Das Thema Impfen ist zunehmend mit Angst belastet. Das findet zumindest Musiker Peter Maffay. Der 72-Jährige bezog kürzlich in einem Interview klar Stellung zur Corona-Pandemie: Politiker würden bewusst in der Gesellschaft Furcht verbreiten, um ihre Ziele zu erreichen.

Als Musiker sei es für Maffay aber selbstverständlich, Kontakt mit Menschen zu haben. „Wenn ich nicht geimpft bin, gefährde ich diese Menschen. Das ist einfach so“, sagte er in einem Interview mit der „Berliner Zeitung“. Um seinen Beruf weiterhin ausüben zu können, gebe es daher keine Alternative zur Impfung.

Schritt zur Impfung bleibt persönliche Entscheidung

Letztendlich müsse der Entschluss für oder gegen die Impfung aber jedem selbst überlassen werden. Wer sich gegen die Impfung entscheide, dürfe nicht gleich verurteilt werden, weil die persönlichen Gründe für Außenstehende oft nicht einsehbar und nachvollziehbar seien. Aber: „Wenn man unter Leute geht, wie ich als Musiker, ist Impfen eine Verpflichtung. Daran führt kein Weg vorbei.“

Sängerin Nena wolle sich Maffay nicht zum Vorbild nehmen: Die hatte kürzlich aufgrund der aktuellen Corona-Maßnahmen ihre geplanten Auftritte abgesagt. Diese Position teile Maffay nicht: „Wer nicht geimpft ist, ist Übertrager und Gefährder. Und eine solche Situation kann man nicht verantworten.“ Die Impfung ermögliche zwar keinen kompletten, aber doch sehr starken Schutz, um sich und andere nicht anzustecken. Der 72-Jährige findet daher deutliche Worte gegenüber Ungeimpften: „Ich finde, wer nicht geimpft ist, kann eigentlich nicht unter Leute gehen.“

Im Laufe der Pandemie seien viele in der Musikbranche Beschäftigte in Existenznot und wirtschaftliche Krisen geraten. Die finanzielle Hilfe vonseiten des Staates sei aber „intransparent und im höchsten Grade ineffektiv“.

Maffay ist ab Sonntag (21. November 2021) in der neuen Staffel von „Peter Maffay - Begegnungen“ zu sehen. Dort spricht er unter anderem mit Moderator Thomas Gottschalk.

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