aussagen der Polizeibeamten, die Amri kennen oder zeitweise observiert haben, "ist die Person auf diesen veröffentlichten Bildern nicht Anis Amri", sagte er.
Am Donnerstagabend hatte das RBB-Fernsehen Bilder einer Überwachungskamera gezeigt und berichtet, darauf sei der tatverdächtige Tunesier Anis Amri vor einem Moschee-Verein zu sehen, der als Salafisten-Treffpunkt gilt. Gezeigt wurden Fotos, die vor und nach dem Anschlag gemacht wurden.


13.02 Uhr: Ermittler wollen Amris Waffe identifizieren

Nach der Erschießung des mutmaßlichen Berliner Lastwagen-Attentäters in Mailand versuchen die Ermittler in Italien mehr über die Waffe herauszufinden, die Anis Amri bei sich trug. Man wolle herausfinden, ob es sich um dieselbe Waffe handle, die bei der Entführung des polnischen Lkws am Montag in Berlin verwendet wurde, berichtete die Tageszeitung "La Repubblica" am Freitag. Amri habe in Mailand mit einer 22-Kaliber-Pistole geschossen, schrieb die Polizei auf Facebook. Der Verdächtige war am Freitag in den frühen Morgenstunden von einer Polizeikontrolle in Mailand gestoppt und bei einem Schusswechsel getötet worden.

11.48 Uhr: Bundesregierung dankt italienischen Behörden

Die Bundesregierung hat den italienischen Behörden für die Zusammenarbeit im Fall des Terrorverdächtigen Anis Amri gedankt. Es habe einen sehr engen und vertrauensvollen Informationstausch am Freitagvormittag gegeben, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. So sei der amtierende deutsche Generalkonsul in Mailand sehr früh eingeweiht worden, es habe auch direkten Kontakt mit dem dortigen Polizeipräfekten gegeben.




11.43 Uhr: Polizei: Amri hatte keine Dokumente bei sich

Der italienischen Polizei zufolge hatte der erschossene Terrorverdächtige Anis Amri bei der Kontrolle gegen 3.30 Uhr in Mailand keine Dokumente bei sich. Er habe mit einer 22-Kaliber-Pistole geschossen, schrieb die Polizei auf Facebook. Die Waffe sei scharf gewesen, als er sie aus einem kleinen Rucksack holte.



11.37 Uhr: Wohl keine Verbindung zwischen Fall Oberhausen und Amri

Im Fall einer möglichen Anschlagsvorbereitung auf das Einkaufszentrum Centro in Oberhausen sehen die Ermittler keine Verbindung zum mutmaßlichen Berliner Attentäter Anis Amri. "Im Moment gibt es da keine Verbindung", sagte ein Sprecher der Polizei Essen am Freitag und bestätigte damit Informationen der "Bild"-Zeitung.

11.30 Uhr: Amri kam aus Frankreich

Amri sei aus Frankreich, aus Chambéry in Savoien, nach Turin gekommen, berichtete der Mailänder Antiterrorchef Alberto Nobili am Freitag. Von Turin in der italienischen Region Piemont sei er wiederum mit dem Zug nach Mailand gefahren, wo er gegen 1.00 Uhr in der Nacht zum Freitag angekommen sei. Gegen 4.00 Uhr am Morgen sei er den zwei Polizisten begegnet, die ihn bei einem Schusswechsel töteten. Ein Polizist wurde an der Schulter verletzt und ins Krankenhaus gebracht.

11.11 Uhr: Der italienische Innenminister bestätigt Tod Amris

Der italienische Innenminister bestätigte am Freitagvormittag, dass es sich bei dem Erschossenen tatsächlich um den Terrorverdächtigen Anis Amri handelte. Mehr zur Schießerei in Italien.

10.56 Uhr: Bericht: Fingerabdrücke bestätigen, dass es Amri ist

Laut Medienberichten sollen die Fingerabdrücke bestätigen, dass es es sich um Anis Amri handelt.

10.38 Uhr: Anis Amri angeblich bei Mailand erschossen

Anis Amri soll in Mailand erschossen worden sie. Bislang gebe es aber keine Bestätigung. Das berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Angeblich sei er in der Nacht auf Freitag gegen 3 Uhr in der norditalienischen Stadt in eine Straßenkontrolle am Bahnhof geraten. Amri sei zu Fuß unterwegs gewesen und aufgefordert worden, seine Ausweispapiere zu zeigen. Dabei soll er sofort eine Waffe gezogen und geschossen haben. Amri soll einen Polizisten an der Schulter getroffen haben. Daraufhin eröffneten zwei Polizisten das Feuer und erschossen den Terrorverdächtigen. Amri soll zuvor mit dem Zug aus Frankreich gekommen sein.


9.32 Uhr: Polizei prüft Verbindung zum Mord an der Alster in Hamburg

Nach dem Anschlag von Berlin prüft die Hamburger Polizei, ob der europaweit gesuchte Anis Amri für den Mord an einem 16-Jährigen Mitte Oktober an der Alster verantwortlich sein könnte. Die Mordkommission habe Ähnlichkeiten zwischen dem Terrorverdächtigen Amri und dem Phantombild in dem Hamburger Mordfall festgestellt, berichteten die Zeitungen der Funke-Gruppe. Ein Polizeisprecher bestätigte am Freitag den Bericht: "Das ist eine weitere Spur, der wir nachgehen. Nach derzeitigem Stand gibt es da aber keine Hinweise."
Ein Unbekannter hatte am 16. Oktober in Hamburg einen 16-Jährigen mit mehreren Messerstichen getötet. Die Begleiterin des Jugendlichen stieß der Angreifer ins Wasser. Die 15-Jährige konnte sich unverletzt ans Ufer retten. Anfang November hatte die Polizei ein Phantombild eines etwa 23 bis 25 Jahre alten Mann veröffentlicht. Eine Verbindung zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) hält die Polizei weiter für unwahrscheinlich, wie der Sprecher am Freitag bekräftigte. Das IS-Sprachrohr "Amak" hatte die Tat für sich reklamiert.

23. Dezember: 04.20 Uhr: Amri womöglich noch in Berlin


Der mutmaßliche Täter des Anschlages auf einen Berliner Weihnachtemarkt hält sich womöglich noch in Berlin auf. Nach Informationen des rbb gibt es Überwachungsaufnahmen, die ich einige Stunden nach der Tat in einer Moschee in Moabit zeigen. Währrenddessen ist es in NRW in der Nacht zu Festnahmen von zwei Brüdern gekommen, die offenbar einen Anschlag auf ein Einkaufszentrum in Oberhausen geplant hatten.


19.50 Uhr: Warum es oft schwierig ist, Gefährder wie Anis Amri abzuschieben

Immer wieder werden zügige Abschiebungen von Gefährdern gefordert. Doch oft ist das schwierig umzusetzen, zeigt auch der Fall Anis Amri - zum ganzen Artikel hier klicken.

19.24 Uhr: Merkel hofft auf "baldige Festnahme"

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hofft auf eine "baldige Festnahme" des Terrorverdächtigen Anis Amri. Die Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer vom Berliner Breitscheidplatz an der Gedächtniskirche und bei den Verletzten im Krankenhaus. "Und gerade ihnen schulden wir auch die bestmögliche Arbeit", ergänzte die Kanzlerin. Man habe in Deutschland erhebliche Anstrengungen im Kampf gegen den Terrorismus unternommen. Sie sei stolz, wie der Großteil der Menschen in Deutschland auf den Anschlag reagiert habe.

18.05 Uhr: Anis Amri war am Steuer des Terror-Lastwagens - Haftbefehl erlassen

Gegen den flüchtigen Terrorverdächtigen Anis Amri ist laut Bundesanwaltschaft Haftbefehl erlassen worden. Das teilte eine Sprecherin am Donnerstagabend mit. Sie wollte auf weitere Fragen und Spekulationen nicht eingehen. Sie wies darauf hin, dass verschiedene Orte in Nordrhein-Westfalen und Berlin, an denen sich Amri aufgehalten haben solle, durchsucht worden seien. Auch ein Reisebus in Heilbronn sei durchsucht worden. Festnahmen habe es keine gegeben.

Die Bundesregierung teilte zuvor mit, dass mit großer Wahrscheinlichkeit der Tunesier Amri am Montagabend mit dem Sattelzug in den Weihnachtsmarkt im Zentrum Berlins gerast sei. Die Fingerabdrücke des Terrorverdächtigen wurden am Fahrerhaus des Lkw sichergestellt, wie Innenminister Thomas de Maizière (CDU) nach einem Besuch des Bundeskriminalamtes (BKA) in Berlin sagte. Es seien auch weitere Hinweise gefunden worden, "dass dieser Tatverdächtige mit hoher Wahrscheinlichkeit wirklich der Täter ist", fügte de Maizière hinzu.
17.47 Uhr: Berliner Polizei stürmt Moschee-Verein - Auch Amri war früher dort

Berliner Sicherheitskräfte haben bei einer Reihe von Einsätzen in der Hauptstadt nach dem Terrorverdächtigen Tunesier Anis Amri gesucht. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte am Donnerstag nach dpa-Informationen auch einen Salafistentreffpunkt im Stadtteil Moabit. Dort soll auch Amri verkehrt haben. Die "Berliner Zeitung" berichtete, bei dem Einsatz gegen den Moschee-Verein "Fussilet 33" seien Blendgranaten benutzt und eine Tür aufgesprengt worden.

Der Moschee-Verein "Fussilet 33" wird im jüngsten Bericht des Berliner Verfassungsschutzes als Treffpunkt von Islamisten geführt. Beim Islamunterricht sollen dort Muslime - meist Türken und Kaukasier - für den bewaffneten Kampf der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien radikalisiert worden sein. Auch sei Geld für Terroranschläge in Syrien gesammelt worden. 2015 hatte die Polizei die Räume schon einmal gestürmt. Ein Iman saß zeitweise in Untersuchungshaft.

