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Dresden
Pegida

Kameramann bei Pegida-Demo angegriffen

Am Rande der Pegida-Demonstration am Montagabend in Dresden ist ein Kameramann angegriffen worden. Nach Angaben der Dresdner Polizei wurde der 43-Jährige von zunächst Unbekannten geschlagen und erlitt dabei leichte Verletzungen.
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Teilnehmer haben sich am 23.11.2015 auf dem Theaterplatz in Dresden (Sachsen) während einer Kundgebung des Bündnisses Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) versammelt. Foto: Arno Burgi/dpa
Teilnehmer haben sich am 23.11.2015 auf dem Theaterplatz in Dresden (Sachsen) während einer Kundgebung des Bündnisses Pegida (Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes) versammelt. Foto: Arno Burgi/dpa
Der Mann wurde in einem Krankenhaus untersucht. In der Folge hätten Einsatzkräfte einen 28-jährigen Tatverdächtigen sowie seine zwei 26- und 27-jährigen Begleiter gestellt. Es werde wegen Körperverletzung ermittelt, teilet die Polizei am Dienstag in Dresden mit.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) beklagte eine zunehmende Gewalt rechtsgerichteter Bewegungen gegenüber Journalisten. Der DJV-Vorsitzende Frank Überall sagte am Dienstag im Deutschlandradio Kultur, er habe sich nie vorstellen können, einmal Angst haben zu müssen, diesen Job zu machen: "Das kannte ich nur aus autoritären Regimen."

Früher seien Journalisten bei rechtsextremen Aufmärschen angeschrien worden. Das sei unangenehm gewesen, habe aber nicht wehgetan, sagte Überall: "Mittlerweile ist es wirklich so, dass einem das Mikrofon aus der Hand geschlagen wird, dass die Kamera geblendet wird, dass eine Kollegin in einen Hauseingang geschubst und bespuckt wird."