• RTL-Moderatorin Susanna Ohlen erntet heftige Kritik für ihre Berichterstattung über die Hochwasserkatastrophen in Deutschland
  • Der Fernsehsender RTL beurlaubt die Reporterin daraufhin
  • Ohlen hat sich nun in einem Statement zu den Vorwürfen geäußert

Das RTL-Morgenmagazin "Guten Morgen Deutschland" unterhält täglich etwa eine viertel Millionen Zuschauer und gehört damit zu den stärksten Frühstückssendungen im Deutschen Fernsehen. Vor Kurzem sorge eine deutsche Moderatorin mit dem "Schlamm-Eklat" für Aufsehen: Um die Berichterstattung aus den Hochwassergebieten noch dramatischer wirken zu lassen, rieb sich die Reporterin Susanna Ohlen mit Matsch ein. Ein Zuschauer filmte die Szenerie und veröffentlichte den Clip auf twitter. Das Video sorgte für Aufruhr, auf die der Fernsehsender mit der Beurlaubung der Moderatorin reagierte. Ohlen äußerte sich nun in einem Statement zu den Vorwürfen.

Mit Schlamm eingerieben - RTL beurlaubt Moderatorin

Weil sich Susanna Ohlen bei der Berichterstattung aus dem Hochwassergebiet offensichtlich für mehr Anpack-Authentizität selbst mit Matsch einrieb, hat RTL die Moderatorin beurlaubt. "Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren eigenen Standards. Wir haben sie daher direkt am Montag, nachdem wir davon erfahren haben, beurlaubt", sagte am Donnerstag (22. Juli 2021) eine RTL-Sprecherin. 

Ohlen, die auch "Guten Morgen Deutschland" moderiert, war im RTL-Programm als Frau vorgestellt worden, die bei den Aufräumarbeiten in Bad Münstereifel tatkräftig mit anpacke. Im Internet tauchten Videoaufnahmen auf, die Ohlen beim Einreiben mit Matsch zeigen. RTL hält diese aus einem Haus heraus aufgenommenen Bilder für glaubwürdig, will den Vorwürfen aber intern weiter auf den Grund gehen.

Im Internet hat die 39-Jährige nun mit starken Vorwürfen zu kämpfen. Dort wird das Vorgehen als "unfassbar" oder "erbärmlich" bezeichnet. Nebenbei verstärkt der Vorfall das Misstrauen gegenüber den Medien. Ein User schreibt: "Journalistische Grundsätze……. Wäre wichtig gewesen, die sehr viel früher zu entdecken, nicht jetzt erst. Ich traue den Medien nicht mehr." Ohlen hat sich nun auf Instagram mit einem Statement zu dem Geschehenen geäußert.

Statement zum Matsch-Vorfall: RTL-Moderatorin Susanna Ohlen äußert sich

Dass sie sich vor einer TV-Schalte aus dem Hochwassergebiet selbst ihre Kleidung mit Matsch beschmiert hat, bezeichnet die RTL-Moderatorin Susanna Ohlen in ihrem Statement als "schwerwiegenden Fehler" "Mir als Journalistin hätte das niemals passieren dürfen. Als Mensch, dem das Leid aller Betroffenen zu Herzen geht, ist es mir passiert. Ich bitte um Verzeihung", schrieb sie in der Nacht zu Freitag auf Instagram. "Nachdem ich an den vorherigen Tagen bereits privat in der Region geholfen hatte, habe ich mich vor den anderen Hilfskräften an diesem Morgen geschämt, in sauberem Oberteil vor der Kamera zu stehen. Daraufhin habe ich mir, ohne zu überlegen, Schlamm auf meine Kleidung geschmiert."

Was auf die Beurlaubung folgt, ist bisher noch unklar. In den sozialen Netzwerken wird die Kündigung der Moderatorin gefordert. Wie der Fernsehsender RTL weiter mit der 39-Jährigen verfährt, bleibt abzuwarten.

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