Die 3G-Regel beeinflusst inzwischen viele Bereiche des öffentlichen Lebens. Die Regelung gilt seit dem 23. August 2021. Diese besagt, dass bei einer Inzidenz von 35 nur getestete, geimpfte oder Corona-genesene Menschen Zutritt erhalten. In erster Linie betrifft die 3G-Regel öffentlich zugängliche Innenräume, wie beispielsweise Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, Veranstaltungen, die Innengastronomie oder aber auch Friseursalons und Kosmetikstudios.

Doch gilt die 3G-Regel auch als Zulassungsvoraussetzung für die Wahllokale? Die Bundesregierung und der Bundeswahlleiter betonten nun, dass auch Bürger*innen ohne Corona-Impfung oder Test in den Wahllokalen ihre Stimme abgeben können. Letztlich zählt "Wählen als Grundrecht" und sollte für Bürger und Bürgerinnen möglichst wenig eingeschränkt werden.

Hygieneregeln bei der Bundestagswahl 2021: Gilt im Wahllokal die 3G-Regel?

Trotzdem muss für die Bundestagswahl 2021 die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung beachtet werden. Somit gelten in den Wahlgebäuden Maskenpflicht, allgemeine Hygienevorschriften und das Abstandsgebot von mindestens 1,5 Metern. Eine qualifizierte medizinische Mund-Nasen-Bedeckung ist vorgeschrieben. Sie darf lediglich auf Anordnung des Wahlvorstands zur Identitätsfeststellung abgenommen werden.

Gemäß der veröffentlichten Wahlanweisungen für die Bundestagswahlen 2021, müssen alle Wahlräume regelmäßig gelüftet und alle Oberflächen desinfiziert werden. Wahlhelferinnen und -helfer können in den Lokalen "Einbahnstraßen" einrichten, um mögliche Kontakte zu reduzieren. Zudem besteht in vielen Kommunen die Möglichkeit, dass Wähler*innen einen eigenen Stift mitbringen. Grundsätzlich kann es bei dieser Wahl kleine lokale Unterschiede geben. So hat zum Beispiel die Stadt Nürnberg laut BR 95 Prozent der Wahllokale in größeren Schulen untergebracht, um Engstellen zu vermeiden. Die Stadt Bayreuth setzt dagegen auf "virusresistente Kugelschreiber". Doch auch wenn die Bedingungen leicht verändert sind: Jede*r darf ein Kreuzchen machen.