Chinas Handelsministerium kündigte nun direkte Verhandlungen mit Brüssel an.

Der europäische Solarindustrie-Lobbyverband EU ProSun forderte Merkel auf, gegenüber China eine rote Linie zu ziehen. Die Bundesregierung dürfe sich nicht erpressbar machen und tatenlos zusehen, "wie eine Schlüsseltechnologie nach der anderen an China geht", sagte der Chef der Initiative, Milan Nitzschke. Merkel strebt einen Kompromiss mit Peking an.

Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hatte den Gast vor der Gedenkstätte Cecilienhof begrüßt. Li habe vor allem Interesse am Ausbau erneuerbarer Energien und des IT-Sektors gezeigt, sagte Platzeck. Bereits zuvor hatte der chinesische Premier einen stärkeren Jugendaustausch angeregt.

Am Montag kommt Li Keqiang erneut mit Merkel zusammen. Außerdem trifft er vier Monate vor der Bundestagswahl SPD-Chef Sigmar Gabriel, Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Altkanzler Helmut Schmidt. dpa