Berlin

Museen: Parzinger setzt auf lebhaften Austausch

Die Zusammenarbeit von Museen über Grenzen hinweg ist oft kompliziert - und teuer. Der Bund verspricht nun Unterstützung und Geld. Ein wichtiger internationaler Player sieht damit Projekte nicht mehr ausgebremst.
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Hermann Parzinger
Hermann Parzinger begrüßt einen zentraler Ansprechpartner für internationale Partnerschaften der Museen. Foto: Maurizio Gambarini

Die von der Bundesregierung geplante Agentur für eine internationale Kooperation von Museen kann aus Sicht der Berliner Stiftung Preußischer Kulturbesitz wichtige Impulse setzen.

«Ein lebhafter Austausch mit den Regionen weltweit, deren Kunst- und Kulturschätze wir hier versammelt haben, kann allen Beteiligten von großem Nutzen sein», sagte der Stiftungspräsident Hermann Parzinger nach Angaben des Verbundes renommierter Kultureinrichtungen.

Er begrüße das Vorhaben des Auswärtigen Amtes sehr, sagte Parzinger. «Ein zentraler Ansprechpartner für internationale Partnerschaften der Museen, der dann auch finanzielle Mittel zur Verfügung stellen kann, wird sicher vielen Projekten auf die Beine helfen, die bisher mangels Ressourcen ausgebremst waren.»

Die Agentur für Museumszusammenarbeit soll unter Federführung des Auswärtigen Amtes vor allem die kulturelle Zusammenarbeit mit Afrika stärken. Der Bund will hiesigen Museen so ermöglichen, gemeinsam mit internationalen Partnern und besonders auch afrikanischen Museen große internationale Ausstellungen auf die Beine zu stellen.

Für die Agentur stehen 23 Millionen Euro für vier Jahre bereit. In Zusammenarbeit mit Ländern und Kommunen sollen die Experten deutsche Museen bei Vorbereitung und Finanzierung von Ausstellungen und beim Marketing sowie beim Bau und der Renovierung von Museen im Ausland helfen.

Parzinger hatte bereits vor kurzem einen Strukturfonds zur Unterstützung von Museen in Afrika und anderen Teilen der Welt gefordert. «Unterstützung bei der technischen Ausstattung von Restaurierungswerkstätten zum Beispiel, kombiniert mit dem Transfer von Wissen und einem Erfahrungsaustausch unter Kollegen, kann vieles bewirken in Ländern mit schwächerer Infrastruktur», sagte er nun.

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