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Fulda
Tragödie

Busunfall auf der A4: Vier Tote und über 40 Verletzte

Sie waren auf dem Weg nach Leipzig, um Silvester zu feiern. Doch auf der A4 in Osthessen nimmt die Reise ein jähes Ende. Ein Bus mit Insassen aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg stürzt etwa 50 Meter eine Böschung hinunter: vier Tote und über 40 teils schwer Verletzte!
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Foto: dpa
Foto: dpa
Wie die Polizei berichtet, war ein 49 Jahre alter Fahrer eines Bmw aus Rheinland-Pfalz auf der Autobahn vom Kirchheimer Dreieck kommend in Richtung Eisenach unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Bad Hersfeld geriet er nach Angaben von Zeugen in einem Kurvenbereich auf dem mittleren der drei Fahrstreifen ins Schleudern und stieß seitlich mit einem zu dieser Zeit auf dem rechten Fahrstreifen in gleicher Richtung fahrenden Reisebus aus dem Raum Calw zusammen. Dessen 52-jähriger Fahrer verlor nach derzeitigem Erkenntnisstand durch die Wucht des Aufpralls die Kontrolle über sein Fahrzeug, durchbrach die rechtsseitige Schutzplanke, überschlug sich und kam, aufgehalten von der angrenzenden Bewaldung einer Böschung, nach etwa 50 Metern auf den Rädern zum Stehen.

In dem Bus befanden sich neben dem Fahrer 27 Frauen und 17 Männer einer Seniorenreisegruppe aus dem Raum Rheinland-Pfalz. Nach aktuellem Erkenntnisstand wurden 40 Mitfahrer teilweise schwer verletzt. Vier Insassen konnten nur noch tot geborgen werden. Bei ihnen handelt es sich um eine 83-jährige Frau, einen 79-jährigen und einen 74 Jahre alten Mann sowie um eine Frau, deren Alter noch ermittelt wird. Der Busfahrer erlitt leichte Verletzungen. Der Fahrer des Pkw, der selbst noch versuchte, Erste-Hilfe-Maßnahmen bei den Businsassen zu leisten, erlitt einen Schock.

Zur Versorgung der Verunfallten war ein Großaufgebot an Rettungskräften aus der Hersfelder Umgebung vor Ort. Fünf Rettungshubschrauber kamen zur Unterstützung. Die schwerverletzten Personen wurden in die Krankenhäuser in Bad Hersfeld, Eisenach, Fulda, Rotenburg an der Fulda, Schwalmstadt, Kassel und Hünfeld verbracht. Leichter Verletzte konnten in einer Sammelstelle des DRK in Bad Hersfeld betreut werden.

Die Staatsanwaltschaft Fulda hat zur Klärung des Unfallhergangs einen Sachverständigen beauftragt.

Die Autobahn war zeitweise beidseitig gesperrt. Bei der Bergung des Busses kam es gegen 18 Uhr zu Schwierigkeiten, als das Seil des Abschleppkranes riss. Die Autobahn musste daraufhin wieder voll gesperrt werden.

Das Reiseunternehmen hat sich um die Leichtverletzten gekümmert und fährt diese mit einem Ersatzbus wieder zurück in die Heimat. pol