"Eine Unterkunft hinsetzen und dann läuft es - ganz so einfach ist es dann doch nicht", sagte BAMF-Chef Manfred Schmidt der Zeitung "Die Welt". Schweiger hatte vor einer Woche angekündigt, er wolle in Osterode am Harz in einer alten Bundeswehrkaserne zusammen mit Freunden ein "Vorzeige-Flüchtlingsheim" mit Freizeitangeboten für Kinder, einer Sportanlage, Werkstätten und einer Näherei schaffen.

Dazu sagte der Präsident des Bundesamtes für Migration: "Wenn jemand behauptet, dass er es besser kann, ist die erste Reaktion einer Verwaltung immer zunächst zurückhaltend."

Es gebe bereits Vorzeigeunterkünfte, etwa in Ellwangen in Baden-Württemberg.

"Das Gute ist, dass ein Prominenter wie Til Schweiger der Bevölkerung zeigt: Ich kümmere mich um Flüchtlinge.

Das ermuntert viele, sich in dem für sie möglichen Maße einzubringen", sagte Schmidt.


Schweiger habe es als Privatmann aber bei ein paar Dingen wesentlich leichter als die öffentliche Verwaltung, so müsse er bei der Suche nach einem Betreiber keine europaweite Ausschreibung starten. "Verwaltungen sind an die strikten Vergabestrukturen gebunden", sagte der Präsident des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge. Er wünsche dem Schauspieler das Beste für sein Vorhaben, betonte Schmidt.