London
Royale Hochzeit

Royale Hochzeit ohne Brautvater - Jetzt meldet sich Meghan Markle zu Wort

Meghan Marke wird am Samstag nicht von ihrem Vater zum Altar geführt. Die Medienspekulationen wurden heute von einer Mitteilung aus dem Kensington Palace bestätigt.
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Drama vor der royalen Hochzeit. Am 19. Mai geben sich Prince Harry und Meghan Markle das Ja-Wort. Doch die Tage vor der Hochzeit sorgt Meghans Familie für Schlagzeilen. Foto: Toby Melville/Reuters Pool/dpa
Drama vor der royalen Hochzeit. Am 19. Mai geben sich Prince Harry und Meghan Markle das Ja-Wort. Doch die Tage vor der Hochzeit sorgt Meghans Familie für Schlagzeilen. Foto: Toby Melville/Reuters Pool/dpa
Alles war für das Märchen vorbereitet, das am Samstag, 19. Mai, für das Weltpublikum inszeniert werden soll: Die kluge, schöne Braut und ihr Prinz geben sich in Windsor das Ja-Wort. Zuvor würde die ehemalige US-Schauspielerin Meghan Markle von ihrem Vater zum Altar geführt und dem, so darf man vermuten, nervösen Harry übergeben werden. Doch wenige Tage vor der Hochzeit des Jahres sorgt ausgerechnet der Vater der Braut für Schlagzeilen.

Thomas Markle (73), der Vater von Meghan Markle, wird nicht zu der royalen Hochzeit seiner Tochter kommen. Wie der Internetdienst TMZ.com am Montag bekannt gab, hatte der Brautvater vor einer Woche einen Herzinfarkt. Nach einem Skandal über gestellte Paparazzifotos, gab es Gerüchte das er nicht kommen wolle, um seine Tochter und die königliche Familie mit dem Skandal nicht in Verlegenheit zu bringen. Doch jetzt scheint es sicher zu sein, dass er es bis zur Hochzeit am Samstag nicht nach London schaffen wird.


Meghan Markle meldet sich zu Wort

"Traurigerweise wird mein Vater nicht an unserer Hochzeit teilnehmen", gab Meghan Markle durch ein Schreiben des Königshauses bekannt. Ihr Vater sei ihr immer wichtig gewesen und sie hoffe, er werden den notwendigen Raum bekommen, um sich auf seine Genesung zu fokussieren.

Meghan bedankt sich bei jedem der ihnen Nachrichten und Unterstützung zukommen lässt. Eigentlich sollte ihr Vater sie am Samstag zum Altar führen. Wer die Rolle nun übernimmt, ist noch ungewiss. Britische Medien spekulieren auf ihre Mutter Doria Ragland. Andere denken, dass ihr zukünftiger Schwiegervater Prince Charles, sie zum Altar führen wird.


Thomas Markle wieder im Krankenhaus

Wie die TMZ.com berichtete, ist Thomas Markle seit Montagabend wieder im Krankenhaus. Vor einer Woche hatte der 73-Jährige einen Herzinfarkt und leidet nun wieder unter Schmerzen in der Brust. Es war bereits sein zweiter Herzinfarkt. Die Schmerzen wurden laut seiner Angaben durch emotionale Belastung ausgelöst.

"Ich hasse den Gedanken, einen der größten Momente der Geschichte zu verpassen und meine Tochter nicht zum Altar zu führen", sagte Markle der "TMZ" zufolge.


Thomas Markle wollte sich besser darstellen

Markles Vater räumte in dem TMZ-Interview angeblich ein, dass er mit Fotografen zusammengearbeitet habe, um vor der Hochzeit eine Reihe Bilder von ihm zu stellen. Er sei zuvor über Paparazzi-Schnappschüsse verärgert gewesen, die ihn in ein schlechtes Licht gerückt hätten. Doch nun bedaure er seine Absprache mit den Fotografen.

Seit die Beziehung der beiden öffentlich wurde, hat sich das Königshaus mehrmals an die Medien gewandt, die Privatsphäre der beiden zu respektieren. Dann aber sorgte ausgerechnet der Vater für Schlagzeilen, nachdem er Paparazzi-Fotos von sich gewährte. So ließ er sich etwa beim Schneider ablichten, wo dieser Maß für einen Anzug nahm. Bilder zeigen den ehemaligen Beleuchtungstechniker zudem beim Studieren eines Bildbands über Großbritannien sowie in einem Internetcafé beim Anschauen von Fotos seiner Tochter und Prinz Harry.

Die Insel reagierte zunächst voller Zuneigung. Kommentatoren fanden seine Anstrengungen "entzückend und charmant".


Der Schwindel fliegt auf

Doch Überwachungskameras enthüllten später, dass sich Thomas Markle mit dem Fotografen abgesprochen hatte und die Fotos gestellt waren. Er habe sein Bild in der Öffentlichkeit aufpolieren wollen, lautete seine Entschuldigung, nachdem zuvor immer wieder weniger vorteilhafte Schnappschüsse auf den Titelseiten gelandet waren. Tatsächlich wurde die Familie Markle von den Medien regelrecht verfolgt.

Im Interview mit der TMZ versicherte er, dass er nicht wegen des Geldes mit der Presse geredet habe. Seit sich seine Tochter mit Prince Harry trifft, wurden ihm laut eigener Aussage, Presseinterviews zwischen 50.000 Dollar und 100.000 Dollar angeboten. Doch er lehnte alle ab.

Das Angebot, dass er schließlich annahm, kam angeblich nicht einmal in die Nähe der 100.000 Dollar. Er nahm es nur an, dass er niemanden Schaden würde und er sein Image aufpolieren könnte.


Die Belastung war zu groß

Hier ein Foto des Vaters beim Verlassen eines Fast-Food-Restaurants. Da das Interview der wütenden Halbschwester, die keine Einladung zur Hochzeit erhalten hat. Nun wurde der Druck auf Thomas Markle offenbar zu groß. Freunde von Meghan Markle wollten derweil erfahren haben, dass sie verzweifelt auf die Absage ihres Vaters, reagiert hat. Die Beziehung der beiden gilt als eng, ebenso wie jene zwischen Mutter und Tochter.

Meghans Familie sei keineswegs gestörter als viele andere, befand der "Guardian". Doch im Gegensatz zur Familie von Herzogin Catherine, den Middletons, die die Medien für ihre Zwecke zu nutzen weiß, "hatte sie schlichtweg keine Ahnung, wie sie mit diesem Wahnsinn umgehen soll".