In ihrer Politik-Sendung am gestrigen Donnerstag (12. Mai 2022) nannte Maybrit Illner in ihrer gleichnamigen Show Finanzminister Christian Linder, der seine italienische Traumhochzeit absagen musste, beim falschen Namen.

Als Illner den Finanzminister anspricht, verspricht sie sich: "Wie wäre es, wenn wir den Leuten zumuten, über das Sparen nachzudenken, Herr Habeck? Entschuldigung, Herr Lindner! Pardon. Wenn wir uns über Tempolimit nochmal unterhalten, den autofreien Sonntag unterhalten." Lindner nimmt den Versprecher mit einem Schmunzeln und antwortete wortgewandt: "Ja, ich verstehe. Jetzt verstehe ich, warum Sie Habeck sagen. Die ganze Liste dieser Verbote musste zu dieser falschen Ansprache führen."

Peinlich, peinlich: Illner verwechselt Finanzminister mit Wirtschaftsminister

Illner selbst scheint ihr Versprecher ebenfalls nicht peinlich zu sein. Sie entgegnet: "Ich wollte es gerade selbst sagen. Sie nehmen mir das nicht krumm." Auch hierauf hat der Finanzminister einen Spruch parat: "Nein, gar nicht. Das war ein 'Freudscher Versprecher'". Allerdings leistete Lindner sich in diesem April selbst einen Schnitzer, als er beim FDP-Bundesparteitag für Empörung sorgte.

Ein Freudscher Versprecher (Lapsus Linguae), benannt nach dem Arzt und Psychologen Sigmund Freud, ist ein Versprecher, bei dem der eigentliche Gedanke des Sprechers zutage tritt. Das geschieht in jedem Fall unwillkürlich. Christian Lindner wollte mit seiner Bemerkung demnach andeuten, dass Illner ihre Frage eigentlich mit Wirtschaftsminister Habeck verknüpfe.