Kasia Lenhardt, ehemalige Kandidatin von "Germany's next Topmodel", ist tot. Die junge Frau verstarb am Dienstag (9. Februar 2021) im Alter von 25 Jahren. Das berichtete zuerst die "Bild" und bezog sich auf die Berliner Polizei. Am Mittwochnachmittag (10. Februar 2021) bestätigte auch die Familie des Models den Tod der jungen Frau. In einem Schreiben vom Familienanwalt heißt es: "Mit großer Bestürzung und Trauer müssen wir den unerwarteten Tod unserer geliebten Tochter Kasia am 9. Februar 2021 bestätigen." Am Mittwoch (17.02.2021) meldete sich die Mutter von Kasia über Instagram und teilte bewegende Worte.

Kasia Lenhardt, die eigentlich Katarzyna hieß, wurde in Polen geboren und belegte bei Heidi Klums Modelshow 2012 den vierten Platz. Kasia Lenhardt wurde im Alter von 19 Jahren Mutter und hinterlässt nach ihrem Tod einen kleinen Sohn aus einer früheren Beziehung. Dieser hatte an Lenhardts Todestag seinen sechsten Geburtstag. Zuletzt war Kasia Lenhardts Trennung von Fußballspieler Jérôme Boateng in den Medien. Nach etwas mehr als einem Jahr trennten sich der Bayern-Star und das Model öffentlichkeitswirksam. Eine Art Rosenkrieg entfachte. Beide machten sich gegenseitig schwere Vorwürfe.

Mutter meldet sich nach Tod zu Wort: "Unsere Trauer ist unendlich"

Die Mutter von Kasia teilte am Mittwoch (17.02.21) bewegende Fotos und ein längeres Statement auf ihrem Instagram-Profil. Besonders herzzerreißend ist ein Foto von Kasia mit ihrem kleinen Sohn und der Bildunterschrift "Mami......wo bist Du?....ich will zu meiner Mami". In einem längeren Statement schreibt Adrianna Lenhardt, dass noch viele harte Tage vor ihnen liegen und dass ihnen die Luft zum Atmen fehlt. Weiterhin bedankt sie sich für die große Anteilnahme. Sie appelliert außerdem daran Cybermobbing aktiv zu bekämpfen.

Modelfreundin Sara Kulka postet gemeinsames Foto und bestätigt Tod

Freundin und Modelkollegin Sara Kulka bestätigte bereits am Mittwochmorgen den Tod der jungen Frau. Kulka postete ein gemeinsames Foto der beiden und schrieb dazu: "Ruhe in Frieden. Du wundervoller Mensch, ich vermisse dich und hätte gerne Abschied genommen. Ich hoffe du findest deinen Frieden jetzt und ich hoffe die Wahrheit kommt jetzt raus, ich weiß wie sehr du es dir gewünscht hast. Ich werde dich nie vergessen, ich kennen keinen der so lachen konnte wie du. An die Familie schicke ich viel Kraft."

In einer emotionalen Instagram-Story spricht Kulka an, dass ihre Freundin Kasia Lenhardt von mehreren Menschen "in den Tod getrieben" wurde. "Ich hoffe, alle Verantwortlichen, die sie erpresst, bedroht und unter Druck gesetzt haben, fühlen sich schuldig", sagt Kulka weiter. Die besagten Storys löschte das Model kurz darauf wieder und gab in einer neuen Story an, dass sie seit den Äußerungen selbst unter Druck gesetzt und bedroht werde. Sie würde sich nun erst einmal zurückziehen.

Medienberichten zufolge gab es am Dienstagabend im Berliner Stadtteil Charlottenburg einen Polizeieinsatz wegen des Verdachts eines Suizides. Es liege kein Fremdverschulden vor. In der Wohnung wurde eine leblose Person gefunden, heißt es. 

