Es seien deutlich mehr Literaturagenten auf der Messe unterwegs gewesen, im Agentenzentrum habe so viel Betrieb geherrscht wie nie zuvor. Damit einher gehe eine weitere Entwicklung: die zunehmende Internationalisierung. Fast alles auf der Messe laufe inzwischen auf Englisch.

Die Buchmesse geht am Sonntag zu Ende. "Wir haben die Messe in den vergangenen Jahren sanft aber nachdrücklich in die richtige Richtung geschoben", sagte Böhne. "Von den Verlagen haben wir dafür viel Lob bekommen". Fachveranstaltungen seien sehr gut besucht gewesen. Besonders nachgefragt: Seminare über moderne Marketing-Strategien wie Social-Media-Kampagnen. "Dadurch, dass der Handel als Zwischenvermittler immer häufiger außen vor bleibt, müssen sich die Verlage direkt an den Leser wenden."

Das präge auch die Besuchertage. Früher bisweilen als lästige Pflicht empfunden, sähen die Verlage das Wochenende heute als Chance, in direkten Kontakt mit den Lesern zu treten. Noch ein Trend: "Die Messe wird langsam wieder politischer", glaubt Böhne. "Frankfurt ist auch - und immer noch - ein Ort für inhaltliche Debatten."