Nach dpa-Information gab es noch weitere Einsätze gegen mögliche Kontaktpersonen Amris in der Hauptstadt. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung stoppte die Polizei auch U-Bahnen auf der Suche nach dem Verdächtigen. Nach Angaben eines dpa-Reporters durchsuchten Spezialkräfte mit Maschinenpistolen auch eine Bahn am U-Bahnhof Mehringdamm. Die Suche blieb ergebnislos.

17.30 Uhr: Bundesanwaltschaft informiert über Ermittlungen zu Berliner Anschlag

Nach dem Lkw-Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt will die Bundesanwaltschaft am Donnerstagabend um 18 Uhr über den aktuellen Stand der Ermittlungen informieren. Dazu wird die Pressesprecherin eine Erklärung vor Journalisten abgegeben, teilte die Karlsruher Behörde mit. Medienberichte über einzelne Ermittlungsergebnisse wie den Fund von Fingerabdrücken des Verdächtigen Anis Amri in dem Lastwagen hatte der Generalbundesanwalt bisher nicht kommentiert.



17.28 Uhr: Zustand einiger Verletzter kritisch

Nach dem Anschlag werden zwölf Schwerstverletzte weiter in Berliner Kliniken behandelt. Einige von ihnen seien in kritischer Verfassung, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag mit. Die Zahl der Todesopfer sei bisher nicht weiter gestiegen; sie liegt bei 12. Insgesamt 14 mittel- bis leichtverletzte Opfer des Attentats werden zur Zeit noch in Kliniken behandelt, 30 wurden inzwischen entlassen.


16.11 Uhr: Merkel spricht von "hoffentlich baldigen Festnahme"

Merkel sprach von einer "hoffentlich baldigen Festnahme". Sie lobte die "hochprofessionelle Arbeit" der BKA-Mitarbeiter und der Landesbehörden. Die Zusammenarbeit laufe "reibungslos und mit großem Elan". Die Kanzlerin betonte, man sei "in jeder Stunde" in Gedanken bei den Opfern des Anschlags. Gerade ihnen schulde man einen Erfolg.

16.05 Uhr: De Maizière bestätigt: Fingerabdrücke des Terrorverdächtigen Amri am Lastwagen

Nach dem Anschlag haben Ermittler Fingerabdrücke des Terrorverdächtigen Anis Amri im Fahrerhaus des Lkw gefunden, mit dem am Montagabend 12 Menschen getötet und rund 50 verletzt worden waren. Das teilte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) am Donnerstag bei einem Besuch des Bundeskriminalamtes in Berlin mit. "Wir können Ihnen heute mitteilen, dass es zusätzliche Hinweise gibt, dass dieser Tatverdächtige mit hoher Wahrscheinlichkeit wirklich der Täter ist", sagte de Maizière.

15.57 Uhr: Polizeigewerkschaft fordert Ausweitung der Videoüberwachung

Nach dem Anschlag verlangt die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) eine Videoüberwachung an "neuralgischen Punkten und bei Großveranstaltungen" in der Hauptstadt. Hierzu zählten Kriminalitätsbrennpunkte und Plätze, an denen viele Menschen zusammenkommen. Durch die Bilder erhielten die Ermittlungsbehörden das nötige Werkzeug, um Straftäter zu identifizieren, begründete der Landesverband am Donnerstag seine Forderung.
"Wer nicht für solchen Technikeinsatz ist, schützt indirekt Straftäter und Terroristen. Die Regierungskoalition in Berlin muss sich rasch entscheiden, auf welcher Seite sie handelt", sagte der DPolG-Landesvorsitzende Bodo Pfalzgraf. Die Videoüberwachung im öffentlichen Personennahverkehr werde in Berlin bereits seit Jahren erfolgreich zur Strafverfolgung genutzt. Die neue rot-rot-grüne Regierung hat sich gegen eine Ausweitung der Videoüberwachung etwa auf öffentliche Plätze ausgesprochen.


13.36 Uhr: Amris Fingerabdrücke an Lkw

An der Fahrertür des Lasters, der am Montag in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast war, sollen nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR Fingerabdrücke des Tatverdächtigen Anis Amri gefunden worden sein. Das berichtete das Recherche-Netzwerk am Donnerstag. Der "Berliner Zeitung" zufolge soll es auch am Lenkrad entsprechende Spuren geben. Die zuständige Bundesanwaltschaft war auf dpa-Anfrage für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.



13.41 Uhr: Polizei verstärkt Grenzkontrollen

Nach dem Anschlag hat die Bundespolizei ihre Kontrollen an den nordrhein-westfälischen Grenzübergängen zu Belgien und den Niederlanden verstärkt. Das teilte ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Aachen am Donnerstag mit. Bei den Kontrollen seien der Polizei am Mittwoch zwei von der Staatsanwaltschaft gesuchte Männer ins Netz gegangen. Ein 25 Jahre alter Mann war gesucht worden, weil er nach einer Verurteilung wegen schweren Diebstahls zu zwei Jahren Haft gegen Auflagen des Landgerichts Hagen verstoßen hatte. Dem zweiten Mann werden Eigentumsdelikte zur Last gelegt. Der 21-Jährige habe bei der Kontrolle einen gefälschten griechischen Personalausweis bei sich gehabt.

12.45 Uhr: Amri soll sich als Selbstmordattentäter angeboten haben

Die Sicherheitsbehörden sollen nach Informationen des "Spiegel" vor Monaten vage Hinweise darauf gehabt haben, dass der Terrorverdächtige Anis Amri sich in der Islamistenszene als möglicher Selbstmordattentäter anbot.

Wie das Hamburger Magazin am Donnerstag vorab berichtete, legen dies frühere Ermittlungen gegen mehrere Hassprediger nahe. Entsprechende Äußerungen von Amri aus der Telekommunikationsüberwachung (Internet) seien aber so verklausuliert gewesen, dass sie nicht für eine Festnahme gereicht hätten, schreibt der "Spiegel".

12 Uhr: Geldbörse von Amri am Dienstag gefunden

Die Geldbörse, die auf die Spur des tunesischen Terrorverdächtigen Anis Amri geführt hat, ist laut Berliner Polizei erst am Tag nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche entdeckt worden. Die Fahrerkabine des Lastwagens, wo Ermittler die Hinweise auf Amri entdeckt hatten, sei erst nach der Bergung am Dienstag untersucht worden, sagte Polizeisprecher Winfrid Wenzel am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir können mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass es am Montag keinen Anhaltspunkt für den tunesischen Verdächtigen gab", sagte Wenzel.

11.43 Uhr: Amri war schon an italienischer Schule gewalttätig


Der nach dem Anschlag von Berlin europaweit gesuchte terrorverdächtige Tunesier Anis Amri ist nach Presseberichten schon als Schüler in Italien als Gewalttäter aufgefallen. "Er schuf in der Klasse ein Klima des Schreckens", schrieb die italienische Tageszeitung "La Stampa" am Donnerstag über die kurze Zeit des Tunesiers an einer Schule in Catania auf Sizilien 2011. Der junge Mann habe dort Eigentumsdelikte, Drohungen und Körperverletzung begangen.
Als man versuchte, ihn zur Raison zu bringen, habe Amri rebelliert. "Seine Geschichte als guter Migrant endete mit dem Versuch, die Schule anzuzünden", schrieb das Blatt unter Berufung auf seine Strafakte.
Dem Bericht zufolge wurde Amri nach seiner Flucht aus Tunesien im Februar 2011 von der italienischen Polizei registriert. Obwohl er volljährige gewesen sei, habe er sich als minderjährig ausgegeben, weil er sich davon anscheinend Vorteile versprochen habe. Nach den Vorfällen an der Schule habe ihn die Polizei im Oktober 2011 festgenommen. Das italienische Innenministerium wollte die Informationen zunächst nicht bestätigen.


11.32 Uhr: Bruder fordert Amri zur Aufgabe auf

Der Bruder von Anis Amri hat ihn öffentlich gebeten, aufzugeben. "Ich bitte ihn, sich der Polizei zu stellen", sagte Abdelkader Amri einer Nachrichtenagentur.

11.15 Uhr: Keine Festnahmen

Die Bundesanwaltschaft hat Berichte dementiert, dass es Festnahmen gegeben haben soll. Es fänden derzeit verschiedene Maßnahmen im Bundesgebiet statt, sagte ein Sprecher der Karlsruher Behörde am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Konkreter äußerte er sich nicht. Die Bundesanwaltschaft fahndet seit Mittwoch öffentlich nach dem Verdächtigen Anis Amri. Der geborene Tunesier ist als islamistischer Gefährder bekannt.

7.30 Uhr: Durchsuchung einer Flüchtlingsunterkunft in Nordrhein-Westfalen

Am Donnerstagmorgen durchsuchten Beamte eine Flüchtlingsunterkunft im nordrhein-westfälischen Emmerich. Die Aktion, an der schätzungsweise 100 Beamte beteiligt waren, darunter Spezialeinsatzkräfte, war nach etwa einer Stunde beendet. Über das Ergebnis war zunächst nichts bekannt. Bereits am Mittwoch hatten in der Nähe des Heimes Polizisten Position bezogen. Ein Sprecher der Polizei wollte sich zu der Durchsuchungsaktion nicht näher äußern und verwies auf den Generalbundesanwalt. Aus Karlsruhe war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen.

