Bohmte
Unfall

Bus stürzt im Kreisverkehr um: 44 Menschen zum Teil schwer verletzt

Bei einem Busunglück in der Nähe von Osnabrück sind am Mittwoch 44 Menschen verletzt worden, einige von ihnen schwer. Der Bus war umgestürzt.
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Rettungskräfte stehen am 23.08.2017 an der Bundesstraße 65 bei Bohmte (Niedersachsen) an einem umgestürtzten Reisebus. Nach Polizeiangaben wurden mehrere der etwa 40 Fahrgäste verletzt. Foto: --/Nord-West-Media TV/dpa
Rettungskräfte stehen am 23.08.2017 an der Bundesstraße 65 bei Bohmte (Niedersachsen) an einem umgestürtzten Reisebus. Nach Polizeiangaben wurden mehrere der etwa 40 Fahrgäste verletzt. Foto: --/Nord-West-Media TV/dpa
Die Erntehelferinnen waren auf dem Weg von einem Erdbeerfeld zum anderen, als das Unglück geschah. An einem Kreisverkehr bei Bohmte in Niedersachsen ist am Mittwoch ein mit etwa 50 Menschen besetzter Reisebus umgestürzt. Nach erster Zählung wurden 44 Insassen verletzt, sechs von ihnen schwer.

Einem Sprecher der Feuerwehr zufolge kamen insgesamt 28 Menschen in Krankenhäuser, vier von ihnen mit dem Rettungshubschrauber. Allerdings bestand bis zum Nachmittag keine Klarheit über die genaue Zahl der Verletzten. Einige Fahrgäste hätten sich vor Eintreffen der Rettungskräfte von der Unfallstelle entfernt, einige erst später gemeldet, sagte eine Polizeisprecherin. Die Menschen im Bus stammten aus Rumänien und Polen - die meisten von ihnen waren Frauen. Wegen fehlender Deutschkenntnisse sei die Verständigung schwierig gewesen.


Technischer Defekt als Unfallursache

Schon kurz nach dem Unglück sprachen Polizeiermittler von einem technischen Defekt als Unfallursache: Die Bremsen des Busses könnten versagt haben. Genaueres müsse ein Sachverständiger herausfinden. Erst am Nachmittag wurde der Bus aufgerichtet und die Unfallstelle für den Verkehr wieder frei gegeben.

Die Frauen waren auf dem Weg von Bad Essen nach Schwagstorf. Auf dem dortigen Erdbeerhof, für den die Frauen arbeiteten, standen alle unter Schock, als sie die Nachricht erreichte, sagte Betriebsleiter Heinz Böckmann. "Alle Mitarbeiter, die aktuell helfen können, sind aufgeteilt. Wenn wir wissen, wo die Mitarbeiter sind, werden wir sie in den Krankenhäusern besuchen", sagte der Landwirt. Der Erdbeerhof habe auch Dolmetscher zur Unfallstelle geschickt. Einige Mitarbeiter aus Polen und Rumänien arbeiteten schon seit 15 Jahre für seinen Betrieb, sagte Böckmann.

Den Einsatzkräften bot sich ein dramatisches Bild, als sie an der Unfallstelle eintrafen. Der Bus habe quer auf der rechten Seite gelegen, schilderte Volker Köster von der Freiwilligen Feuerwehr Herringhausen: "Wir hatten eine eingeklemmte Person." Diese sei von den Rettungskräften befreit worden. Die Verletzungen seien zahlreich gewesen: Prellungen, Brüche, "Traumata unterschiedlicher Art".