Als dritte Nation der Erde will China eine Mondlandung unternehmen. Das Raumschiff "Chang'e 3" wurde am Sonntag vom Raumfahrtbahnhof Xichang in der Südwestprovinz Sichuan ins All geschossen. Die erste unbemannte Mondlandung Chinas ist am 14. Dezember in der "Bucht der Regenbogen" (Sinus Iridum) geplant. Ein "Jadehase" (Yutu) genanntes Mondfahrzeug soll danach die Oberfläche erkunden.
Der Flug wird von der europäischen Raumfahrtbehörde Esa unterstützt. Die Esa leitet von der Weltraumstation Kourou in Französisch-Guayana zusammen mit chinesischen Stationen Steuerungsbefehle weiter. Die Unterstützung für Chinas Mondprogramm wird vom Kontrollzentrum in Darmstadt koordiniert. Als letzte Nation hatte die Sowjetunion 1976 mit Luna 24 eine Sonde auf dem Erdtrabanten landen lassen.
Unterdessen hat Indiens erste Marssonde am Sonntag die Erdumlaufbahn verlassen und den 680 Millionen Kilometer langen Weg zum Roten Planeten angetreten.