06:24 Familie von freigelassenen Verdächtigen verliert Kontakt

Der nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt zunächst festgenommene und später wieder freigelassene Pakistaner ist für seine Familie anscheinend nicht mehr erreichbar. Der Vater des 23-jährigen Flüchtlings sagte der pakistanischen Zeitung "Dawn", sein Sohn habe ihn nach der Freilassung am Dienstag nicht kontaktiert. Ein in Berlin lebender pakistanischer Aktivist namens Wajid Baloch aus Baluchistan, der Heimat des jungen Mannes, sagte der Zeitung, der junge Mann sei auch nicht in seine Flüchtlingsunterkunft zurückgelehrt. Er selbst stehe mit dem Leiter der Unterkunft in Kontakt, das Telefon des 23-Jährigen sei aber ausgestellt. Auch das britische Boulevardblatt "Daily Mail" berichtete, der Mann sei für sein Umfeld nicht erreichbar und habe sein Telefon offenbar ausgeschaltet. Die Berliner Polizei verwies auf Anfrage auf die Bundesanwaltschaft, die für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar war.

05.27 Uhr: Amri recherchierte zum Bau von Sprengsätzen


Der mögliche Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, soll sich im Internet über den Bau von Sprengsätzen informiert und direkten Kontakt zum IS gehabt haben. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Aussagen nicht näher genannter amerikanischer Offizieller vom Mittwochabend. Unklar blieb zunächst, auf welchen Zeitraum sich diese Angaben beziehen. Dem Bericht zufolge stand Amri mindestens einmal über den Messengerdienst Telegram in Kontakt zum IS. Sein Name habe zudem auf der Flugverbots-Liste der USA gestanden.

19.55 Uhr: Tunesische Ermittler verhören Familie des Verdächtigen

Tunesische Ermittler haben nach einem Medienbericht die Familie des mutmaßlichen Attentäters von Berlin verhört. Eine Anti-Terror-Einheit sei am Mittwoch vor dem Haus der Familie in der nordöstlichen Provinz Kairouan vorgefahren, berichtete am Mittwoch die tunesische Zeitung Al-Chourouk unter Verweis ihren eigenen regionalen Korrespondenten. Die Familie habe den Beamten gesagt, dass sie keinen steten Kontakt mit Anis Amri gehabt habe, seitdem er das Haus während der arabischen Aufstände Ende 2010 verlassen habe. Chourouk zufolge lebt die Familie in ärmlichen Verhältnissen. Kairouan gilt als Salafistenhochburg.

19.44 Uhr: Terrorverdächtiger wurde über Monate observiert

Der dringend Tatverdächtige für den Anschlag in Berlin, Anis Amri, ist in der Hauptstadt über Monate auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft überwacht worden. Die Ermittlungen seien aufgrund von Hinweisen von Sicherheitsbehörden des Bundes eingeleitet worden, teilte die Berliner Ermittlungsbehörde am Mittwochabend mit. Es habe Informationen gegeben, wonach der in Nordrhein-Westfalen als "Gefährder" geführte Verdächtige einen Einbruch plane, um Geld für den Kauf automatischer Waffen zu beschaffen - "möglicherweise, um damit später mit noch zu gewinnenden Mittätern einen Anschlag zu begehen". Die Observierung im Zeitraum von März bis September dieses Jahres habe aber keine Hinweise auf ein staatsschutzrelevantes Delikt erbracht.

19.27 Uhr: "Focus": Verdächtiger gehörte zu Terrornetzwerk

Der als Attentäter von Berlin verdächtigte Tunesier soll nach einem "Focus"-Bericht zu einem Terrornetzwerk gehören, das offenbar seit 2015 Anschläge in Deutschland geplant haben soll. Es habe sich um den inzwischen inhaftierten Hildesheimer Hassprediger Abu Walaa gebildet, berichtete das Nachrichtenmagazin. Demnach soll es verschiedene Pläne gegeben haben: Überfälle auf Polizeistationen, Hinterhalte für selbst alarmierte Beamte und ein Sprengstoff-beladener Lastwagen, der in eine Menschenmenge habe gesteuert werden sollen. Ein eingeschleuster verdeckter Ermittler des nordrhein-westfälische Landeskriminalamts (LKA) habe zudem berichtet, dass die Gruppe sich bereits Waffen mit Schalldämpfern beschafft habe.

17.40 Uhr: Öffentliche Fahndung nach Verdächtigem nach Berliner Anschlag

Nach dem Lastwagen-Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz sucht das Bundeskriminalamt öffentlich nach einem Verdächtigen. Im Auftrag des Generalbundesanwalts wurde der 24-jährige Tunesier Anis Amri zur öffentlichen Fahndung ausgeschrieben, teilte die Karlsruher Behörde am Mittwoch mit.

Folgende Beschreibung wurde veröffentlicht:

Anis Amri ist 178 cm groß, wiegt circa 75 kg, hat schwarze Haare und braune Augen. Vorsicht: Er könnte gewalttätig und bewaffnet sein!

Hinweise bitte an das
Bundeskriminalamt
Tel.: 0800-0130110 (gebührenfrei),
info@bka.de

oder an jede andere Polizeidienststelle.

Für Hinweise wurden bis zu 100.000 Euro Belohnung ausgeschrieben.



17.07 Uhr: Noch zwölf Schwerstverletzte in Berliner Krankenhäusern

Nach Informationen des epd werden derzeit noch zwölf schwerstverletzte Patienten in Berliner Krankenhäusern behandelt. Wie die Berliner Gesundheitsverwaltung am Mittwoch erklärte, erhöhte sich die Zahl der Todesopfer nicht weiter und liegt weiterhin bei zwölf. Noch immer seien aber mehrere Patienten in kritischer Verfassung. Dagegen könnten immer mehr leichter Verletzte die Krankenhäuser verlassen.

Am Montagabend waren den Angaben zufolge insgesamt 52 Verletzte in 22 Berliner Krankenhäuser eingeliefert worden. Drei Patienten erlagen in der Nacht zum Dienstag ihren schweren Verletzungen.

16 Uhr: Behörden ermittelten bereits gegen mutmaßlichen Attentäter Anis A.

Gegen den Tatverdächtigen des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Berlin wurde bereits wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat ermittelt. Das Landeskriminalamt NRW habe ein entsprechendes Verfahren gegen Anis A. initiiert, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf.

Die Ermittlungen dazu seien in Berlin geführt worden. Dort habe der Verdächtige seit Februar 2016 seinen Lebensmittelpunkt gehabt und sei nach heutigem Kenntnisstand zuletzt nur kurz in Nordrhein-Westfalen gewesen. Die Sicherheitsbehörden hätten ihre Erkenntnisse über ihn im gemeinsamen Terrorabwehrzentrum ausgetauscht, zuletzt im November 2016.



15.43 Uhr: NRW-Innenminister: Verdächtiger wurde als Asylbewerber abgelehnt

Der Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag in Berlin wurde im Juni 2016 als Asylbewerber abgelehnt. Der Mann habe aber nicht abgeschoben werden können, weil er keine gültigen Ausweispapiere bei sich hatte, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf. Tunesien habe bestritten, dass es sich bei dem Mann um einen Tunesier handele.

"Er war dann nach Baden-Württemberg auch in Berlin und in Nordrhein-Westfalen", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Mittwoch in Düsseldorf. "Seit Februar 2016 hatte er seinen Lebensmittelpunkt überwiegend in Berlin, zuletzt war er nur kurz in NRW", sagte der Minister weiter.

Die für die Abschiebung des gesuchten Tatverdächtigen wichtigen tunesischen Ausweispapiere sind nach Angaben aus NRW erst zwei Tage nach dem fatalen Berliner Anschlag bei den deutschen Behörden eingetroffen.

14.59 Uhr: Verdächtiger wird in Europa gesucht

Der neue Tatverdächtige im Zusammenhang mit dem Anschlag in Berlin ist in ganz Europa zur Fahndung ausgeschrieben. Das teilte Innenminister Thomas de Maizière (CDU) am Mittwoch in Berlin mit. Er betonte: "Es ist ein Verdächtiger, nicht zwingend der Täter." Es werde weiter in alle Richtungen ermittelt und es würden alle Spuren verfolgt. Bei dem Verdächtigen soll es sich um den Tunesier handeln, der den Behörden unter dem Namen Anis A. bekannt sei.

13.43 Uhr: Anis A. sei vorbestraft

Der Tunesier Anis A., dessen Papiere im Fußraum des Berliner Terror-Lastwagens gefunden wurden, ist seit Juli 2016 wegen Körperverletzung vorbestraft. Das berichtet die in Düsseldorf erscheinende "Rheinische Post" (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf Ermittlerkreise. Er soll zwölf Alias-Namen verwendet und sich unter anderem als Ägypter ausgegeben haben.



13.36 Uhr: Gesuchter Tunesier ist als Gefährder bekannt

Der neue Tatverdächtige nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt ist den Ermittlern als Gefährder bekannt, dem jederzeit ein Anschlag in Deutschland zugetraut wird. Der Mann habe sich wechselweise in Nordrhein-Westfalen und Berlin aufgehalten.

Es geht den Informationen zufolge um einen Tunesier, dessen Asylantrag abgelehnt wurde und in der Bundesrepublik geduldet wurde. Zuvor hatten die "Bild"-Zeitung, die Mainzer "Allgemeine Zeitung" und der "Spiegel" über den Fall berichtet.
Abgelehnte Asylbewerber können in Deutschland geduldet werden, wenn ihnen bei einer Abschiebung ins Heimatland dort Verfolgung drohen würde, wenn sie keine Papiere haben oder krank sind.

