«Wenn ich mich dafür entscheide, 2013 anzutreten, dann stehe ich auch für die komplette Amtszeit zur Verfügung - ob mich die Bevölkerung als Ministerpräsident will oder in der Opposition», sagte Seehofer der «Süddeutschen Zeitung».

Der bayerische SPD-Spitzenkandidat Christian Ude reagierte prompt auf die Aussagen des Ministerpräsidenten: Er freue sich «auf Seehofer als Oppositionsführer», sagte der Münchner Oberbürgermeister am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk (Bayern 2).

Seehofer hatte den vor wenigen Wochen in Nordrhein-Westfalen gescheiterten CDU-Spitzenkandidaten Norbert Röttgen scharf kritisiert, weil der damalige Bundesumweltminister seine Zukunft im Falle einer Wahlniederlage offen gelassen hatte. Entsprechend stellte der CSU-Chef jetzt klar, dass er seine Rolle nach der Landtagswahl so annehme, wie es die Bürger an den Urnen entscheiden. «Ich meine das ernst», betonte er in dem Zeitungsinterview.

Seehofer setzte sich damit allerdings auch von Ude ab, der nach der Wahl nur als Regierungschef weitermachen möchte. Er stünde - wie die Ex-CSU-Vorsitzenden Franz Josef Strauß und Edmund Stoiber nach ihren gescheiterten Kanzlerkandidaturen - nicht als Oppositionsführer zur Verfügung. «Das ist bei mir ebenso.»