«Ich habe nicht bezahlt für die Übernachtung. Das ist ja auch bei privaten Besuchen in ganz Deutschland nicht der Fall», sagte Wowereit der «Bild»-Zeitung (Montag). Als Freund wollte der SPD-Politiker den Partyveranstalter aber nicht bezeichnen. «Ich würde Wert darauflegen, dass er ein sehr guter Bekannter ist. Und er ist ein feiner Kerl.» Auf die Frage, was man gemeinsam unternommen habe, sagte Wowereit: «Wandern. Sprechen. Was man so macht.»

In der RBB-«Abendschau» hatte Wowereit bereits am Sonntagabend versichert, es habe keinerlei geschäftliche Beziehungen des Landes zu Schmidt gegeben. Dieser gilt als eine zentrale Figur in der Affäre um den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff. Der Eventmanager hatte die private Lobby-Veranstaltung «Nord-Süd-Dialog» organisiert, bei der Wulff seinerzeit als niedersächsischer Ministerpräsident Schirmherr war und an der Schmidt kräftig verdient hatte. Inzwischen steht er in dem Verdacht, Wulffs ehemaligen Sprecher Olaf Glaeseker bestochen zu haben.