13.19 Uhr: BKA bestätigt Hackerangriff auf Hinweisportal zu Berliner Anschlag

Auf das BKA-Hinweisportal zum Anschlag in Berlin hat es einen Hackerangriff gegeben. Das Bundeskriminalamt (BKA) bestätigte am Mittwoch einen Bericht der Funke-Zeitungen. Am Dienstag sei die Seite www.bka-hinweisportal.de zwischen 17 und 19.30 Uhr deshalb nicht erreichbar gewesen. Es handelte sich den Angaben zufolge um eine sogenannte DDOS-Attacke, bei der die Rechner so lange mit Anfragen bombardiert werden, bis die Software nicht mehr mitkommt. Es seien sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet worden, dann habe die Seite wieder funktioniert, sagte eine BKA-Sprecherin. Auf dem Portal - auch "Boston Cloud" genannt - können Zeugen Fotos oder Videos mit Hinweisen zu dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hochladen.

11.33 Uhr: Mehrere Pässe

Der Gesucht hatte wohl mehrere Pässe und ist demnach zwischen 21 und 23 Jahre alt.

11.21 Uhr: Sicherheitskreise: "Unmittelbare bevorstehende Maßnahmen" in NRW

Nach dem Anschlag in Berlin gehen Sicherheitskreise von "unmittelbar bevorstehenden Maßnahmen" in Nordrhein-Westfalen aus. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch.

11.16 Uhr: Polizei sucht angeblich nach Tunesier

Das Dokument sei auf einen Tunesier ausgestellt. Über Herkunft und Alter gab es verschiedene Angaben. Die Dokumente seien im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen ausgestellt worden.
Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur, die Behörde äußere sich nicht zum aktuellen Ermittlungsstand. Es sei zunächst auch keine Pressekonferenz für Mittwoch geplant. Nach Informationen der "Allgemeinen Zeitung" und von "Spiegel Online" nutzte der Verdächtige mehrere Personalien.


11.07 Uhr: Polizei fahndet bundesweit nach Verdächtigem

Nach dem Anschlag in Berlin fahndet die Polizei nach Informationen der Mainzer "Allgemeinen Zeitung" und des Hessischen Rundfunks bundesweit und nicht öffentlich nach einem Verdächtigen. Im Fußraum des Führerhauses des Lkw, der am Montagabend in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast war, sei eine Duldung mit den Personalien gefunden worden.

5.16 Uhr: Fieberhafte Tätersuche


Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt fahnden Ermittler unter Hochdruck nach dem womöglich bewaffneten Täter und etwaigen Komplizen. Auch die Hintergründe des Angriffs und der genaue Tatablauf beschäftigen die Sicherheitsbehörden am Mittwoch weiter. Der Innenausschuss des Bundestags will gegen Mittag in einer Sondersitzung über den Anschlag beraten.

4 Uhr: Polizeigewerkschaft sieht gute Chancen auf schnellen Fahndungserfolg

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt sieht der Bund Deutscher Kriminalbeamter gute Chancen auf einen schnellen Fahndungserfolg. "Ich bin relativ zuversichtlich, dass wir vielleicht schon morgen oder in naher Zukunft einen neuen Tatverdächtigen präsentieren können", sagte der Gewerkschafts-Vorsitzende André Schulz am Dienstagabend in der ZDF-Sendung "Maybrit Illner Spezial". Vieles könne derzeit nicht verraten werden, aber es gebe "gute Hinweise" und "sehr viele Ansatzpunkte".

0.27 Uhr: Polnischer Fahrer lebte beim Anschlag wohl noch

Der polnische Lkw-Fahrer, der beim Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt auf dem Beifahrersitz saß, hat nach Informationen der "Bild"-Zeitung bis zum Attentat noch gelebt. Das habe die Obduktion ergeben, berichtete die Zeitung in der Nacht zum Mittwoch auf ihrer Internetseite. Ein Ermittler habe von einem Kampf gesprochen. Die Rede ist auch von Messerstichen. Nach dem Attentat wurde der Pole tot im Lkw gefunden. Nach dpa-Informationen wurde er mit einer kleinkalibrigen Waffe erschossen. Von ihr fehlt bislang jede Spur.

22 Uhr: Breitscheidplatz bleibt gesperrt

Der Schauplatz des Anschlags auf einen Berliner Weihnachtsmarkt, der Breitscheidplatz, bleibt auch am Mittwoch weiträumig abgeriegelt. Die Polizei begründete diesen Schritt am Dienstagabend mit der andauernden Ermittlungsarbeit des Landeskriminalamtes. Zu der Bluttat vom Montagabend seien inzwischen 508 Hinweise über das dafür bereitstehende Telefon eingegangen, twitterte das Polizeipräsidium in Berlin.

20.20 Uhr: IS bekennt sich zu Angriff auf Berliner Weihnachtsmarkt

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Angriff auf den Weihnachtsmarkt in Berlin für sich in Anspruch genommen. Der Täter sei ein "Soldat des Islamischen Staates" gewesen, meldete das IS-Sprachrohr Amak am Dienstag im Internet. Die Echtheit der Nachricht ließ sich zunächst nicht verifizieren. Sie wurde aber über die üblichen IS-Kanäle im Internet verbreitet. Auch die Form der Erklärung entspricht früheren Bekenntnissen der Extremisten. Die Operation sei eine Reaktion auf Aufrufe, die Bürger der Staaten der internationalen Koalition anzugreifen.

19.15 Uhr: Tatverdächtiger des Lastwagen-Anschlags wieder frei

Nach dem Lastwagen-Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz ist völlig unklar, wer für die Tat verantwortlich ist. Ein zunächst festgenommener Verdächtiger - vermutlich ein Pakistaner - kam am Dienstag wieder frei. Das teilte die Bundesanwaltschaft am Abend in Karlsruhe mit.
Die bisherigen Ermittlungsergebnisse hätten keinen dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten ergeben. Der Mann habe in seiner Vernehmung umfangreiche Angaben gemacht, eine Tatbeteiligung jedoch bestritten. Augenzeugen hätten den Lastwagenfahrer nach dem Anschlag nicht lückenlos verfolgt, die kriminaltechnischen Untersuchungen hätten außerdem keinen Beleg erbracht, dass der Mann im Führerhaus des Lastwagens gewesen sei.

18.23 Uhr: Brandenburger Tor erstrahlt in Schwarz-Rot-Gold

Nach dem Weihnachtsmarkt-Anschlag in Berlin ist das Brandenburger Tor am Dienstag in Schwarz-Rot-Gold erstrahlt. Auch die rot-weiße Berliner Landesfahne mit dem Bär als Wappentier wurde zeitweise auf das Wahrzeichen projiziert. "Dieses Mal wird das Brandenburger Tor in unseren eigenen Farben angestrahlt", hatte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) tagsüber angekündigt. Das Tor waren in der Vergangenheit als Zeichen der Solidarität nach Terrorattacken in anderen Ländern in deren Nationalfarben angestrahlt worden. Bei dem Anschlag an der Gedächtniskirche am Montagabend waren zwölf Menschen getötet worden.

18.17 Uhr: Entscheidung über Haftbefehl gegen Terrorverdächtigen bis Mitternacht

is Mitternacht wird definitiv über einen Haftbefehl gegen den festgenommenen Verdächtigen von Berlin entschieden. "Um 24.00 Uhr ist für uns die Zeit abgelaufen", sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Dienstag in Berlin.
Grund ist Paragraf 128 der Strafprozessordnung "Vorführung bei vorläufiger Festnahme". Darin heißt es, der Festgenommene sei, sofern er nicht wieder in Freiheit gesetzt werde, unverzüglich, spätestens am Tage nach der Festnahme, dem Richter bei dem Amtsgericht, in dessen Bezirk er festgenommen worden ist, vorzuführen. Hält der Richter die Festnahme nicht für gerechtfertigt oder ihre Gründe für beseitigt, so ordnet er demnach die Freilassung an.
Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt sagte zuvor, der Festgenommene habe am Montagabend den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt womöglich gar nicht begangen.

16.43 Uhr: Rätselraten um Täter und Motiv

Weiter ist unklar, wer für die Todesfahrt am Berliner Weihnachtsmarkt verantwortlich ist. Unklar war am Nachmittag auch, ob ein Täter oder mehrere am Werk waren. Nach dem Anschlag vom Montagabend sei der Täter womöglich noch auf freiem Fuß, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch. Man sei "hochalarmiert". Seltsam ist auch, dass im Führerhaus des Lkw nach Angaben aus Sicherheitskreisen blutverschmierte Kleidung gefunden wurde - bei dem später in einiger Entfernung vom Tatort festgenommenen Verdächtigen dagegen nicht. Ob dies darauf hindeuten könnte, dass der Mann noch im Lkw die Kleidung gewechselt haben könnte, blieb zunächst unklar.



15.35 Uhr: Noch 14 Schwerverletzte in Krankenhäusern


Die Berliner Behörden schließen nicht aus, dass sich die Zahl der Todesopfer nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz noch erhöhen könnte. Derzeit befänden sich noch 14 Schwerstverletzte in Berliner Krankenhäusern, sagte der Sprecher der Senatsgesundheitsverwaltung, Christoph Lang, am Dienstagnachmittag auf epd-Anfrage. Insgesamt wurden zu diesem Zeitpunkt noch 24 Verletzte stationär behandelt.

15.32 Uhr: Die Polizei beobachtet jetzt auch stärker das rechte Spektrum


15.31 Uhr: Merkel gedenkt am Tatort der Anschlagsopfer

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei einem Besuch am Tatort der Opfer des Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin gedacht. Nahe der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche legte sie am Dienstag zusammen mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) weiße Rosen nieder. Auf Schildern, die an einem Mast über Blumen und Kerzen hingen, stand "Das Herz Berlins getroffen" und "Warum?". Danach gingen die Politiker auf dem Areal des geschlossenen Marktes weiter und sprachen mit Polizisten. In der Kirche trug sich Merkel in ein ausliegendes Kondolenzbuch ein.

