Laden...
Leipzig
Coronavirus

Coronavirus: RB Leipzig schmeißt Asiaten aus dem Stadion - aus Angst vor Epidemie

Bundesligist RB Leipzig hat am Wochenende eine Gruppe von Japaner des Stadions verwiesen. Grund dafür, war das Coronavirus.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Coronavirus breitet sich aktuell rasant aus. Symbolfoto: Frank Augstein/dpa/AP
Der Coronavirus breitet sich aktuell rasant aus. Symbolfoto: Frank Augstein/dpa/AP

Aus Panik vor dem neuartigen Coronavirus hat der Sicherheitsdienst des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig eine Gruppe Japaner des Stadions verwiesen. Gut zehn Minuten nach Beginn des Spiels gegen Bayer Leverkusen am Sonntag (1. März 2020) sei die Gruppe von etwa zehn Ordnern des Stadions verwiesen worden. Dabei soll ihnen erklärt worden sein, dass dies aus Sorge vor dem Virus geschehe. Den Japanern wurde zugesagt, dass das Geld für die Tickets zu einem späteren Zeitpunkt erstattet werde. Das teilten Personen aus der Gruppe am Montag (2. März 2020) via Twitter mit.

Der Club bestätigte den Vorfall am Montagnachmittag und entschuldigte sich. Der Sicherheitsdienst sei angehalten gewesen, Personengruppen aus potenziellen Risikogebieten gemäß den Handlungsempfehlungen des "Robert-Koch-Instituts" verstärkt zu kontrollieren.

Coronavirus: RB Leipzig entschuldigt sich für Verweis

"Leider ist hier im konkreten Fall im Zuge der großen Verunsicherung, die aktuell auch bei uns um dieses Thema besteht, in der Auslegung gegenüber unseren japanischen Gästen ein Fehler unterlaufen. Für diesen Fehler möchten und müssen wir uns an dieser Stelle entschuldigen", teilte RB mit. Man habe bereits versucht, die betroffenen Personen zu kontaktieren und sie zum nächsten Heimspiel einzuladen.

Vor dem Spiel gegen Leverkusen hatte es im RB-Fanblock noch eine große Choreographie gegeben. Unter dem Motto "Love, Peace and Rasenball" stellte man sich öffentlich gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung. Auch Vorstandschef Oliver Mintzlaff hatte das vor dem Spiel betont.

Coronavirus erreicht Oberfranken

In Oberfranken bleibt eine Arztpraxis vorübergehend geschlossen, weil bei Patienten das Coronavirus nachgewiesen worden ist. Auch ein Kindergarten muss bis auf Weiteres zubleiben. Alle aktuellen Entwicklung zum Coronavirus finden Sie hier im Überblick.