Der ZDF-Krimi «Nord Nord Mord: Sievers und die schlaflosen Nächte» mit Peter Heinrich Brix hat am Montag mehr Zuschauer vor den Fernseher geholt als der traditionell zuschauerstarke ARD-«Tatort» am Abend davor.

Im Schnitt 8,52 Millionen schalteten ein, was einem Marktanteil von 27,0 Prozent ab 20.15 Uhr entsprach. Das waren etwa 300 000 mehr als beim Berliner «Tatort» vom Sonntag. Auf Platz zwei der Ausstrahlungen zur besten Sendezeit kam am Montag RTL mit dem Quiz «Wer wird Millionär?» und 3,78 Millionen Zusehern (12,4 Prozent).

Das Erste hatte mit dem «ARD extra: Die Corona-Lage» 3,30 Millionen Zuschauer (10,2 Prozent). Die anschließende Doku «Unbekanntes Madagaskar» über Lemuren verfolgten ab 20.35 Uhr 1,77 Millionen (5,6 Prozent), die Talkshow «Hart aber fair» ab 21.20 Uhr 2,57 Millionen (9,5 Prozent). Das Thema bei Frank Plasberg lautete «Streit um die Sprache: Was darf man noch sagen und was besser nicht?»

Für Aufsehen sorgte dabei der aus Nigeria stammende Deutsche Andrew Onuegbu, der in Kiel das Restaurant «Zum Mohrenkopf» betreibt und dies nicht umbenennen mag: «Ich brauche keine Weißen, die mir sagen, wann meine Gefühle verletzt sind.»

Vox erreichte mit der sechsten Folge der Gründer-Show «Die Höhle der Löwen» mit den Investoren Carsten Maschmeyer, Dagmar Wöhrl, Ralf Dümmel, Judith Williams, Georg Kofler, Nils Glagau und Nico Rosberg diesmal im Schnitt 2,31 Millionen Zuschauer (8,2 Prozent).

Dahinter lagen ZDFneo mit einem Krimi aus der Serie «Inspector Barnaby (1,48 Millionen/4,7 Prozent), Sat.1 mit der Reportagereihe «Lebensretter hautnah ? Wenn jede Sekunde zählt» (1,21 Millionen/ 3,9 Prozent), RTLzwei mit der Doku «Armes Deutschland ? Stempeln oder abrackern?» (0,90 Millionen/2,9 Prozent) und das «ProSieben Spezial: Von Armut bedroht» (0,79 Millionen/2,5 Prozent).

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