15.29 Uhr: Der Verdächtige war als kleinkriminell bekannt

Weswegen er polizeilich in Erscheinung trat, dazu will sich das BKA nicht äußern.


15.26 Uhr: Ein Täter oder eine Tätergruppe

Nach den Worten von Generalbundesanwalt Frank ist unklar, ob es eine größere Tätergruppe gibt oder ob der Täter von außen angeleitet wurde. Berlins Polizeipräsident Kandt betonte jedoch, es sei "nicht zwingend notwendig", dass mehr als eine Person beteiligt war. Die Tat sei logistisch "nicht so anspruchsvoll" gewesen.


15.19 Uhr: Möglich, dass ein gefährlicher Täter weiter unterwegs ist

Polizeipräsident Kandt sagte, es sei möglich, dass ein gefährlicher Straftäter noch im Raum Berlin sei. Die Polizei befinde sich rund um die Uhr in einem Sondereinsatz, der voraussichtlich auch bis Silvester andauern werde.


14.30 Uhr: Pressekonferenz mit dem Generalbundesanwalt

Um 14.30 Uhr wird sich der Generalbundesanwalt noch einmal zu den Ereignisse äußern.



14.29 Uhr: Stadt Hof kündigt Schweigeminute am Weihnachtsmarkt an

In Gedenken an die Ereignisse in Berlin wird es am Dienstag um 18 Uhr auf dem Hofer Weihnachtsmarkt eine Schweigeminute geben. Zudem wird für fünf Minuten die Beleuchtung abgeschaltet und der Verkauf in den Buden unterbrochen.


14.19 Uhr: Zweifel, ob der Verdächtige der Täter ist

Polizeipräsident Kandt sagte der dpa: "Wir gehen davon aus, dass es einen Fahrer gab, entweder ist es der Mensch, den wir gefasst haben, oder nicht. Das klären wir gerade. Die Lage ist unklar." Man untersuche Spuren im Lkw oder am Verdächtigen, die zur Tat passen. Fingerabdrücke, Blut, Schmauchspuren. das müssen wir klären." Er ergänzte: "Ich stelle mich darauf ein, dass die gegenwärtige Lage noch länger andauert" - mindestens die nächsten Tage.

14.10 Uhr: Blutverschmierte Kleidung im Lkw

Im Führerhaus des Lastwagens war nach Angaben aus Sicherheitskreisen blutverschmierte Kleidung gefunden worden. Bei dem später in einiger Entfernung vom Tatort festgenommenen Tatverdächtigen sei dagegen keine mit Blut befleckte Kleidung gefunden worden. Ob dies darauf hindeuten könnte, dass der Mann noch im Lkw die Kleidung gewechselt haben könnte, blieb ebenfalls zunächst unklar.
Bei dem festgenommenen Tatverdächtigen sollen sich kaum Spuren gefunden haben, die auf einen Kampf hindeuten, wie der "Spiegel" aus hochrangigen Ermittlerkreisen erfahren haben will. Zudem habe man keine typischen Schmauchspuren an seinem Körper gefunden, die auf eine Schussabgabe schließen lassen.

13.41 Uhr: Polizei ist sich nicht sicher, ob der Festgenommene tatsächlich der Täter ist

Der in Berlin festgenommene Terrorverdächtige hat den Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt möglicherweise nicht begangen. "Es ist in der Tat unsicher, dass es der Fahrer war", sagte Polizeipräsident Klaus Kandt am Dienstag.


13 Uhr: Pressekonferenz mit Berliner Behörden

Um 13 Uhr wollen nun die Berliner Behörden eine Pressekonferenz geben.


12.52 Uhr: Festgenommener aus Pakistan

Der Festgenommene stammt nach de Maizières Worten "wohl aus Pakistan". Er sei Silvester 2015 eingereist und im Februar in Berlin aufgetaucht. Sein Asylverfahren sei noch nicht abgeschlossen. In den entsprechenden Terror-Dateien sei er bislang nicht vertreten.


12.51 Uhr: Weihnachtsmärkte in Deutschland nicht schließen


Richtig sei es, dass die Weihnachtsmärkte in Berlin an diesem Tag geschlossen bleiben, sagte der Bundesinnenminister. Mit seinen Länderkollegen sei er sich aber einig, dass andere Weihnachtsmärkte und Großveranstaltungen weiter stattfinden sollen. Der jeweiligen Lage angepasst werde es weitere Sicherheitsvorkehrungen geben. "Aber eine Absage wäre falsch."

12.46 Uhr: De Maizière warnte die Deutschen davor, ihren Lebensstil zu ändern

De Maizière warnte die Deutschen davor, ihren Lebensstil nach dem Berliner Anschlag zu ändern. "Lassen wir unser Leben nicht von Angst bestimmen", forderte der Minister. "Weichen wir zurück, dann haben die Feinde der Freiheit schon gewonnen."







12.32 Uhr: Pakistan sucht nach Identität des Attentäters

Deutschland hat Kontakt mit pakistanischen Behörden aufgenommen. Eine Quelle aus dem pakistanischen Außenministerium, die anonym bleiben wollte, sagte am Dienstag, dass "Deutschland mit dem Außenministerium in Kontakt getreten" war, nachdem die "Herkunft des Täters nach Pakistan zurückverfolgt wurde".
Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden pakistanische Behörden gebeten, gleich zwei Datensätze zu überprüfen: Beide tragen den gleichen Namen: Navid Balutsch (unterschiedliche Schreibweisen). Aber es gibt offenbar zwei Geburtsdaten und zwei Geburtsorte - einer in Afghanistan, in der Provinz Nimruz, einer in Pakistan. Medien hatten berichtet, dass der Täter unterschiedliche Angaben über sich gemacht habe.
Beide Quellen bestätigten nicht, dass der Mann, den deutsche Sicherheitskreise Naved B. nennen, Pakistaner sei. Er könne auch ein afghanischer Flüchtling sein, der in Pakistan gelebt habe.
Pakistan hat jahrzehntelang rund 2,5 Millionen Afghanen beherbergt. Wegen Streitigkeiten mit der afghanischen Regierung steigt der Druck, auf die Afghanen, das Land zu verlassen. Seit Jahresbeginn sind mehr als 614 000 Afghanen aus Pakistan unfreiwillig in ihr Heimatland zurückgekehrt. Viele der in Europa einreisenden Afghanen kommen aus den großen Flüchtlingslagern in Pakistan und dem Iran.

11.54 Uhr: Verdächtiger streitet Tat ab

Der festgenommene Tatverdächtige bestreitet laut Informationen von NTV und der dpa die Tat.

11.40 Uhr: Keine Absage der Silvesterparty am Brandenburger Tor

Die große Silvesterparty am Brandenburger Tor soll trotz des Anschlags auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin stattfinden. Eine Absage sei nicht geplant, sagte eine Sprecherin des Veranstalters KIT Group am Dienstag.

11.33 Uhr: Notfallseelsorger stehen Betroffenen bei


In der Nacht zum Dienstag seien etwa 20 Helfer im Einsatz gewesen, hätten mit vielen Menschen, Angehörigen und Augenzeugen, gesprochen und die Einsatzkräfte begleitet, sagte Pfarrer Justus Münster, evangelischer Beauftragter für die Notfallseelsorge in Berlin, dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag.



11.25 Uhr: Israeli unter den Verletzten des Anschlags in Berlin

nter den Verletzten beim Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt ist auch ein Israeli. Die Leiterin des israelischen Konsulats, Liora Givon, sei unterwegs, um den Mann zu besuchen, teilte ein Sprecher des Außenministeriums in Jerusalem am Dienstag mit.

11.19 Uhr: Merkel: Widerwärtig

Zu Meldungen, dass der Attentäter als Flüchtling nach Deutschland gekommen sei, sagte Merkel, dieser Fakt wäre "schwer zu ertragen" und "besonders widerwärtig" gegenüber denjenigen, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren.

11.10 Uhr: Merkel: "Müssen von Terroranschlag ausgehen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geht davon aus, dass die Todesfahrt eines Lkw auf den Weihnachtmarkt in Berlin ein Terroranschlag war. "Wir müssen nach jetztigen Stand von einem terroristischen Anschlag ausgehen", sagte Merkel am Dienstag in Berlin.

11.07 Uhr: Verband zu Anschlag: Folgen für Nürnberger Christkindlesmarkt unklar

Die Folgen des Berliner Anschlags für den Nürnberger Christkindlesmarkt sind nach Einschätzung der Standbetreiber derzeit noch schwer abschätzbar. "Wir müssen jetzt erst einmal zwei bis drei Tage abwarten, wie sich das auf den Besuch des Marktes auswirkt", sagte der Vorsitzende des Verbandes der Nürnberger Marktkaufleute und Schausteller, Georg Bernhard, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.
Beratungen der Stadt mit der Polizei über eine mögliche Verbesserungen des Sicherheitskonzepts für den Christkindlesmarkt liefen am Vormittag noch. Vertreter von Polizei und Stadt wollten sich zu den Ergebnissen der Gespräche am Mittag äußern.
Grundsätzlich hält der Vertreter der Marktkaufleute die Todesfahrt auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz für "katastrophal". Das Schlimme sei, dass mit dem Vorfall in Berlin die Fakten geschaffen worden seien, die bisher immer nur als Befürchtung im Raum gestanden hätten. Was die Sicherheit auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt angehe, so halte er sie für sehr gut. Mit quer stehenden Polizeiwagen seien dort alle Zufahrten zum Markt mit Polizeiwagen versperrt.

11.06 Uhr: Merkel - Land sei in Trauer vereint

Merkel sagte, sie denke in diesen Stunden zu allererst an die Toten und Verletzten. Ein ganzes Land sei in Trauer vereint.

