Der klassische Gitarrist und Lautenist Julian Bream ist tot. Der Brite starb im Alter von 87 Jahren, wie sein Management mitteilte. Er sei friedlich in seinem Zuhause gestorben, hieß es auf der Webseite der Agentur James Brown.

Bream lebte der BBC zufolge in der Grafschaft Wiltshire, westlich von London. Er galt in den Nachkriegsjahren als Wunderkind an der Gitarre und Laute. Das Lautespielen hatte er sich selbst mit einem Instrument beigebracht, das sein Vater von einem Seemann in London gekauft hatte, wie die BBC schrieb.

Ihm wird zugeschrieben, das bereits beinahe in Vergessenheit geratene Instrument wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht zu haben. Auch die Gitarre war damals keineswegs ein etabliertes Konzertinstrument. Er habe sich auch deswegen der Gitarre zugewandt, weil es sonst niemand getan habe, zitierte ihn die BBC.

Vier Mal wurde Bream für seine Aufnahmen mit dem Grammy Award geehrt. Nominiert war er dafür zwischen 1960 und 1985 sogar 20 Mal. Die deutsche Gitarristin Heike Matthiesen bezeichnete Bream auf Twitter als «mein Idol, meine lebenslange Inspiration als Musiker und Künstler».

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