Mitglieder der linken Szene lieferten sich mit der Polizei ein stundenlanges Katz-und-Maus-Spiel. Sie gingen mit Gewalt gegen Polizeibeamte vor und versuchten, Absperrungen zu durchbrechen. Es wurden Steine und Flaschen geworfen, sagte ein Polizeisprecher.

Zudem wurden Leuchtraketen gezündet, Polizisten seien getreten und geschlagen worden. Den Angaben zufolge wurden mehr als 110 Gegendemonstranten vorläufig festgenommen. Drei Streifenwagen sowie eine Baustelle wurden beschädigt. Unter die 2000 Gegendemonstranten hätten sich rund 400 Gewaltbereite und Vermummte gemischt, hieß es. Es habe einige Leichtverletzte gegeben.

Anlass war der Aufmarsch von rund 150 Rechtsextremen vor dem Göppinger Hauptbahnhof. Die Stadt hatte den Aufmarsch verboten, war damit aber vor Gericht gescheitert.

Vor der Demonstration brach zwischen Ulm und Stuttgart zeitweise der Zugverkehr zusammen. Als Ursache nannte die Polizei einen Kabelschaden an der Bahnlinie im Kreis Göppingen. Dieser sei möglicherweise auf Sabotage zurückzuführen. Dadurch hatte sich die Anreise der Rechtsextremen verzögert.