11.04 Uhr: Merkel erschüttert

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich erschüttert über den mutmaßlichen Terroranschlag in Berlin geäußert. "Das ist ein sehr schwerer Tag", sagte Merkel.

10.54 Uhr: Polnischer Speditionsbesitzer bestätigt Tod seines Fahrers

Der polnische Speditionsbesitzer hat den Tod seines Fahrers bestätigt, mit dessen Wagen der Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt begangen wurde. Er habe seinen Cousin auf einem Polizeifoto identifiziert, sagte Ariel Zurawski im polnischen Fernsehen. "Das Foto ist sehr drastisch." Er habe es zunächst nicht sehen wollen. Der Frau des Lkw-Fahrers, die am Montag als letzte gegen 15.00 Uhr mit ihrem Mann telefonisch gesprochen haben soll, wurde es demnach nicht gezeigt. In den Stunden vor der Tat war der Pole nicht mehr zu erreichen. "Er war ein guter Fahrer, einer der letzten guten auf dem Markt", sagte Zurawski. Der Verstorbene hinterlässt seine Frau und ein 17-jähriges Kind.


10.35 Uhr: Weihnachtsmärkte in Berlin sollen Dienstag nicht öffnen

Nach dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt sollen die Märkte in der Bundeshauptstadt am Dienstag geschlossen bleiben.

10.33 Uhr: Innenminister-Chef Bouillon spricht von "Kriegszustand"

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), hat nach der Gewalttat in Berlin von "Kriegszustand" gesprochen. Der saarländische Ressortchef sagte am Dienstag im Saarländischen Rundfunk: "Wir müssen konstatieren: Wir sind in einem Kriegszustand, obwohl das einige Leute, die immer nur das Gute sehen, nicht sehen möchten." Es seien Nachahmungstaten zu befürchten. Bouillon kündigte weiter verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an: "Wir werden, wo wir es für erforderlich halten, auch mit schwerem Gerät antreten. Das heißt Langwaffen, Kurzwaffen, Maschinenpistolen." Die Zufahrten zu Veranstaltungen müssten in den Sicherheitskonzepten berücksichtigt werden.

10.27 Uhr: Hinweise auf Herkunftsland Pakistan verdichtet

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt verdichten sich die Hinweise auf Pakistan als Herkunftsland des Tatverdächtigen. Vollständig geklärt sei das Geburtsland des Mannes allerdings nach wie vor nicht, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Zuvor hieß es, es sei auch möglich, dass der Mann aus Afghanistan stamme.

10.27 Uhr: Innenminister: Weihnachtsmärkte sollen weiter stattfinden

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag haben sich die Innenminister von Bund und Ländern gegen eine Absage ähnlicher Veranstaltungen in Deutschland ausgesprochen. Dies teilte das Bundesinnenministerium am Dienstag nach einer Telefonkonferenz der Ressortchefs mit.

10.26 Uhr: Der Polnische Beifahrer wurde wohl erschossen

Der polnische Beifahrer des mutmaßlichen Attentäters von Berlin ist nach Angaben des Brandenburger Innenministeriums vermutlich erschossen worden. Der Pole hatte den Lastwagen nach bisherigen Erkenntnissen gefahren, bevor der Lkw in die Hände des Mannes fiel, der mit dem Lkw am Montagabend auf einen Weihnachtsmarkt im Herzen Berlins raste. Der polnische Kraftfahrer sei Opfer und nicht Täter, teilte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) am Dienstag nach einer Telefonkonferenz der Innenminister der Länder mit. Ob es sich dabei um eine Entführung gehandelt hat, ist noch unklar. Deutsche Sicherheitskreise wollten sich zu dieser Frage bisher nicht äußern.

10.17 Uhr: Verdächtiger unter dem Namen Naved B. bekannt

Die deutschen Sicherheitsbehörden haben den Verdächtigen unter dem Namen Naved B. als mutmaßlichen Flüchtling identifiziert. Der wohl 23 Jahre alte Mann habe zwei Alias-Namen geführt, die dem erstgenannten Namen sehr ähnlich seien, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Auch die Tageszeitung "Die Welt" hatte den Namen genannt.

10.09 Uhr: Verdächtiger bislang nicht als Islamist aufgefallen - Polizeibekannt

Der nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene Verdächtige ist den deutschen Sicherheitsbehörden bislang nicht als Islamist aufgefallen. Der Mann tauche in der entsprechenden Datei der Behörden nicht auf, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Der Verdächtige sei der Polizei allerdings wegen kleinerer Delikte bekannt gewesen. Um welche Vergehen es sich handelt, blieb zunächst offen.

10.08 Uhr: Petry zu Anschlag in Berlin: "Deutschland ist nicht mehr sicher"

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry gibt der Bundesregierung indirekt Mitverantwortung für den Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt. "Das Milieu, in dem solche Taten gedeihen können, ist in den vergangenen anderthalb Jahren fahrlässig und systematisch importiert worden", erklärte die Parteichefin am Dienstag. Die AfD lege gerade an so einem traurigen Tag keinen Wert darauf, "Recht zu behalten".

10.07 Uhr: Sicherheitskreise: Verdächtiger soll 23 Jahre alt sein


Der nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene Verdächtige soll nach Erkenntnissen der Behörden etwa 23 Jahre alt sein. Als Geburtsjahr des Mannes werde das Jahr 1993 angegeben, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Sicherheitskreisen. Unklar blieb zunächst, ob den Behörden in diesem Zusammenhang ein echtes Personaldokument vorlag oder ob sich die Altersangabe auf eine Auskunft des Flüchtlings stützt.
Der Mann habe in einer Flüchtlingsunterkunft auf dem früheren Berliner Flughafen Tempelhof gelebt, hieß es weiter. Die Unterkunft wurde am Dienstag von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei durchsucht.

9.58 Uhr: Brandenburgs Innenminister: Ein Toter auf Breitscheidplatz erschossen

Unter den Toten auf dem Berliner Breitscheidplatz befindet sich nach Angaben von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) auch eine Person, die erschossen wurde. Vermutlich handele es sich um einen polnischen Kraftfahrer, der allerdings Opfer und nicht Täter sei, sagte Schröter am Dienstag in Potsdam.

9.10 Uhr: Münchner Polizei verstärkt Personal

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag in Berlin hat die Polizei in München ihre Sicherheitsvorkehrungen für die Weihnachtsmärkte in der bayerischen Landeshauptstadt erhöht. Das Personal auf den Märkten sei verstärkt worden, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Einzelheiten wollte er nicht mitteilen.

9.06 Uhr: Herrmann: Flüchtlingpolitik prüfen

"Wenn sich bestätigen sollte, dass dieser Anschlag von jemandem verübt worden ist, der als Asylbewerber ins Land eingereist ist, dann muss das in Berlin schon noch mal zu einem grundsätzlichen Nachdenken darüber führen, wie diese ganze Flüchtlingsaufnahme gestaltet wird", sagte Herrmann am Dienstag dem Hörfunksender Antenne Bayern.

9.02 Uhr: BKA ermittelt im Auftrag des Generalbundesanwalts

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat im Auftrag des Generalbundesanwalts die Ermittlungen zu dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt übernommen. "Der Generalbundesanwalt beim BGH hat ein Strafverfahren eingeleitet und das BKA mit den Ermittlungen beauftragt", teilten die Wiesbadener Kriminalbeamten am Dienstag auf Twitter mit.

8.58 Uhr: Lkw vermutlich gegen 16 Uhr entführt

Der Lastwagen, der in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast ist, könnte polnischen Medien zufolge am Montagnachmittag in Berlin entführt worden sein. GPS-Daten hätten gezeigt, dass der Wagen ab etwa 16 Uhr mehrmals gestartet worden sei, berichtete der Sender TVN24 unter Berufung auf die betroffene polnische Spedition bei Gryfino in der Nähe von Stettin. Dabei könnte es sich um Versuche eines mutmaßlichen Entführers gehandelt haben, den LKW zu steuern, vermuteten polnische Medien.
Gegen 19.45 Uhr habe der Wagen seinen Standort in Berlin endgültig verlassen, hieß es. Demnach hatte der LKW seit etwa Montagmittag vor einer Berliner Firma geparkt. Es sei geplant gewesen, aus Italien transportierte Stahlkonstruktionen Dienstagfrüh dort auszuladen, sagte der Spediteur dem Sender. Der polnische Fahrer war demnach sein Cousin. Er sei seit etwa 16 Uhr nicht mehr telefonisch erreichbar gewesen. Nach dem Unglück am Abend wurde der Fahrer tot im Wagen aufgefunden.


8.44 Uhr: Özdemir für besonnene Prüfung weiterer Sicherheitsvorkehrungen

Grünen-Chef Cem Özdemir hat sich nach dem mutmaßlichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt für eine besonnene Prüfung möglicher zusätzlicher Sicherheitsvorkehrungen ausgesprochen. "Es gibt keine absolute Sicherheit. Aber das ist auch keine Entschuldigung, nichts zu tun", sagte Özdemir am Dienstag im ZDF-"Morgenmagazin".

8.40 Uhr: SEK durchsucht Hangars auf früherem Flughafen Tempfelhof

Nach der Todesfahrt eines Lkw in Berlin haben Spezialeinsatzkräfte (SEK) der Polizei am Dienstagmorgen nach Medienberichten Hangars auf dem früheren Flughafen Tempelhof durchsucht. Dort befindet sich Berlins größte Flüchtlingsunterkunft. Nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen ist der Verdächtige wohl im Februar als Flüchtling über die Balkanroute nach Deutschland eingereist.

