Allein schon wegen Stephan Luca als Tom Moreno, den Werber und gnadenlos scheiternden Weiberhelden, lohnt es sich, am heutigen Mittwochabend einzuschalten, denn in "Kein Sex ist auch keine Lösung" (ZDF, 20.15 Uhr) zeigt der 39-Jährige wieder sein großes komödiantisches Talent. Absolut sehenswert in dem Kino-Hit von 2011 ist aber auch die liebestolle Janin Reinhardt (31), die in dem Streifen den wohl schärfsten Hintern seit unlängst Heidi Klum (40) präsentiert. Ebenfalls eine echte Augenweide ist die rotgelockte Marleen Lohse (29) in der weiblichen Hauptrolle Elisa, die das perfekte Leben des Machos gehörig durcheinander bringt.

"Minnutes" steuerten ihr bezauberndes "More To Luv" dem Soundtrack bei - hier gibt's das komplette Album

Comedy pur bieten auch der oberflächliche Agenturchef Armin Rohde (58), Corinna "Nenn mich nicht Mama" Harfouch (58) und "Switch"-Ensemble-Mitglied Michael Kessler (46). Anna Thalbach (40) verwandelt sich vom hässlichen Entlein zum schönen Schwan und zurück. Auch die kleineren Rollen sind mit der großen Hannelore Elsner (70), Collien "Linda" Ulmen-Fernandes (31) und Berlin-Expertin Felicitas Woll (33) fein besetzt. Und Handball-Star Stefan Kretzschmar (40)? Der ist cool wie immer!

Die Nachrichtenagentur spot on news sprach mit Stephan Luca über Liebeserklärungen, barbusige Femen-Aktivistinnen und einen grasgrünen Porsche:

Herr Luca, wie ist es, nackt durch ein Hotel zu rennen?

Stephan Luca: Wir haben im Winter gedreht und ich stand nackt vor einem warm angezogenen Filmteam. Das war schon sehr absurd. Diese Erfahrung teile ich übrigens mit meinem guten Freund Maximilian Brückner, der für unseren Film "Resturlaub" in Buenos Aires nackt durch die Straßen laufen musste.

Apropos, was halten Sie von den Femen-Aktivistinnen?

Luca: Ich weiß nicht genau, ob sich barbusig hinzustellen und lauthals für etwas zu schreien, der richtige Weg ist. Schwierig ist auch, dass man die Damen akustisch nicht versteht. Trotzdem bin ich ein großer Verfechter der Meinungsfreiheit. Wenn sie das also so machen wollen, sollen sie. Sie tun niemandem weh und für den einen oder anderen Herren ist sicher auch ein Busen dabei, den man gerne anguckt.

Im Gegensatz zu vielen anderen Komödien spielt der Film nicht in Berlin, sondern in Hamburg. Eine schöne Abwechslung?

Luca: Da sprechen Sie mir aus dem Herzen, weil ich als Wahl-Hamburger damit meine persönliche Liebeserklärung an die Stadt abgeben konnte. Ich lebe seit 15 Jahren dort und habe dieser Stadt auch beruflich sehr viel zu verdanken: Das Studium, die Theater-Engagements, auch mein allererster Drehtag war in Hamburg, sogar mit Inge Meysel. Alles schöne Erinnerungen. Somit war die Hauptrolle in diesem Film ein echtes Geschenk.

War es für Sie als Süddeutschen nicht schwer, in Hamburg Fuß zu fassen?

Luca: Ich bin mit relativ vielen Vorurteilen nach Hamburg gezogen, um dort zu studieren. Ich wusste, dass es eine Nord-Süd-Konkurrenz gibt: Temperaturen, Sonnenstunden, Humor und Herzlichkeit etc. Jegliches Vorurteil, das ich hatte, wurde mir genommen und zwar relativ schnell. Wenn die Sonne scheint, ist es für mich die schönste Stadt in Deutschland. Wenn ich Hamburg verlassen würde, würde ich die Menschen, die ich hier kennengelernt habe, sehr vermissen.

Wie war es denn, mit dem grasgrünen Porsche durch die Stadt zu düsen?

Luca: Ich bin Oldtimer-Fan und als gebürtiger Stuttgarter mit einem solchen Porsche durch Hamburg zu fahren, das hat mich auch persönlich berührt. Privat habe ich ein ganz großes neues und ein ganz kleines altes Auto.

Gibt es die Liebe auf den ersten Blick?

Luca: Ja, die habe ich auch schon erlebt.

Je schöner die Frau desto komplizierter die Beziehung. Stimmt das?

Luca: Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass lieben und geliebt werden nie unkompliziert ist.

Was ist wichtig, damit eine Beziehung funktioniert?

Luca: Ein kluger Mensch hat mal gesagt, dass Liebe nur dann funktioniert, wenn man alle Freiheiten schenkt. Das heißt keine Eifersucht, keine Regeln etc. Treue und Ehrlichkeit sind aber trotzdem wichtig.

Tom sagt "Ich würde sogar mit ihr zu Ikea fahren, an einem Samstagnachmittag vor Weihnachten". Eine echte Liebeserklärung, oder?

Luca: Ja, das kenne ich nur zu gut. Es ist die beste Möglichkeit, eine Beziehungskrise heraufzubeschwören. Ich persönlich vermeide solche Unternehmungen lieber (lacht).

Wie hätte es Ihnen gefallen, wenn sich ein Freund von Ihnen in Ihre Mutter verliebt hätte?

Luca: Erst mal wäre das ein großes Kompliment für meine Mutter. Ich glaub aber, dass mein Vater sicher etwas dagegen hätte (lacht). Meine Eltern sind immer noch verheiratet, was ich sehr schön finde.