Chinas Regierungschef Li Keqiang hat zum Auftakt seines Deutschlandbesuchs den Anspruch seines Landes auf eine unbewohnte Inselgruppe im Ostchinesischen Meer bekräftigt. Japan müsse die Territorien an China zurückgeben, sagte Li am Sonntag in Potsdam. Anschließend empfing Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den chinesischen Premier mit militärischen Ehren im Kanzleramt.

In ihrem Gespräch sollte es auch um den Bürgerkrieg in Syrien, den Konflikt mit Nordkorea, den drohenden Solar-Handelskrieg zwischen China und der EU sowie die Menschenrechte gehen. Deutschland ist das einzige EU-Land auf der Reiseroute von Li, der seit März im Amt ist. Zuvor war er in Indien, Pakistan und der Schweiz.