8.32 Uhr: Mehr Polizei auf Weihnachtsmärkten

Die Bundesländer überdenken nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt ihre Sicherheitskonzepte. "Es wird alles getan um die bestmögliche Sicherheit im Land zu gewährleisten", sagte Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Im Laufe des Tages wollen die Landesinnenminister per Telefonschalte über die Lage beraten.
"Wir müssen jetzt noch mehr Wachsamkeit und Präsenz zeigen", sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) dem Sender WDR5. Die Polizei werde in Doppelstreifen und schwerer bewaffnet kontrollieren, außerdem werde es verdeckte "Maßnahmen" geben. Dabei gehe es insbesondere darum, die islamistische Szene zu beobachten.

8.18 Uhr: Trauerbeflaggung angeordnet

Nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) für Dienstag die bundesweite Trauerbeflaggung der Bundesbehörden angeordnet. "Dies geschieht als Zeichen der Anteilnahme nach der Gewalttat auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin am gestrigen Abend", teilte das Ministerium mit.

7.51 Uhr: Verdächtiger wohl über Balkanroute eingereist

Der nach dem mutmaßlichen Terroranschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt festgenommene Verdächtige ist nach Erkenntnissen der Behörden wohl im Februar als Flüchtling über die Balkanroute nach Deutschland eingereist.

7.16 Uhr: Verdächtiger soll Pakistaner sein

Laut Informationen des RBB-Inforadios soll der Verdächtiger Pakistaner sein. Der festgenommene mutmaßliche Täter sei am 31. Dezember 2015 in Passau nach Deutschland eingereist, berichtete der Sender am frühen Dienstagmorgen unter Berufung auf Sicherheitskreise. Der Polizei soll er bereits wegen geringfügiger Delikte bekannt sein. Die Berliner Polizei wollte sich dazu nicht äußern.
Der Mann war auf der Flucht vom Tatort festgenommen worden und wird verhört. Nach dpa-Informationen soll der Mann mehrere Identitäten genutzt haben.

6.57 Uhr: Todes-Lkw wird zur Spurensicherung abgeholt

Der Lkw, mit dem ein Unbekannter auf einem Berliner Weihnachtsmarkt in die Menge raste und zwölf Menschen tötete, sollte am Dienstagmorgen zur Spurensicherung abgeholt werden. Die Unglücksstelle in der Nähe der Gedächtniskirche war weiträumig abgesperrt.


6.27 Uhr: Polizei spricht von Anschlag

Nach der Todesfahrt eines Lkw auf einen Berliner Weihnachtsmarkt spricht die Polizei nun erstmals von dem Verdacht auf einen Terroranschlag. "Alle polizeilichen Maßnahmen zu dem vermutlich terroristischen Anschlag am Breitscheidplatz laufen mit Hochdruck und der nötigen Sorgfalt", twitterte die Polizei am frühen Dienstagmorgen.

6.02 Uhr: Lkw vorsätzlich auf Berliner Weihnachtsmarkt gesteuert

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Lkw in Berlin vorsätzlich auf einen Weihnachtsmarkt gesteuert wurde. Das teilte die Polizei am Dienstagmorgen über Twitter mit.


3.54 Uhr: NRW-Innenminister: "Müssen von einem Terroranschlag ausgehen"

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) geht nach seinem bisherigen Informationsstand von einem "Terroranschlag" auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin aus. "Nach allem, was wir wissen, müssen wir von einem Terroranschlag ausgehen", erklärte Jäger am frühen Dienstagmorgen. Ein Sprecher Jägers sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Die Informationen, die wir bisher haben, lassen uns zu dieser Bewertung kommen."
Jäger erklärte: "Deshalb verstärkt die NRW-Polizei abermals ihre Präsenz und Wachsamkeit." Wo erforderlich, trügen die Beamten Schutzwesten und Maschinenpistolen.


3.42 Uhr: Polizei dankt Verkäufern

Die Polizei in Berlin hat nach dem möglichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt den Verkäufern rund um den Platz für ihre Hilfe gedankt. "Danke an alle Gewerbetreibenden rund um den Breitscheidplatz für die selbstlose Versorgung der Betroffenen & unserer Einsatzkräfte", schrieben die Beamten in der Nacht zum Dienstag auf Twitter.

2.48 Uhr: Toter in Lastwagen war Pole

Die Polizei hat neue Einzelheiten zu dem Mann bekanntgegeben, der nach dem möglichen Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt tot in einem Lastwagen aufgefunden wurde. Demnach handelt es sich bei dem Toten um einen polnischen Staatsbürger, wie die Polizei am frühen Dienstagmorgen über Twitter mitteilte. Der Lastwagen, der auf den Weihnachtsmarkt gefahren war, hatte ein polnisches Kennzeichen, wie bereits zuvor bekannt war.
Der mutmaßliche Fahrer des Lastwagens war festgenommen worden. Bei dem möglichen Anschlag wurden zwölf Menschen getötet.


1.55 Uhr: Polizei: Zwölf Tote


Bei dem möglichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin ist die Zahl der Todesopfer nach Polizeiangaben von neun auf zwölf gestiegen. 48 Menschen liegen zum Teil schwer verletzt in Krankenhäusern, wie die Polizei am frühen Dienstagmorgen über Twitter mitteilte.

1.38 Uhr: Polizei bittet um Videos und Fotos

Die Polizei hat ein Portal freigeschaltet, über das Augenzeugen des möglichen Anschlags in Berlin Fotos und Videos hochladen können. Zuvor hatte die Polizei gebeten, kein Bildmaterial über Soziale Medien zu verbreiten oder es per Twitter an die Behörden zu senden. Auf Handy-Fotos und -Videos könnten Hinweise zu sehen sein, die den Ermittlern bei ihrer Arbeit helfen.

1.18 Uhr: Sicherheitskreise: Verdächtiger wohl als Flüchtling eingereist

Der festgenommene mutmaßliche Fahrer ist nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden wohl im Februar als Flüchtling nach Deutschland eingereist. Letzte Gewissheit gab es zunächst noch nicht, da der Mann unterschiedliche Namen verwendet habe und damit seine Identität nicht zweifelsfrei habe geklärt werden können, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am frühen Dienstagmorgen aus Sicherheitskreisen.


00.49 Uhr: Trump: "Schreckliche Terror-Attacke in Berlin"

Der designierte US-Präsident Donald Trump hat den tödlichen Zwischenfall mit einem Lastwagen auf einem Berliner Weihnachtsmarkt als einen "schrecklichen Terrorangriff" bezeichnet. "Unschuldige Zivilisten wurden auf der Straße ermordet, als sie sich gerade anschickten, die Weihnachtsferien zu feiern", erklärte Trump am Montag (Ortszeit) in einer Mitteilung.

00.29 Uhr: Lkw womöglich bereits in Polen gestohlen

Der Lastwagen, der gegen 20.00 Uhr in einen Berliner Weihnachtsmarkt gerast ist und dabei mehrere Menschen getötet hat, ist womöglich bereits in Polen von einer Baustelle gestohlen worden. Das teilte die Polizei in der Nacht zum Dienstag mit. Die Ermittlungen dazu liefen.

00.27 Uhr: Festgenommener könnte Pakistaner oder Afghane sein

Der festgenommene mutmaßliche Fahrer könnte ein Pakistaner oder Afghane sein. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am frühen Dienstagmorgen aus Sicherheitskreisen. Eine genaue Identifizierung sei jedoch schwierig, da möglicherweise auch falsche Namen benutzt würden. Der Mann war nach dem Vorfall mit mindestens neun Toten zunächst geflüchtet.
Der Berliner "Tagesspiegel" berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, der Mann sei den Ermittlern bekannt, allerdings nicht wegen eines terroristischen Hintergrundes, sondern wegen kleinerer krimineller Delikte.

00.17 Uhr: De Maizière: Es spricht viel für einen Anschlag

"Ich möchte im Moment noch nicht das Wort Anschlag in den Mund nehmen, obwohl viel dafür spricht", betonte er.

00.15 Uhr: Hessen verstärkt Polizeipräsenz

Nach dem möglichen Anschlag in Berlin werden in Hessen mehr Polizisten zum Schutz von Weihnachtsmärkten eingesetzt.


00.10 Uhr: Polnischer Lkw mit Stahl beladen

Der Lastwagen gehörte einer polnischen Spedition, wie deren Eigentümer Ariel Zurawski in einem Telefonat dem polnischen Sender TVN 24 sagte. Der Fahrer sei seit etwa 16 Uhr nicht mehr zu erreichen gewesen. Es handele sich um seinen Cousin, er könne seine Hand für ihn ins Feuer legen, dass er kein Attentäter sei. "Es kann einfach nicht mein Fahrer gewesen sein", sagte Zurawski zu dem Vorfall. "Ihm muss etwas angetan worden sein", mutmaßte er. "Ich stehe so unter Schock."
Der Lastwagen hatte Stahlkonstruktionen nach Berlin transportiert, berichtete Zurawski. Wegen einer Verzögerung habe der Fahrer bis zum Dienstag warten müssen und den Lastwagenwagen in Berlin geparkt.

00.08 Uhr: Verheerendes Bild vor Ort

Es gebe ein "verheerendes Bild vor Ort", sagte ein Polizeisprecher. Umstehende berichteten dpa-Reportern, dass der Lkw Dutzende Menschen überfahren habe.Das Gelände wurde abgesperrt, Passanten wurden nur noch vom Weihnachtsmarkt herunter gelassen. Laut Feuerwehrsprecher Gerling trafen die ersten Notrufe um 20.07 Uhr ein. Gegen Mitternacht befanden sich demnach 20 Personen in Krankenhäusern. Rund 30 Menschen seien leichter oder seelisch verletzt.


