«Es kann nicht sein, dass nur etwa zehn Prozent der reichsten deutschen Haushalte 58 Prozent des Privatvermögens besitzen», sagte der Kardinal dem «Tagesspiegel» (Sonntag). Realisieren lasse sich ein stärkerer Zugriff «beispielsweise über die Erbschaftssteuer».

Manche Managergehälter stünden «in keinem Verhältnis mehr zur Leistung oder zu anderen Einkommen», kritisierte Woelki weiter. «Früher konnten Manager gut von 500 000 Euro Jahreseinkommen leben, ohne dass sie Hunger leiden mussten. Ich kann nicht nachvollziehen, dass es heute zwei, drei und fünf Millionen Euro sein müssen.»