Berlin
Pornhub-Aktion

Der "dreckigste Porno aller Zeiten": Dahinter steckt mehr als nackte Haut

Auf dem Portal Pornhub ist der "Dirtiest Porn Ever" zu sehen. Dabei geht es allerdings nicht nur um Sex. Umweltschutz steht im Vordergrund des Films. Der Ort des Schauspiels ist ein Strand, der von Plastikmüll übersät ist.
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Porno für den Umweltschutz? Pornhub hat den "dreckigsten Porno aller Zeiten" veröffentlicht. Hinter dem schmutzigen Titel verbirgt sich eine wichtige Botschaft. Symbolfoto: Marijan Murat/dpa
Porno für den Umweltschutz? Pornhub hat den "dreckigsten Porno aller Zeiten" veröffentlicht. Hinter dem schmutzigen Titel verbirgt sich eine wichtige Botschaft. Symbolfoto: Marijan Murat/dpa

Ein junges, halbnacktes Paar räkelt sich an einem Strand. Der Mann greift der jungen Frau in den Po. Der "Diertest Porn Ever" beginnt. Das schmutzige daran sind allerdings nicht die Handlungen, sondern der Strand.

Denn dieser ist von Unmengen Plastikmüll übersät. Mit dem Film will das Portal Pornhub für den Umweltschutz aktiv werden.

Pornhub: ein Porno für den Umweltschutz

Der "schmutzigste Porno aller Zeiten" ist ein Projekt für das Unternehmen "Ocean Polymers". Für jede Ansicht des Videos will Pornhub einen Betrag an die Organisation spenden. Das gemeinnützige Unternehmen besticht mit der Arbeit, ein Schiff auf die Meere zu schicken, um Plastik aus dem Ozean zu fischen und dieses zu recyceln.

Vize-Chef: Pornub darf dreckig sein, Strände sollten es nicht

ntv.de zitiert Corey Price, Vize-Chef von Pornhub, aus einem Gespräch mit dem Portal Ladbible zu der Aktion: "Wir hier bei Pornhub sind dreckig, das heißt aber nicht, dass unsere Strände das sein müssen."

Zensierte Version auf Youtube: Porno für Umweltschutz

Auf Youtube ist eine zensierte Version des Pornos zu sehen. Wegen des ganzen Plastikmülls ist in dieser Fassung nichts von den sexuellen Handlungen zu sehen.

In dem Video selbst zeigt die Plattform Pornhub, was sie mit diesem Video erreichen wollen. Während der Szenen ist auf Englisch zu lesen: "Bei Pornhub haben wir ein Motto. Je dreckiger desto besser. Aber selbst für uns gibt es eine Grenze. Mehr als sechs Millionen Tonnen Dreck werden jährlich an unsere Strände angespült. Sie gefährden das bereits angeschlagene Ökosystem. Deswegen haben wir uns entschieden, zu handeln."

Kritik und Lob für Porno

Focus Online berichtet, dass die Website allerdings auch in der Kritik steht. "Da sie kostenlose Pornofilme auf der Homepage anbietet, warnen Eltern und Experten davor, dass auch Minderjährige kaum vor diesen Inhalten geschützt werden können. Auch die häufige Diskriminierung und Sexualisierung von Frauen in Pornos zieht Kritik an der Seite nach sich", schreibt Focus Online.

Unter dem Video auf Youtube bekunden die Nutzer Lob für diese Kampagne. "Wenn Pornodarsteller einen besseren Job beim Umweltschutz machen als Politiker", schreibt beispielsweise ein User.

Auch in Franken setzen sich Unternehmen für den Umweltschutz ein. Der Airport Nürnberg hat deshalb einige Maßnahmen ergriffen.

red/chw