23.05 Uhr: Facebook aktiviert Sicherheits-Check nach möglichem Anschlag

Facebook hat nach dem möglichen Anschlag in Berlin seinen Sicherheits-Check aktiviert. Nutzer, die in der Region rund um den Unglücksort sind, können Freunden mitteilen, dass sie in Sicherheit sind. Der Service war in den vergangenen Monaten immer wieder aktiviert worden - etwa nach den Anschlägen in Nizza oder Brüssel, oder nach der Gewalttat in München.


22.53 Uhr: Gauck: "Schlimmer Abend für Berlin und unser Land"

"Das ist ein schlimmer Abend für Berlin und unser Land, der mich wie zahllose Menschen sehr bestürzt", teilte Gauck am Montagabend mit. "Auch wenn wir noch nicht viel über die Hintergründe des schrecklichen Geschehens auf dem Berliner Weihnachtsmarkt wissen: Ich bin in Gedanken bei den Opfern, bei ihren Angehörigen, bei allen Menschen, die um Familienangehörige oder Freunde fürchten."


22.48 Uhr: EU-Kommissionschef: Tiefe Trauer

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hat nach dem möglichen Anschlag in Berlin sein Mitgefühl ausgedrückt. "Meine Gedanken und die der gesamten Europäischen Kommission sind bei den Familien und Angehörigen all jener, die in Berlin getötet und verletzt wurden", teilte Juncker am Montagabend in Brüssel mit. "Diese Nachricht erschüttert uns umso mehr, weil sie dort zusammengekommen waren, um die Vorweihnachtszeit zu feiern, die viele mit Besinnlichkeit und Frieden verbinden. Wir sind mit den Opfern in tiefer Trauer verbunden."

22.40 Uhr: Polizei: Keine Videos teilen

Die Polizei hat dazu aufgerufen, keine Videos vom Geschehen zu teilen: "Bitte verbreiten Sie keine Videos vom Ereignisort im Netz. So schützen Sie die Privatsphäre der Opfer und ihrer Angehörigen", hieß es im Twitter-Aufruf der Polizei.


22.39 Uhr: Österreichs Spitzenpolitiker entsetzt über möglichen Anschlag

Mit Entsetzen haben Österreichs Spitzenpolitiker auf den möglichen Anschlag in Berlin reagiert. Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) erklärte via Twitter, seine Gedanken seien bei den Opfern und ihren Angehörigen: "Nach genauer Analyse brauchen wir besonnene, konsequente Antworten." Auch Vizekanzler Reinhold Mitterlehner und Außenminister Sebastian Kurz (beide ÖVP) äußerten auf Twitter ihr Entsetzen und kondolierten den Familien der Opfer. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) sagte: "Europa wird mehr denn je zusammenhalten, um Angriffe auf unsere Gesellschaft zu verhindern."

22.30 Uhr: Von der Leyen bestürzt über möglichen Anschlag in Berlin

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat sich entsetzt über den möglichen Anschlag in Berlin gezeigt. Während ihres Besuchs im westafrikanischen Mali sprach sie am Montagabend von "bestürzenden Nachrichten" aus Deutschland. "Wir wissen auch nur das, was wir über die frei zugänglichen Medien in der Kürze erfahren konnten", sagte sie auf einem Empfang in der deutschen Botschaft in Bamako. Die Gäste bat von der Leyen um einen Moment des Gedenkens für die Opfer. Die Ministerin hatte zuvor die deutschen Soldaten im nordmalischen Gao besucht, die dort an einer UN-Friedensmission teilnehmen. 

22.27 Uhr: Lkw fuhr mit hoher Geschwindigkeit

Laut Polizei fuhr der dunkle Lastwagen mit polnischen Kennzeichen mit hoher Geschwindigkeit 50 bis 80 Meter über den Markt und zerstörte mehrere Buden.

22.24 Uhr: LKA ermittelt

Nach dem möglichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Berliner Weihnachtsmarkt hat das Landeskriminalamt (LKA) die Ermittlungen vor Ort übernommen.


22.19 Uhr: Frankreichs Außenminister entsetzt über möglichen Anschlag in Berlin

Frankreichs Außenminister Jean-Marc Ayrault hat betroffen auf den möglichen Anschlag auf einem Berliner Weihnachtsmarkt reagiert. "Entsetzt von den Nachrichten aus Berlin und vollkommen solidarisch mit unseren deutschen Freunden", schrieb der Pariser Chefdiplomat am Montagabend auf Twitter.
Solidaritätsbekundungen kamen auch aus Nizza, wo ein Lastwagen-Attentat im Juli 86 Menschen getötet hatte. "Horror in Berlin. Unterstützung für den Bürgermeister von Berlin und das deutsche Volk. Nie wieder das", erklärte der führende konservative Regionalpolitiker Christian Estrosi.


22.12 Uhr: Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen

Nach dem möglichen Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin mit mindestens neun Toten übernimmt der Generalbundesanwalt die Ermittlungen. Generalbundesanwalt Peter Frank übernehme den Fall, teilte Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) am Abend über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

22.07 Uhr: Innenminister de Maizière in Kontakt mit Sicherheitsverantwortlichen

Nach dem möglichen Anschlag in Berlin mit mindestens neun Toten steht Bundesinnenminister Thomas de Maizière in Kontakt mit den Sicherheitsbehörden in der Hauptstadt. "Ich wurde unmittelbar nach dem schrecklichen Vorfall auf dem Berliner Weihnachtsmarkt unterrichtet", teilte der CDU-Politiker am Montagabend mit. "Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzen des schrecklichen Vorfalls. Ich stehe in unmittelbarem und durchgehendem Austausch mit den Sicherheitsverantwortlichen im Land Berlin und habe jede Unterstützung durch die Bundespolizei angeboten."

22 Uhr: Merkels Regierungssprecher: Wir trauern um die Toten

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich bestürzt über den möglichen Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Berliner Weihnachtsmarkt gezeigt. "Wir trauern um die Toten und hoffen, dass den vielen Verletzten geholfen werden kann", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montagabend über den Kurnachrichtendienst Twitter mit. Merkel sei mit Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD) in Kontakt.

21.49 Uhr: Berliner Bürgermeister spricht von dramatischer Situation

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach von einer dramatischen Situation. "Wir sind in Gedanken bei den Familien", sagte Müller vor Ort. Alle Einsatzkräfte seien vor Ort. Das Universitätsklinikum Charité sei vorbereitet zur Aufnahme der vielen Verletzten.

21.46 Uhr: Ein Verdächtiger tot

Nach dem Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Berliner Weihnachtsmarkt am Montagabend ist nach Polizeiangaben ein Verdächtiger tot. Über die Todesursache des Mannes, der im Führerhaus des Lastwagens saß, ist laut Polizei zunächst nichts bekannt.

21.42 Uhr: Die Polizei bittet die Berliner zu Hause zu bleiben

Die Berliner Polizei hat die Bevölkerung aufgefordert, zu Hause zu bleiben und keine Gerüchte zu verbreiten. Das teilte sie am Montagabend über Twitter mit. Man arbeite auf Hochtouren, hieß es weiter.

21.37 Uhr: Ein Verdächtiger sei noch auf der Flucht

50 Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Der Sattelschlepper war vorne stark demoliert und nach dem Anschlag vor dem Hochhaus des Waldorf-Astoria-Hotels abgestellt, wie ein dpa-Fotograf berichtete.
Dutzende Rettungswagen und viele Polizeiwagen waren vor Ort. Das Gelände wurde abgesperrt, Passanten wurden nur noch vom Weihnachtsmarkt gelassen.

21.33 Uhr: Ein Verdächtiger festgenommen

Ein Polizeisprecher sagt, dass ein Verdächtiger festgenommen wurde.

21.15 Uhr: Polizei geht von neun Toten aus

Die Polizei spricht von mindestens neun Toten. Der Lastwagen sei gegen 20 Uhr auf den Gehweg gefahren und habe dann den Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche durchquert. Zu den Tätern wurden von der Polizei keine Angaben gemacht. Medien spekulierten über einen Anschlag.

21.11 Uhr: Feuerwehr berichtet von mehreren Toten

Bei dem Anschlag mit einem Lastwagen auf einem Weihnachtsmarkt in Berlin sind am Montagabend nach Angaben der Feuerwehr mehrere Menschen getötet worden. Daneben gebe es mindestens 50 Verletzte, wie ein Feuerwehr-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur in Berlin sagte.


21.05 Uhr: Es wird von mehreren Toten berichtet

Nach Medienberichten soll es mehrere Tote gegeben haben. Der Lastwagen soll über den Gehweg auf den Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche gefahren sein.

20.44 Uhr: Polizei geht von Anschlag aus

Die Polizei geht von einem Anschlag mit einem Lastwagen aus. "Soeben ist ein LKW über den Gehweg am #Breitscheidplatz gefahren. Unsere Kolleg. melden Verletzte. Weitere Infos folgen hier", teilte die Polizei auf Twitter mit. Ein Live-Video auf der Facebook-Seite der "Berliner Morgenpost" zeigte zerstörte Buden auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, zahlreiche Polizei-Fahrzeuge waren zu hören.
Ein dpa-Fotograf berichtete von Polizisten mit Maschinenpistolen am Löwentor des Zoos. Ein Täter sei flüchtig, hieß von einem Beamten. Mehrere Polizei-Fahrzeuge fuhren in Richtung Mitte.

20.40 Uhr: Lastwagen erfasst Passanten: Ein Toter

Es wird bekannt, dass es einen Toten geben soll und mehrere Verletzte.

20.27 Uhr: Die erste Meldung aus Berlin

In Berlin ist in der Nähe der Gedächtniskirche am Montagabend ein Lastwagen auf einen Gehweg gefahren. Dabei gab es einen Toten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Näheres sei noch nicht bekannt. dpa/dvd