Berlin
Trauer

Tod der Schauspielerin Lisa Martinek (47): Todesursache nun bekannt

Wie am Sonntag (30.06) bekannt wurde, ist Lisa Martinek bereits am Freitag (28.06) in Italien verstorben. Die beliebte deutsche Schauspielerin wurde nur 47 Jahre alt. Jetzt wurden die Ergebnisse der Obduktion veröffentlicht: Sie erlitt einen Herzstillstand.
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Schauspielerin Lisa Martinek ist tot. Sie starb am 28.06.2019 völlig unerwartet während eines Aufenthalts in Italien, wie der Anwalt der Familie der dpa am 30.06.2019 in Berlin mitteilte. Foto: Tobias Hase/dpa
Schauspielerin Lisa Martinek ist tot. Sie starb am 28.06.2019 völlig unerwartet während eines Aufenthalts in Italien, wie der Anwalt der Familie der dpa am 30.06.2019 in Berlin mitteilte. Foto: Tobias Hase/dpa

Lisa Martinek ist am Freitag (28.6.) gestorben: Nun wurde das Obduktionsergebnis bekannt gegeben. Sie ist eines natürlichen Todes durch einen Herzstillstand gestorben. Die Obduktion wurde in einer Klinik in Grosseto in der Toskana vorgenommen. Dr. Mauro Breggia, Medizinischer Direktor des Hauses, schloss eine Vorerkrankung Martineks nicht aus, wie dieBild berichtet.

 

 

Update, 01.07.2019: Starb Lisa Martinek beim Baden?

Lisa Martinek kam am Freitag unerwartet ums Leben. Die Umstände waren zunächst unklar. Mittlerweile sind Details bekannt, wie Martinek gestorben sein soll. Die Bild sowie zahlreiche italienische Medien berichten, dass sie beim Baden starb.

Demnach soll sie im Mittelmeer vor Sant'Andrea auf der Insel Elba ihr Bewusstsein verloren haben. Den Medienberichten zufolge war die Schauspielerin gemeinsam mit ihrem Mann auf einem Boot hinausgefahren, um schwimmen und tauchen zu gehen. Auf dem Boot soll sie gesundheitliche Beschwerden gehabt haben, weshalb ihr Mann sie zurück ins Boot zog und um Hilfe rief.

Von Seiten ihrer Familie und ihrem Anwalt gibt es zu diesen Details noch keine Stellungnahme.

Erstmeldung: Lisa Martinek gestorben

Die Schauspielerin Lisa Martinek ist tot. Martinek starb am Freitag völlig unerwartet während eines Aufenthalts in Italien, wie der Anwalt der Familie, Christian Schertz, der Deutschen-Presse-Agentur am Sonntag in Berlin mitteilte.

Weitere Angaben wollte der Anwalt mit Hinweis auf entsprechende Bitten der Familie nicht machen. Die dreifache Mutter wurde 47 Jahre alt. Sie lebte mit ihrem Mann Giulio Ricciarelli und den Kindern in Berlin und München.

Martinek: Schauspielerin auch im "Tatort"

Zuletzt wirkte Martinek neben zahlreichen anderen TV-Produktionen auch in der "Tatort"-Folge "Künstliche Intelligenz" aus München mit. In der Anfang September 2018 gestarteten ARD-Anwaltsserie "Die Heiland" spielte Lisa Martinek die Hauptrolle der blinden Strafverteidigerin Romy Heiland. Für die Serie sollten von Juli an sechs weitere Folgen gedreht werden. Die Geschichte basiert auf der Idee von Pamela Pabst, der ersten blinden Strafverteidigerin Deutschlands.

In der ZDF-Samstagskrimireihe "Schwartz & Schwartz", die erst im vergangenen Oktober Premiere hatte, war sie als Mitarbeiterin der Mordkommission an der Seite von Devid Striesow und Golo Euler zu sehen. Schon zuvor wirkte sie beim ZDF als Ermittlerin: Von 2006 an verkörperte sie in der Reihe "Das Duo" die Kommissarin Clara Hertz an der Seite ihrer Serienpartnerin Charlotte Schwab.

Nach der Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg konnte Martinek bereits 1997 in einem Kinofilm einen Erfolg verbuchen. Sie wurde für die Rolle der Fahrradkurierin Lena in "Härtetest" als beste weibliche Hauptrolle für den Deutschen Filmpreis nominiert. Dies gelang ihr auch beim Deutschen Fernsehpreis 2003 für ihre Rolle in der Sat.1-Produktion "Jagd auf den Flammenmann".

Auch das Theater hat Martinek geliebt

Immer wieder zog es Martinek auch auf Theaterbühnen. Von 1997 bis 2001 war sie Mitglied des Ensembles am Schauspielhaus Leipzig. Zuvor stand sie 1995 im Hamburger Thalia Theater im "Sommernachtstraum" und in "Mama und die Hure" auf der Bühne. Am Frankfurter Schauspiel war sie 2002 in "Simulacron" dabei, am Deutschen Theater Berlin spielte sie 2010 in "Rose".

Privat engagierte sich Martinek als Botschafterin für "Mother Hood". Der Verein setzt sich für die sichere Geburt ein und hat sich zum Ziel gesetzt, dass Schwangere aufgeklärt werden und so selber bestimmen können, wo und wie sie ihr Kind zur Welt bringen möchten. "Dafür brauchen wir Frauen eins zu eins Betreuung unserer Hebamme und gute Geburtsstationen", beschrieb Martinek selbst ihr Engagement.