Hollywoodstar Javier Bardem und der Film «El buen patrón» (Der gute Chef) waren die großen Sieger bei der 36. Verleihung der spanischen Goya-Filmpreise.

Für seine Rolle als charismatischer Fabrikchef Julio Blanco in der düsteren Komödie erhielt der 52-jährige Bardem in der Nacht zum Sonntag in Valencia seinen bereits fünften Goya in der Sparte für den besten Hauptdarsteller.

Das Werk von Regisseur Fernando León de Aranoa, eine Satire des Arbeitslebens, erhielt fünf weitere Auszeichnungen, darunter die beiden wichtigsten: für den besten Film und die beste Regie. Er wurde auch für das beste Original-Drehbuch (León de Aranoa), die beste Originalmusik und den besten Schnitt prämiert.

Unangefochtener Rekordhalter

Mit fünf Goyas allein in der Kategorie des besten Hauptdarstellers ist Bardem vor mehreren «Verfolgern», die je zwei Auszeichnungen haben, unangefochtener Rekordhalter. Der Fernsehsender RTVE feierte ihn bei der Liveübertragung als «König der Goyas». Bardem erhielt die Bronzebüste des Malers Francisco de Goya auch je einmal in der Sparte für den besten Nebendarsteller und 2013 als Produzent für die beste Dokumentation.

Der Ehemann von Hollywoodstar Penélope Cruz (47) kann dieses Jahr auch auf seinen zweiten Oscar hoffen. Für seine Arbeit in «Being the Ricardos» wurde er als bester Hauptdarsteller nominiert. Bardem gewann die begehrte Trophäe 2008, als er für «No Country for Old Men» als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde. Der frühere spanische Rugby-Junioren-Nationalspieler sagte, er hoffe aber vor allem auf einen Triumph seiner Ehefrau, die für die Hauptrolle in «Parallele Mütter» nominiert wurde. In Valencia gingen Cruz und der Film von Pedro Almodóvar allerdings leer aus.

Der Goya für die beste Schauspielerin ging an Blanca Portillo (58), die in «Maixabel» die Rolle der Witwe eines von der Terrororganisation ETA ermordeten Politikers spielt. Den erstmals vergebenen «Goya Internacional» erhielt die US-Amerikanerin Cate Blanchett (52). Als bester europäischer Film wurde die dänische Satire «Der Rausch» von Thomas Vinterberg ausgezeichnet. Unter den vier nominierten Werken war hier auch das deutsche Drama «Ich bin dein Mensch» von Maria Schrader.