Letzter Instagram-Post macht nachdenklich

Vor einer Woche postete Kasia Lenhardt das letzte Foto auf ihrem Instagram-Kanal. Zu dem schwarz-weiß Foto schrieb die junge Frau: "Now is where you draw the line. Enough." Einen Tag zuvor, am 2. Februar, wurde das Liebes-Aus zwischen Boateng und Lenhardt bekannt gegeben. Nur einen Tag bevor das Model starb, postete Lenhardt noch eine Instagram-Story mit einem Selfie von sich. Dazu schrieb sie: "New Chapter", also "Neues Kapitel". Was die 25-Jährige damit sagen wollte, wird nun niemand mehr erfahren.

Am Mittwochmittag äußerte sich auch das Management von Kasia Lenhardt zu deren Tod. "Wir sind zutiefst erschüttert und trauern mit Kasias Familie", schreibt die Agentur "fab4media" zu einem Foto des Models. Auf dem Schwarz-Weiß-Foto der Verstorbenen steht zudem geschrieben: "Ruhe in Frieden liebe Kasia. Du wirst uns allen sehr fehlen. Wir wünschen deiner Familie alle Kraft dieser Welt."

Weiterhin meldeten sich zahlreiche weitere Prominente zu Wort und bekundeten ihr Beileid. Unter ihnen auch Sängerin Kim Gloss, die schreibt: "R.I.P. mein Engel". Auch viele weitere Modelkolleginnen von Kasia Lenhardt kommentieren unter Lenhardts letztem Foto und nehmen auf diese Weise Abschied von der jungen Frau. Auch der Fernsehsender "Prosieben", durch den Kasia Lehnhardt vor etwa neun Jahren bekannt wurde, widmete der ehemaligen Kandidatin von "Germany's next Topmodel" einen Gedenkpost auf Twitter. "Wir sind traurig. Sehr traurig. Und sind mit unseren Gedanken bei deiner Familie, deinen Freunden und bei dir, liebe Kasia Lenhardt." Der Sender sendete vor der aktuellen Folge von "Germany's next Topmodel", die am Donnerstag (11. Februar 2021) ausgestrahlt wurde, eine Erinnerung an das Model.

Wie reagiert Ex-Freund Jérôme Boateng auf die Todesnachricht?

Ex-Freund Jérôme Boateng äußerte sich bisher nicht zum Tod des Models. Auf einer Pressekonferenz des FC Bayern München am Mittwoch gab Trainer Hansi Flick jedoch bekannt, dass Verteidiger Jérôme Boateng "aus privaten Gründen noch vor dem Finale zurück nach München reisen" wird. Gemeint ist das Finale der Klub-WM in Qatar. Laut Trainer Flick soll Boateng auf sein Zimmer gekommen sein und gebeten haben, nach Hause fliegen zu dürfen. Der Fußballverein habe diesem Wunsch entsprochen. Boateng (32) wird dem deutschen Fußball-Rekordmeister laut Flick "bis auf Weiteres" nicht zur Verfügung stehen.

In den sozialen Medien entbrannte seit Bekanntwerden der Todesnachricht wieder eine Diskussion zum Thema Cybermobbing. Viele Prominente meldeten sich zu Wort und verdeutlichten, wie groß die aktuelle Gefahr von Mobbing in den sozialen Netzwerken ist. Zahlreiche Promis und Influencer haben tagtäglich mit Hassnachrichten zu kämpfen. Auch Kasia Lenhardt wurde vor allem nach der öffentlichen Trennung von Fußballer Boateng massiv angefeindet.

Hinweis der Redaktion: Wir berichten für gewöhnlich nicht über Selbstmorde. Eine Ausnahme bilden Fälle von großem öffentlichen Interesse. Bei der Telefonseelsorge erreichen Sie unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Hilfe in schwierigen, möglicherweise ausweglos erscheinenden Situationen. Unter www.frnd.de ("Freunde fürs Leben") finden Sie zudem weitere Informationen und Hilfsangebote. 

 

dn